Frankreich Privat - Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes - DVD

DVD Start: 18.10.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Juliette und Juliette, zwei hübsche zwanzigjährige Französinnen, befinden sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Dabei soll ihnen der in die Jahre gekommene Etienne helfen. Er erweist sich aber bald als wenig hilfreich, denn er will nur Sex. Seine Ehe mit der vierzigjährigen Christine ist am Ende und die Leidenschaft im Bett schon längst erloschen. Um sein Verlangen nach Sex zu befriedigen, sucht er das Abenteuer mit den jungen Frauen. Ein schamloser und unanständiger Film.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Frankreich Privat - Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes

DVD
Frankreich Privat - Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes Frankreich Privat - Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes
DVD Start:
18.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Frankreich Privat - Die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Dass der französische Film gerne mal etwas anders daher kommt, als es der Durchschnittkinogänger erwarten würde, hat beinahe schon Tradition. Und auch das Klischee, dass die Franzosen im Kino ziemlich gerne mal Grenzen ausloten („Martyrs“, „High Tension“,…), kann durchaus unterschrieben werden. Nun erreicht ein französischer Erotikfilm namens "Frankreich Privat - die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes" den Heimkinomarkt und erzählt auf sehr freizügige Art und Weise die Geschichte eines gelangweilten älteren Mannes, der mit wesentlich jüngeren Frauen schläft.

Von der eigenen Ehefrau gelangweilt, beginnt Etienne (Patrick Zocco) eine Affäre mit der viel jüngeren Juliette (Lizzie Brochere), die er auf einem Friedhof kennen lernt, als er nach neuen Ideen für sein Bestattungsunternehmen sucht. Der Sex mit Juliette entfacht in ihm eine Leidenschaft, die ihn zu einer weiteren jungen Frau treibt, die ebenfalls Juliette (Christine Armanger) heißt. Dass er seine Frau betrügt, scheint ihn nicht weiter zu stören und so liefert er sich immer weiter der sexuellen Macht der beiden Frauen aus...

Bereits die erste Szene des Filmes kreiert eine sehr absurde Situation:
Eine junge Frau liegt lasziv und offensichtlich ohne einen BH auf dem Grabstein ihrer toten Großmutter und beginnt mit einem älteren Herrn zu flirten. Das Gespräch ist auf den ersten Blick philosophischer Natur, doch bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Wortaustausch doch nur als Einladung zur Befriedigung plumper Sexualtriebe. Denn wenig später landet die viel jüngere Frau mit dem älteren, offenkundig verheirateten Mann im Bett und hat mit diesem tabulosen Sex.
Der in mehrere Kapitel aufgeteilte Film folgt keiner herkömmlichen Filmdramaturgie und scheint auch sonst von allen Konventionen befreit zu sein. Die Handlung entspinnt sich eher bruchstückhaft und arbeitet mit assoziativen Verknüpfungen, die zu allerhand merkwürdigen Übergänge führen. Lange Zeit bleibt aufgrund dieser Erzählweise auch unklar, ob es tatsächlich zwei Frauen sind, die mit Etienne schlafen oder ob es sich bei dieser Zweiteilung lediglich um eine visuelle Metapher für die zwei völlig unterschiedlichen Seiten derselben Frau handelt. So ist der Film zwar erfrischend unkonventionell und niemals vorhersehbar, doch bleibt aufgrund dieser assoziativen Erzählweise auch jegliche Spannung auf der Strecke. Denn obwohl eine dezidiert freizügige Sexszene auf die nächste folgt, entsteht zu keiner Sekunde so etwas wie eine erotisch aufgeladene Atmosphäre und eine schockierende Wirkung können die Sexszenen erst recht nicht entfalten. Sie hinterlassen lediglich ab und an mal einen etwas unappetitlichen Nachgeschmack - der Film versucht wo es nur geht mit seinen Szenen zu schockieren, kann es aber nicht.
Und auch die Grundthematik, dass ein älterer Herr, dessen Ehe langweilig geworden ist, Sex mit unglaublich jungen Frauen sucht, ist keineswegs neu oder wirklich interessant. Mit seinen eigentlich recht beschaulichen 82 Minuten Länge ist der Film somit eine gute halbe Stunde zu lang geraten. Auf diesen „privaten“ Einblick ins französische Sexleben kann man also getrost verzichten...

Die DVD kommt in einer soliden Bild- und Tonqualität daher, hat aber leider keine Extras zu bieten. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, da sich nach den weitestgehend uninteressanten 82 Filmminuten das Interesse an Extramaterial sowieso in Grenzen hält.

Fazit:
Obwohl "Frankreich Privat - die sexuellen Abenteuer eines verheirateten Mannes" angenehm unkonventionell erzählt wird, regiert leider die meiste Zeit über die Langweile. Die Sexszenen sind weder erotisch noch schockierend und ordnen sich der repetitiven Struktur des ermüdenden Filmes unter.


by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou