Frankenstein - Das Experiment - DVD

DVD Start: 25.05.2016
FSK: ab 18 - Laufzeit: 86 min

Frankenstein - Das Experiment DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

0,00 € jetzt kaufen
7,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

In ihrem Labor versucht das Ehepaar Victor und Elizabeth Frankenstein (Danny Huston, Carrie-Anne Moss) den perfekten Proto-Menschen zu erschaffen, doch ihr Experiment geht gewaltig schief. Sie beschließen, das Wesen einzuschläfern. Doch das Geschöpf ist immun gegen das Gift, überlebt und kann sich aus der Einrichtung befreien. Durch die Injektion ist es noch stärker, schmerzunempfindlich und nahezu unverwundbar geworden. Auf sich allein gestellt und unfähig jegliche Art von Emotionen zu deuten, lernt die Kreatur eine Welt kennen, die von Gewalt und Misstrauen geprägt ist. Sie passt sich an und will Rache nehmen an ihren Schöpfern. Auf der Suche tötet sie jeden, der sich ihr in den Weg stellt. Doch als sie bei den Frankensteins ankommt, haben diese bereits das nächste Experiment begonnen ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of; Statements; Trailer

DVD und Blu-ray | Frankenstein - Das Experiment

DVD
Frankenstein - Das Experiment Frankenstein - Das Experiment
DVD Start:
25.05.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Frankenstein - Das Experiment Frankenstein - Das Experiment
Blu-ray Start:
25.05.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

DVD Kritik - Frankenstein - Das Experiment

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Monströse Experimente
Prompt kommt ein neuer Film um Frankenstein und sein Monster in die Kinos, erlebt auch der Film „Frankenstein – Das Experiment“ seine DVD-Veröffentlichung. Natürlich geschieht das in der Hoffnung, das manche Zuschauer nicht nur die Filme verwechseln mögen, sondern auch wieder Gefallen daran finden mögen, das Monster in einer anderen Inkarnation zu sehen. Andere wiederum dürften den Kopf schütteln und sich fragen, was man denn Neues erzählen soll. Frankenstein - Das Experiment SzenenbildSchließlich ist seit Erscheinen des Romans von Mary Shelley im Jahre 1818 ihr Frankenstein schon ein Mythos und unzählige Male für das Kino adaptiert worden. Nicht nur direkt, sondern auch indirekt, denn im Grunde sind alle Erzählungen über künstliche Menschen eine Variation des klassischen Frankensteinstoffes. Egal ob nun in einem Gothic Ambiente oder im Science-Fiction-Bereich wie etwa in „Metropolis“: bei dem Thema „künstlicher Mensch“ schwingt immer der klassische Frankenstein mit. Der neue Film geht aber durchaus zwei ungewöhnliche und sehr gelungene Wege. Zum einen ist er in die Moderne versetzt worden und schildert konsequent wie die Geschehnisse in unserer jetzigen Zeit aussehen würden. Dabei hält sich der Film teilweise nicht nur genau an die Vorlage, sondern auch an den ersten Frankenstein-Film vom Regisseur James Whale und zitiert manche Szenen direkt daraus. So etwa die Szene mit dem kleinen Mädchen am Fluss. Zum anderen ist er konsequent aus der Sicht des Monsters gefilmt worden. Das Geschöpf von Frankenstein kommt so gut wie in jeder Szene vor und es gelingt dadurch aufzuzeigen, dass das Monster, so nennt es sich hier selber, tragisch und mitleiderregend ist und mehr von seinem Schöpfer im Stich gelassen worden ist, als das es vom ersten Impuls her böse wäre. Das kam auch schon bei Shelly zur Sprache. Hier wird es mehr als deutlich, denn das Monster ist zwar als Erwachsener auf die Welt gebracht worden, ist aber in den ersten Szenen geistig nicht mehr als ein Baby und reift nur langsam geistig und seelisch heran. Gerade die ersten Gewalttaten geschehen mehr aus einer kindlichen Zerstörungswut heraus, als Spiel und weniger aus Bösartigkeit. Einige spätere Morde geschehen durch die Unfähigkeit die eigene Stärke einzuschätzen. Erst als das Geschöpf sich bewusst für einen Mord entscheidet, weiß es, dass es moralisch keine Chance hat und nicht nur äußerlich deformiert worden ist. Hier ist die entscheidende Frage das Umfeld. Was wieder ein uraltes Thema anspricht. Nämlich ob man nun genetisch geprägt ist und in wie weit das Umfeld oder die Genetik das Verhalten und die Persönlichkeit an sich prägen. Hier ist das Böse nicht erblich, sondern allein durch die Umgebung, mangelnde Erziehung und die Gesellschaft entstanden. Durch die immer schlimmer werdende Deformation reagiert das Umfeld immer ablehnender gegenüber dem Monster, das sich nur nach Liebe sehnt. Diese bekommt durchaus ödipale Züge, was ein interessanter Aspekt ist, aber nicht konsequent verfolgt wird. Streckenweise ist der Film recht brutal und eklig geworden, ohne dass er es auf diese Aspekte wirklich angelegt hätte. Er suhlt sich nicht in Splattereffekten. Frankenstein - Das Experiment SzenenbildDenn jede Gewalttat geschieht ganz im Dienste der Handlung und sie bedingen einander. Zwar kennt man die Grundzüge der Geschichte aus den Vorlagen, so dass sich die Spannung in der Entwicklung einigermaßen in Grenzen hält, doch gelingen hier einige sehr eindrucksvolle Szenen und der Film wird getragen von dem Darsteller Xavier Samuel, dessen bisherige Filme wie etwa „Twilight“ ihn lange nicht so gut zeigten.

Technisch können das Bild und der Ton punkten, wobei da leider die Extras nicht mithalten. Es gibt den Trailer, ein Behind the Scenes, welches aus Interviewschnipseln besteht und recht kurz geraten ist. Da wiederholen sich manche der noch zu sehenden Statements, die wie das Making Of leider ohne deutsche Untertitel auskommen müssen.


Fazit:
Eine gelungene Adaption des klassischen Romans und des ersten Filmes, der konsequent aus der Sicht des Monsters gefilmt ist. Die Handlung ist so weit bekannt und bietet kaum Überraschungen, aber es gibt einige sehr beeindruckende und tragische Szenen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo