Flying Fortress - DVD

DVD Start: 10.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 96 min

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Inhalt

Sizilien 1943. Bei einem Überraschungsangriff fällt der Kommandant (Jamie Martz) einer Boeing B-17, auch genannt "Fliegende Festung", mutig im Kampf. Seinen Platz übernimmt der junge unbedarfte Co-Pilot Michael (Bug Hall), der von der eingeschworenen irisch-amerikanischen Mannschaft kaum akzeptiert wird. Trotz aller Bemühungen bleibt er außen vor, bis der Truppe eine selbstmörderische Mission befohlen wird. Jetzt besteht ihre einzige Chance zu überleben darin, sich wie Brüder in einer Schlacht zu verbünden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Behind the Scenes
- Originalaufnahmen
- Info über die B-17 und ihre deutschen Kontrahenten

DVD und Blu-ray | Flying Fortress

DVD
Flying Fortress Flying Fortress
DVD Start:
10.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Flying Fortress 3D Flying Fortress 3D
Blu-ray Start:
10.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Flying Fortress

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Über den Wolken kämpfen sie, um Europa von den Nazis zu befreien: Die B-17-Bomber, genannt „Flying Fortress“, wichtigste Artillerie der amerikanischen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. 1943 fliegen die Alliierten in Zehner-Crews von Militärbasen in Nordafrika aus Angriffe auf das von Hitlers Truppen besetzte Italien. Regisseur Mike Phillips nimmt den Einsatz vom 5. Juni über Gerbini als Ausgangspunkt von „Flying Fortress - B-17 - Luftkrieg über Europa“ und zeigt gleich in den ersten Minuten, wo die Stärken seiner actionreichen Geschichtsstunde liegen. Zum einen im Mikrokosmos innerhalb einer Maschine, wenn die subjektive Kamera vom Heck bis ins Cockpit schleicht, die Besatzungsmitglieder streift und einen ersten Eindruck von der Enge, aber auch von dem überlebenswichtigen Teamwork vermittelt. Zum anderen in den spektakulären Außenaufnahmen, die zwar zum Teil ihre CGI-Herkunft nicht verschleiern können und etwas künstlich daherkommen, aber zwischen Bombenteppich, Flakfeuer und Abfangjägern ein beeindruckendes Panorama vom Schlachtfeld am Himmel vermitteln.

Dramaturgisch fliegt Regisseur Phillips dagegen nicht in der ersten Klasse. Sein Plot erschöpft sich in Luftkämpfen, die sich mit Sequenzen im Militärcamp (dass Soldaten dort auch Schabernack treiben weiß man spätestens seit „Catch 21“) und Einsatzbesprechungen abwechseln. So hat „Flying Fortress“ mehr Episoden-Charakter, statt einer stringenten Handlung zu folgen. Dazu ist der Kniff, das Schicksal der B-17-Besatzungen anhand einer Gruppe greifbar zu machen, zwar ein probates Mittel. Allerdings fällt die Figurenzeichnung der irischstämmigen Lucky-Lass-Crew (daher wohl das Auld-Lang-Syne-Gefiedel im Hintergrund) in fast allen Fällen sehr oberflächlich aus. Über Leben, familiären Background, Motivation etc. erfährt der Zuschauer nichts. Lediglich der neue Co-Pilot Michael (Bug Hall) gewinnt so etwas wie Tiefe, macht eine Entwicklung durch. Zunächst ist er Fremdkörper in der Truppe, „steif wie ein Stock“, und verpatzt seinen ersten Einsatz, verdient sich aber pünktlich zum Finale den Respekt seiner Kameraden. Letztlich bleiben die Charaktere aber austauschbar, auch wenn sie nicht unsympathisch rüberkommen und – sehr angenehm – mit unverbrauchten Gesichtern besetzt sind.

Unverbraucht sind die Extras der DVD zwar nicht, aber zum Teil unveröffentlicht. So liefert ein Special Originalaufnahmen in schwarzweiß (daher sehr mäßige Bildqualität) und Infos über die B-17-Bomber und ihre Kontrahenten auf deutscher Seite, die Focke Wulf FW 190 und die Messerschmitt Me 109. Wünschenswert wäre hier eine kurze geschichtliche Einordnung gewesen. Zwar ist auf der Tonspur eine englische Stimme zu hören, bei dem Hintergrundlärm aber kaum zu verstehen. Ein Behind the Scenes (in englischer Sprache) lässt die Darsteller zu Wort kommen und zeigt unter anderem im Zeitraffer wie ein Flugzeugmodell aus Holz entsteht.

Einem Film, der vor allem mit seinen Schauwerten punktet, verzeiht man gern manch unnatürliches Tableau. Der Ton hätte bei den Sequenzen innerhalb der Maschine etwas prägnanter sein können. So gehen einige Befehle und Einwürfe im MG-Radau unter.

„Flying Fortress“ bietet authentische Action aus ungewöhnlicher Perspektive, die zwar die Folgen der Luftgefechte auf der Erde ausklammert, dafür aber das übliche Kriegs-Pathos in Grenzen hält. Ein unterhaltsamer Blick in die Historie, nicht nur für Guido-Knopp-Freaks.

by Florian Ferber
Bilder © Eurovideo