Flowers of War - DVD

DVD Start: 05.04.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 136 min

Flowers of War DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

6,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Nanking 1937: Die Invasion japanischer Truppen stürzt die chinesische Hauptstadt in Chaos und Verderben. Eine Gruppe von Schülerinnen kann die relativ sicheren Mauern der Winchester Cathedral erreichen, wo sich die Mädchen im Keller verstecken. In der Kathedrale sucht auch der Amerikaner John Miller Zuflucht. 13 Prostituierte aus einem nahe gelegenen Bordell flüchten sich ebenfalls in die Kirche. Als die Japaner das Haus stürmen, entgehen die Schülerinnen nur durch Millers beherztes Eingreifen der Vergewaltigung. Miller, der sich anfangs nur für die Wein- und Geldvorräte des Konvents interessiert, wächst immer mehr in die Rolle des Beschützers hinein. Als allerdings die Schülerinnen zum „Vorsingen“ zu einer japanischen Feier abkommandiert werden, kann nur noch eine List ihr Leben retten. Statt der Mädchen gehen die Prostituierten, verkleidet in Schuluniformen, in den sicheren Tod.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Falcom Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Chinesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Interviews mit den Hauptdarstellern - Trailer

DVD und Blu-ray | Flowers of War

DVD
Flowers of War Flowers of War
DVD Start:
05.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 136 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Flowers of War Flowers of War
Blu-ray Start:
05.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 136 min.

DVD Kritik - Flowers of War

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 8/10


Opferbereitschaft - Manche Filme gehen etwas unter und man fragt sich wieso. „The Flowers of War“ ist nie so richtig im Bewusstsein der filmischen Bevölkerung angekommen. Aber warum nur? Zum einen spielt der hervorragende Christian Bale die Hauptrolle. Und auch hier kann er wieder überzeugen. Wie er zwischen Mut und Angst wechselt und sich allmählich von einem egoistischen Gewinnler zu einem altruistischen Helfer entwickelt, ist sehr gut gespielt. Wenngleich der erste Bruch in der Persönlichkeit etwas plötzlich kommt. Zum anderen ist der Film von einem Meisterregisseur gedreht worden. Zhang Yimou hat schon das Publikum mit „House of the Flying Daggers“ und „Hero“ bezaubert. Er konnte beweisen, dass sich Genrefilme und Filmkunst nicht gegenseitig ausschließen müssen. Nicht nur gewann er ein großes Publikum mit der Action und der Dramatik, sondern konnte auch Kritiker und Cineasten absolut überzeugen, indem er Bilder schuf, die man nie mehr vergisst. Auch „Flowers of War“ liegt auf dieser Schiene. Nicht nur ist der Inhalt sehr dramatisch und man bangt wirklich um die Figuren. Auch die Action kommt nicht zu kurz und gerade zu Beginn gibt es einige hervorragende Actionszenen, welche den Straßenkampf der Chinesen gegen die Japaner bei der Eroberung von Nanking zum Thema hat. Vor allem der Kampf eines einzelnen gegen eine Übermacht von Japanern ist äußerst gelungen. All dies führte dazu, dass der Film für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert worden war. Warum also ist er einem breiteren Publikum nicht geläufig? Ein starker, bekannter Hauptdarsteller (überhaupt ist es schon erwähnenswert, das Christian Bale in einem chinesischen Film die Hauptrolle spielt), ein Meister der Regie und ein Film, der sowohl Action als auch Emotionen bietet. Und eine hervorragende Bildsprache besitzt, die allein schon von der Lichtgestaltung her bezaubert. Eine Antwort auf die Versenkung ist nicht leicht zu finden. Der Film funktioniert und lässt kaum Wünsche offen. Ist es die religiöse Komponente? Nein, denn die spielt keine große Rolle. Von einigen wenigen symbolischen Szenen und Einstellungen abgesehen gibt es keinen Bezug zur Religion (wenn der japanische Offizier auf der Orgel ein Heimatlied spielt, so steht das nicht für die Religion, sondern für einen überhöhten Patriotismus welcher behauptet das Japan von Gott gesegnet sei). Ist es die Ideologie? Auch nicht. Der Film ist keine Propaganda, sondern Unterhaltung. Obwohl sich beides noch nie ausgeschlossen hat und in der Tat wird hier immer wieder die Opferbereitschaft des einzelnen gegenüber des Kollektivs gepriesen. Da opfert man sich für die anderen und man überwindet seinen Egoismus für das Wohl aller. Das ist Propaganda pur und man kann verstehen, dass der Film in China gedreht werden durfte. Aber dieser Aspekt ist nicht aufdringlich, sondern inhaltlich eingewoben und kann jeden Zuschauer berühren. Es gibt im Grunde also keinen Grund dafür, dass der Film etwas untergegangen ist. Also kann man unbesorgt zugreifen. Und das es sich hier um wahre Geschehnisse handelt, macht den Stoff nicht angenehmer. Eindrucksvolle Bilder und die fantastische Lichtarbeit können absolut bezaubern und in den schrecklichsten Szenen reichen die Anspielungen bei weitem aus.

Der Ton ist stellenweise etwas leise, aber dafür ist das Bild sehr gut. Die Extras sind leider nicht sonderlich zahlreich ausgefallen. Es gibt nur einige Interviews während der Berlinale, die vor allem von Sprachproblemen geprägt sind. Dann gibt es nur noch den Trailer und die obligatorische Trailershow.

Ein packendes und bewegendes Actiondrama das auf wahren Ereignissen beruht. Eine fantastische Lichtarbeit und hervorragende Bildsprache geben dem Film seinen ganz eigenen Zauber.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Falcom Media