Fire Syndrome - DVD

DVD Start: 27.10.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 93 min

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Inhalt

In der Wüste von Nevada, 1955: Brian und Peggy Bell arbeiten als Testpersonen für das Unternehmen "Samson", einem Projekt zur Erprobung von Impfstoffen gegen radioaktive Strahlen. Schon bald erwartet "Amerikas erste Nuklear-Familie", wie die beiden von den Atomwissenschaftlern genannt werden, Nachwuchs: Sam wird geboren. Noch in derselben Nacht kommen seine Eltern durch spontane Selbstentzündung qualvoll ums Leben. Doch damit ist das Experiment noch nicht beendet, denn Sam wächst zu einem Mann heran, dessen unbändige Wut andere Menschen plötzlich in Flammen aufgehen lassen kann. Diese Fähigkeit ist es auch, an der die Regierung interessiert ist, um sie für sich als Waffe nutzbar zu machen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / cmv-Laservision
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- umfangreiche Bildergalerie
- Programmtrailer
- animierte interaktive Menüs

DVD und Blu-ray | Fire Syndrome

DVD
Fire Syndrome Fire Syndrome
DVD Start:
27.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Fire Syndrome Fire Syndrome
Blu-ray Start:
27.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.
Fire Syndrome - Mediabook Fire Syndrome - Mediabook
Blu-ray Start:
03.11.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - Fire Syndrome

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Feuer und Flamme
Der Regisseur Tobe Hooper hatte im Laufe seiner Karriere selten ein glückliches Händchen. Im Grunde zehrt er bis heute von seinem Ruhm, den er sich mit dem umstrittenen Klassiker „The Texas Chainsaw Massacre“ erworben hatte. Meist werden seine Filme bis heute damit beworben, dass er damals in den 1970ern Leatherface auf die Zuschauer losgelassen hatte. Sein Ausflug in den Mainstream mit „Poltergeist“ ist nicht hundertprozentig seine Regiearbeit, da Produzent Spielberg einige Szenen entschärfte und massenkompatibler machte. Ansonsten sind kaum welche seiner Filme wirklich die Rede wert. Ganz anders seine Kollegen die gleichzeitig mit Hooper auf sich aufmerksam machten und heutzutage noch Maßstäbe setzen wie etwa Wes Craven und der im Juli diesen Jahres leider verstorbene George A. Romero. Dabei sind beileibe nicht alle Filme von Hooper nach seinem Klassiker missraten.

„Fire Syndrome“ etwa ist ein ordentlicher Schocker. Gut, er ist billig gemacht und manche Kulissen wackeln, was umso deutlicher auffällt da er, typisch für die 1980er Jahre, sehr stark ausgeleuchtet ist und keine Schattenspiele nutzt. Da fallen natürlich billige Tricks, Bauten und Make-Up-Effekte umso deutlicher auf was dem Ganzen einen trashigen Charme verleiht. Dem gegenüber stehen aber die gelungenen Feuereffekte. Die aufgeklebten Wunden auf dem Arm des Helden sehen zwar deutlich nach Make-Up aus, aber immer wenn das Feuer wütet und die Resultate zu sehen sind, weiß man wohin das Budget geflossen ist. Da gibt es einige eklige Momente und da weiß man auch wo die FSK die Schnitte angesetzt hatte welche in den diversen Veröffentlichungen leider festzustellen waren. Diese Szenen wenn die Menschen brennen sind wahrlich schockierend. Vor allem da sich die Betroffenen nicht wehren können. Denn das Feuer ist mit Wasser nicht zu löschen und man weiß zunächst nicht woher die Entzündung stammt und so kann es jeden treffen was den ganzen Film über ein Unbehagen auslöst. Aufgegriffen wird das Phänomen der spontanen Selbstentzündung. Dieses Phänomen ist real, wenngleich äußerst selten. Aus einem unbekannten Grunde entzünden sich dabei Menschen und verbrennen von innen nach außen wobei es vorkommt, dass nur die Person und nicht ihr Umfeld verbrennt, ja sogar Teile der Kleidung unbeschädigt bleiben. Natürlich ist es schwer ein solches Phänomen in eine sinnvolle Story zu bringen. Hier gelingt das auch nicht.

Die Geschichte ist konfus und im Grunde gar nicht vorhanden, sondern bedient sich einiger Klischees des Horrorfilmes. Da wäre zum einen der Topoi des verrückten Wissenschaftlers und zum andern ein Rückgriff auf die Atombombentests der 1950er wobei sich Hooper da auf die Monster- und Science-Fiction-Filme des Jahrzehnts besinnt, in denen ausdrücklich vor der Atombombe gewarnt wurde und was so alles durch die Strahlung mutiert. Hier wird das verwoben mit zivilem Protest gegen den Bau eines Atomkraftwerks. In der Aktualität hat der Film also nichts eingebüßt. Aber die einzelnen Elemente greifen nicht harmonisch ineinander, da auch noch der Aspekt der Pyrokinese, also das gedankliche Steuern von Feuer, vorkommt. Und das Ende ist extrem kitschig und unlogisch. Man fragt sich was die Macher da geritten hat diese kleine Sequenz noch einfügen zu wollen. Vielleicht legten ja die Produzenten ein Veto ein die ein optimistischeres Finale bevorzugten. Trotz einiger Schwächen ist der Film aber spannend und sehr kurzweilig und besser als wenn er nur von seinem Ruf als Kultklassiker gelebt hätte. Für Fans von 1980er Horror auf jeden Fall einen Blick wert. Vor allem da er nun ungeschnitten ist.

Die technische Ausstattung ist ganz gut. Die Farben sind satt und das Bild scharf und auch der Ton ist eine ausgewogene Mischung zwischen den Soundeffekten und dem Dialog. Leider können die Extras da nicht mithalten, da es nur den Trailer gibt.


Fazit:
Ein Kultklassiker in Neuauflage: ungeschnitten und technisch ordentlich. Die Story ist zwar krude und bemüht sich, eine Geschichte zu erzählen, aber Spannung und Kurzweil sind vorhanden. Für Fans des 80er Horrors definitiv einen Blick wert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / cmv-Laservision