Extinction - The G.M.O. Chronicles - DVD

DVD Start: 17.11.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 110 min

Extinction - The G.M.O. Chronicles DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein Retrovirus, das eigentlich als Werkzeug der industriellen Gentechnik konzipiert war, ist außer Kontrolle geraten und verbreitet sich nun rasant, während es wahllos alle Organismen unseres Ökosystems miteinander kreuzt: Pflanze mit Tier mit Mensch. Dabei erweisen sich die meisten Pflanzen als resistent gegen die komplexere DNA von Mensch und Tier – umgekehrt führen jedoch die einfachen Gene der Pflanzen vor allem beim Menschen zu grotesken Mutationen, in den meisten Fällen sogar zum Tod.

Innerhalb einer Woche wurden so 90% der Menschheit ausgelöscht – und der Rest kann nicht mehr unbedingt als Menschen bezeichnet werden. Jedoch blieb ein verschwindend geringer Bruchteil der Erdbevölkerung resistent gegen das Virus und versucht nun, in diesem radikal neuen und sich ständig verändernden Ökosystem seine Nische zu finden.

Tom Keller ist einer dieser Überlebenden und hat sich auf einer alten Militärbasis in der Eifel verschanzt. Nach und nach stoßen noch weitere Resistente zu ihm, und gemeinsam gelingt es ihnen, ein wenig Fuß in dieser neuen Welt zu fassen. Doch die G.M.O.s – die genetisch modifizierten Organismen – entwickeln sich ständig weiter, und schon bald bietet der Zaun der Basis keinen Schutz mehr.

Zudem bahnt sich unbemerkt eine zweite Katastrophe an: Den Notstromaggregaten der Atomkraftwerke geht der Treibstoff aus, und ohne Kühlkreisläufe drohen weltweit zahllose Kernschmelzen.

Und so bleibt den Überlebenden nichts anderes übrig, als ihre Trauer und ihre Differenzen beiseite zu schieben und gemeinsam nach einer neuen Heimat zu suchen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: dtp entertainment AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Making of, Bildergalerie,Trailershow, Wendecover

DVD und Blu-ray | Extinction - The G.M.O. Chronicles

DVD
Extinction - The G.M.O. Chronicles Extinction - The G.M.O. Chronicles
DVD Start:
17.11.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Extinction - The G.M.O. Chronicles Extinction - The G.M.O. Chronicles
Blu-ray Start:
17.11.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 115 min.
Extinction - The G.M.O. Chronicles: Real 3D Edition (3D Blu-ray) Extinction - The G.M.O. Chronicles: Real 3D Edition (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
17.11.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 115 min.

DVD Kritik - Extinction - The G.M.O. Chronicles

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Deutschland am Ende
Genrefilme aus Deutschland haben immer einen schweren Stand. Abgesehen von Krimis werden ihnen von dem Publikum nicht viel Vertrauen entgegen gebracht. Zu oft wurde es wohl enttäuscht und sie trauen den Filmemachern anscheinend das Handwerk nicht zu. Lieber sehen sie solche Filme aus den USA. Deswegen sind ironischerweise eher die Independentfilmer gezwungen, solche Filme zu drehen und geben dem Publikum eine Erfüllung der negativen Perspektiven, da solcherart Filme handwerklich oftmals schlecht sind, mit billigen Tricks und schwachen Stories. Dann freut man sich umso mehr, wenn gelungene Genrefilme in die Kinos kommen und mittlerweile auch ihr Publikum finden. In letzter Zeit haben diese Filme meist auch eine Apokalypse zum Thema. Sei es nun „Rammbock“ oder „Hell“: beide spielen in einer apokalyptischen Zeit. Und „Extinction“ gehört thematisch auch dazu. Dabei bedient sich der Film der Zombiethematik ohne direkt ein Zombiefilm sein zu wollen. Was nicht so ganz passt. Die Monster sind mutierte Menschen, fressen aber ebenso Menschenfleisch und jagen die nicht-mutierten. Die Unterschiede zu Zombies sind marginal: die Befallenen sind nicht tot und dementsprechend auch ohne Kopfschuss zu besiegen und das optische ist auch anders. Aber für letzteres war wohl nicht genügend Geld da. So wird mit den Mutationen nicht genügend gespielt, sondern es bleibt eher bei der Zombieoptik. Thematisch gehört er auch eindeutig zu dem Genre: eine Gruppe Überlebender muss sich mit der Apokalypse zurechtfinden, sich zusammenraufen und einen sicheren Ort finden. So weit, so bekannt. Dass der Film in Deutschland spielt, hat dabei seinen Reiz. Das liegt jetzt nicht an einem Lokalpatriotismus, sondern daran, dass in Deutschland, im Gegensatz zu den USA, keiner eine Waffe hat. Und wie soll man Zombies, sorry: Mutierte, ohne Schusswaffen besiegen und ohne sich dabei in große Gefahr zu begeben? Aber auch hier wird nicht viel daraus gemacht, da zwei der Figuren ehemalige Soldaten sind und Erfahrung im Waffenumgang haben. „Extinction“ hat generell viele gute Ansätze, bleibt aber immer irgendwann etwas stecken. Das liegt zum größten Teil daran, dass der Film immer ein bisschen zu viel will. Anstatt ein Thema vor dem Zombiehintergrund auszuführen, reißt er mehrere Themen an, als ob er zeigen wolle, was alles möglich sei, aber vertieft es nicht. So findet man hier die Hybris der Technik, welche zur Flucht vor der Zivilisation zwingt. Was schon ironisch ist, denn die moderne Zivilisation wurde erst durch die Technik ermöglicht und jetzt droht sie, diese zu zerstören. Der Mensch hat sich selbst verdammt und muss zur Wiege der Menschheit zurückkehren, um dort neu zu beginnen. Wer unfähig ist, sich der neuen Welt anzupassen, Schuld trägt oder keine Verantwortung für andere übernimmt und sich dem Egoismus hingibt, der hat keinen Platz mehr in der neuen Welt. So schreckt in einer etwas albernen aber hoch symbolischen Szene ein Babygeheul die Zombies in die Flucht. Das Neue besiegt das Alte, der Neubeginn der Menschheit beginnt. Die Farbgebung des Filmes ist denn auch auffällig patiniert, welches anzeigt, dass die gezeigte Welt am Ende ist und schon optisch zur Vergangenheit gehört. Leider gibt es in dem Film so einige Längen, aber auch einige sehr gute Ideen. Interessant ist, wie sehr die Fluchtorte immer weiter in die Vergangenheit zurückgehen. Erst sind die Helden zu Hause, dann in einer verlassenen US-Militärbasis, dann in einem Bunker (aus dem zweiten Weltkrieg?), dann in einer alten Burg, von wo sie dann aufbrechen, um an die Ursprünge im Süden zurückzukehren. Jeder Schritt weiter führt zurück in die Vergangenheit und an den Ursprung, um dann neu beginnen zu können. Also alles auf Anfang. Und hier liegt die größte Stärke des Filmes.

Da ein Pressescreener vorlag, können keine abschließenden Urteile über das Bild und den Ton gemacht werden. Jedenfalls ist nichts daran auszusetzen gewesen. Extras waren nicht vorhanden, aber es handelt sich ja zunächst um einen Kinofilm.

Viele gute Ideen und eine gelungene Kernaussage retten den Film vor einer Erstarrung in Klischees, denn viele Ansätze bleiben leider etwas stecken und bieten eher eine Bestandsaufnahme des Zombiefilmes. Doch gerade als deutscher Film sehr beachtenswert.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © dtp entertainment AG