Exodus: Götter und Könige - DVD

DVD Start: 07.05.2015
FSK: ab 12 - Laufzeit: 144 min

Exodus: Götter und Könige DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ridley Scott, einer der weltweit erfolgreichsten und renommiertesten Regisseure (GLADIATOR, PROMETHEUS, BLADE RUNNER) bringt mit EXODUS - GÖTTER UND KÖNIGE ein neues, episches Action Abenteuer der Superlative in die Kinos: die legendäre Geschichte eines Mannes, der sich mutig einem übermächtigen Imperium entgegenstellt. Mit atemberaubenden Visual Effects und in 3D erweckt Scott die Geschichte von Moses (Christian Bale) zu neuem Leben - der kühne Anführer, der sich gegen Pharao Ramses (Joel Edgerton) auflehnt und sein Volk von 600.000 Sklaven in einer monumentalen Flucht aus dem von grausamen Plagen gestraften Ägypten führt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene und erweiterte Szenen
- Audiokommentar von Ridley Scott und Jeffrey Caine

DVD und Blu-ray | Exodus: Götter und Könige

DVD
Exodus: Götter und Könige Exodus: Götter und Könige
DVD Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Exodus: Götter und Könige Exodus: Götter und Könige
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 150 min.
Exodus: Götter und Könige (Collectors Edition) (3D Blu-ray) Exodus: Götter und Könige (Collectors Edition) (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 150 min.

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DVD Kritik - Exodus: Götter und Könige

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 9/10


Langer Weg - An der technischen Ausstattung der DVD gibt es nichts zu bemängeln. Sowohl der Ton als auch das Bild sind klar, scharf und wundervoll ausgewogen. Extras gibt es zumindest in der einfachen Ausstattung nicht sonderlich viele. Neben entfernten und erweiterten Szenen gibt es da aber noch einen hoch informativen Audiokommentar vom Regisseur Ridley Scott, der übrigens diesen Film seinem Bruder Tony Scott widmete der erst kürzlich Selbstmord beging, und seinem Drehbuchautor. In diesem Kommentar wird detailliert erzählt, was wie getrickst worden ist und vor allem begründet Scott seine Regieentscheidungen was eine wundervolle Sache ist.

So ist eine der Stärken des Filmes hier gut begründet. Scott hält sich nicht direkt für einen religiösen Menschen, war aber fasziniert von der Geschichte des „Exodus“ im Alten Testament und der Person Moses. Es ist zu früh, von einem erneuten Erstarken des Bibelfilmes auszugehen, da nach „Noah“ nun mit „Exodus“ erst der zweite große Hollywoodfilm herauskommt. So kann man keinen Trend, oder besser Richtung, ausmachen. Ging aber „Noah“ eher in eine Fantasyrichtung, so macht es „Exodus“ umgekehrt und geht in eine realistische. Scott versucht die historischen Erkenntnisse in die biblische Geschichte einzuflechten und geht da auch stark nach Wahrscheinlichkeiten vor. Trotz dieser Erdung, so kann man die biblischen Plagen durchaus wissenschaftlich erklären, hat er Respekt vor der Bibel und dekonstruiert sie nicht. Zum Glück für den Zuschauer verhindert eine solche Distanz auch, dass ein missionarischer Tonfall vorherrscht und das religiöse Pathos hält sich in Grenzen bzw. kommt gar nicht vor. Erst am Ende herrscht Pathos, aber ansonsten ist alles eher nüchtern. Was auch daran liegt, das die Person Moses im Mittelpunkt steht und der Film sein Augenmerk auf seine Entwicklung richtet. Aber wie Scott im Audiokommentar sagt: das Leben von Moses ist so monumental das es für einen zehnstündigen Spielfilm Raum gegeben hätte und das man viel verdichten muss. Und wie er das macht, ist ein Lehrstück für andere Regisseure. Natürlich kommt dann manches etwas kurz und einiges hätte man gerne länger gesehen, aber wie es Scott schafft innerhalb von nur einer Szene jeweils komplexe Beziehungen klarzumachen und in Symbolik vieles auszusagen indem er es punktgenau zusammenfasst, zeugt von seiner Meisterschaft Das verschafft dem Film auch ein gehöriges Tempo ohne das er dabei hektisch wird. Von den zweieinhalb Stunden Laufzeit ist jedenfalls nichts zu merken.
Der Nachteil dabei ist, dass viele Nebenfiguren untergehen und so eine reine Schablone bleiben. So kommt etwa Moses Bruder Aaron zwar vor, aber das ganze Geflecht zwischen ihnen wird ignoriert. Was erstaunlich ist, da Moses viele Jahre gar nicht wusste, dass er überhaupt einen Bruder hat. Für die kurzen immer relevanten Szenen braucht man dann starke Schauspieler und auch das hat Scott mit John Turturro, Ben Kingsley, Sigourney Weaver, die man gar nicht erkennt, und viele andere. Moses aber, hervorragend: Christian Bale, steht im Zentrum, alles bewegt sich um ihn herum. Und er ist kein strahlender Held. Seine Wandlung kommt schleichend und in Form einer Wiedergeburt. Er ist unter Schlamm begraben und als er auftaucht glaubt er dann an Gott da er ihm in Form des berühmten brennenden Dornbusches erschienen ist. Das ist etwas dick symbolisch aufgetragen, aber notwendig. Jedenfalls hadert Moses mit sich und auch mit Gott und das gute Make-Up lässt ihn nicht nur glaubwürdig altern sondern immer ausgezehrter wirken und zeigt damit die Bürde der Aufgabe auf. Nach der anfänglichen Schlacht bei Kadesch dauert es, bis wieder Action einsetzt, aber die faszinierenden und überwältigenden Bilder halten einen auch so bei der Stange bis es schließlich zu den biblischen Plagen kommt, die sehr eindrucksvoll bebildert sind. Vor allem gegen Ende mit der Verfolgungsjagd und der Teilung des Roten Meeres ist man endgültig überwältigt von den Ereignissen, aber nicht religiös bekehrt. Denn auch die Teilung ist so wie sie gefilmt ist, durchaus wissenschaftlich erklärbar. Denn das Ende erinnert sehr an einen Tsunami. Beeindruckend. Was zusätzlich überrascht, ist die Darstellung Gottes, wobei vor allem unsicher ist, ob es nicht doch nur ein Engel ist. Jedenfalls erwähnt Moses einmal, dass er nicht länger bereit sei, nur mit einem Boten zu sprechen was darauf hindeutet das das Kind ein Engel ist. Und diese sind oft als kleine Kinder dargestellt die mittlerweile als Putten zum Kitschinventar gehören. Aber dem hält sich Ridley Scott insgesamt hier sehr fern und es ist gerade sein realistisch nüchterner Ansatz der den Film nur umso beeindruckender werden lässt.


Fazit:
Ein beeindruckender Bibelfilm der zwar Respekt vor der Vorlage zeigt, sie aber erdet und einen realistischen Ton anschlägt. Schade nur, das die vielen Nebenfiguren untergehen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © 20th Century Fox