Evil Lake - DVD

DVD Start: 18.10.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 97 min

Evil Lake DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

24,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Spanien 1965. Ein kleines Städtchen muss einem Stausee weichen. Während die Bewohner bereits evakuiert wurden, wollen zwei Jungen ihrem Heimatort einen letzten Besuch abstatten. Doch die beiden kehren nie mehr zurück. Vierzig Jahre später fordert der See erneut ein Opfer. Der Sohn des Journalisten Dan Quarry verschwindet beim Schwimmen in dem mysteriösen Gewässer.
Zutiefst erschüttert geht Dan den Todesumständen seines Sohnes auf den Grund und beginnt mit riskanten Nachforschungen. Schon bald wird ihm klar: In der Tiefe lauert das Böse…

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 3L Vertriebs GmbH & Co. KG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of (dt. untertitelt), Engl. Originaltrailer, Interviews mit Cast & Crew (dt. untertitelt), Bildergalerie, Trailershow

DVD und Blu-ray | Evil Lake

DVD
Evil Lake Evil Lake
DVD Start:
18.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Evil Lake Evil Lake
Blu-ray Start:
18.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Evil Lake

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


„Evil Lake“ ist kein neuer Film, sondern erschien vor einigen Jahren schon einmal unter seinem Originaltitel „Beneath still waters“ bei E-M-S. Witzigerweise ist die Trailershow gleich geblieben und führt noch das E-M-S-Logo. „Evil Lake“ hat hervorragende Voraussetzungen. Ein bekannter Regisseur, Brian Yuzna, der als Produzent von Genrefilmen wie etwa „Re-Animator“ Horrorgeschichte geschrieben hat und einer vielversprechenden Story mit Zombies, Magie und einer im Wasser versunkenen Stadt. Das spricht für Atmosphäre und Blut und der Hinweis „Uncut“ auf dem Cover lässt auch auf einiges hoffen. Und in der Tat sind besonders die Make Up-Effekte und die Gore-Tricks sehr gelungen und können überzeugen. Und Atmosphäre hat der Film durchaus. Doch warum funktioniert er dann nicht? Da wäre zum einen die unlogische Handlung, die viel zu viel durcheinander wirft und schwarze Magie, Besessenheit, Zombies, Geister, Rache, Ausschweifungen und Elemente des Monsterhorrors durcheinanderwirft. Da gibt es keine klare Linie und es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn man sich auf einen Aspekt konzentriert hätte. Hier ist etwas zu viel drin und der Film zerfranst dann völlig. Das Drehbuch ist generell recht schlecht ausgefallen. Nicht nur ist die Handlung unlogisch. Warum wartet der Schurke genau 40 Jahre auf seine Rache? Warum wehrt er sich nicht, als er in einer Rückblende gefangengenommen wird? Auch die Darsteller agieren häufig übertrieben und vor allem der Schurke ist deswegen weniger beängstigend als nervig. Warum agieren bloß die meisten Darsteller bei der Gestaltung des Bösen als Schmierenkomödianten? Das sich dann auch noch Fehler auf Fehler häufen, ist eine schon fast logische Konsequenz eines inkongruenten Drehbuchs. Da recherchiert ein Mann 40 Jahre lang die Geschichte der versunkenen Stadt und was kann er danach vorweisen? Nur ausgeschnittene Zeitungsartikel. Also bitte. Auch handeln die Figuren manchmal sehr unglaubwürdig, wenn sich etwa die beiden Hauptfiguren nach einer Bekanntschaftszeit von ca. einem Tag gegenseitig das Herz ausschütten. So was gibt es auch nur im Film. Und zwar wenn man zwanghaft versucht, den eindimensionalen Helden etwas Tiefe zu verleihen, um auch nur einen Hauch von Identifikationspotential für den Zuschauer zu schaffen. Das ist Klischee und kann man nicht mehr sehen. Leider sind einige der Tricks auch noch misslungen. Die Unterwasserstadt ist ganz offensichtlich in einem Goldfischglas gefilmt worden (witzigerweise kommt genau diese Einstellung ganz am Anfang vor) und die ganze Beleuchtung und Farbgebung wirkt dermaßen künstlich, dass der Film einen phantastischen Charakter bekommt, der eine zu große Distanz entstehen lässt und damit nicht gerade zum Fürchten einlädt. Generell ist der Film recht schematisch und dementsprechend leider etwas spannungsarm. Wenn es nun ein Geisterfilm gewesen wäre, hätte man gruselige Momente gehabt und wenn es Zombies wären, einige blutige Exzesse. Aber da Brian Yuzna in seinem Film alles haben wollte, hat er paradoxerweise so gut wie nichts. Es läuft einfach nicht rund, sondern hakt und springt an allen Ecken und Enden, was keine sich stetig steigernde Spannung erlaubt. Gerade bei dem Fest das aus dem Ruder läuft, ist kaum eine Steigerung festzustellen. Auf einmal drehen die Teilnehmer durch, aber es gibt vorher keine Anzeichen dafür. Das ist dann reiner Effekt und keine Suspense.
Kurz: „Evil Lake“ ist ein anspruchsloser Horrorfilm den man durchaus mal sehen kann, bei dem man aber auch nichts verpasst hat.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Das Making Of bei den Extras ist insofern gelungen, da man auch sehen kann, wie die Tricks gemacht worden sind. Erstaunlich viel wurde mit der Green Screen gearbeitet wobei die Gore-Effekte und die Maske alle per Hand entstanden sind. Dann gibt es neben den Trailern und einer Bildergalerie noch Interviews mit dem Regisseur und den beiden Hauptdarstellern, welche aber recht dürftig ausgefallen sind. Das liegt vor allem daran, dass sie dem Film und ihren Charakteren mehr Substanz verleihen wollen, als sie wirklich in dem Streifen haben.

„Evil Lake“, alias „Beneath still waters“, ist durch ein sehr durchlöchertes und uneinheitliches Drehbuch in dem titelgebenden See abgesoffen. Aus den guten Voraussetzungen wurde nichts gemacht und einzig das Make-Up und die Gore-Effekte überzeugen. Regisseur Brian Yuzna wollte schlicht zu viel.

24,99 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG