Evil Dead (Uncut) - DVD

DVD Start: 02.10.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 88 min

Evil Dead (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Mia (JANE LEVY) und ihr Bruder David (SHILOH FERNANDEZ) freuen sich auf ein paar freie Tage, die sie mit ihren Freunden Olivia (Jessica Lucas), Eric (LOU TAYLOR PUCCI) und Natalie (ELISABETH BLACKMORE) in einer entlegenen Waldhütte verbringen wollen: Doch dann entdecken die Fünf „Das Buch des Todes“ - und wecken damit düstere Dämonen. Nur einer von ihnen bleibt von den Untoten verschont und muss fortan einen erbitterten Kampf um sein Leben führen.
Remake das Klassikers "Tanz der Teufel" mit Bruce Campbell.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- SPIO JK geprüft: keine schwere Jugendgefährdung

- Tour de Force - Die intensive und kräftezehrende Entstehung des Films
- Regisseur der Toten - Regisseur Fede Alvarez' Neuentwurf eines kultigen Horrorklassikers
- Mia – Die körperliche und psychische Verwandlung in "die böse Mia"

DVD und Blu-ray | Evil Dead (Uncut)

DVD
Evil Dead (geschnittene Version) Evil Dead (geschnittene Version)
DVD Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.
Evil Dead (Uncut) Evil Dead (Uncut)
DVD Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Evil Dead (geschnittene Version) Evil Dead (geschnittene Version)
Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.
Evil Dead (Uncut) Evil Dead (Uncut)
Blu-ray Start:
02.10.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Evil Dead (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Horror in der Hütt`n - Remakes haben es schon an sich nicht gerade leicht, schließlich werden meist nur Klassiker mit einem Remake geadelt und so müssen sich die neuen Ableger immer an den Vorbildern messen lassen. Manchmal sind sie genauso gut („Texas Chainsaw Massacre“), manchmal besser („Die Mumie“), oft schlechter („Halloween“)und sehr häufig komplett überflüssig („Psycho“). Doch wie verhält es sich nun mit dem Remake von „Evil Dead“ der als „Tanz der Teufel“ auch bei uns in die Filmgeschichte einging (und sei es aufgrund der Zensurmaßnahmen) und als Karrieresprungbrett von Sam Raimi diente, der später auch Blockbuster wie „Spider-Man“ und „Die fabelhafte Welt von Oz“ inszenierte. Was ihm damals bestimmt niemand zugetraut hätte. Über das Für und Wider dieses Remakes sei hier geschwiegen, schließlich ist der Film ja schon da und eine Diskussion darüber überflüssig, da man nicht in der Zeit zurückreisen kann, um ihn eventuell zu verhindern. Der Anfang von dem Film jedenfalls lässt übles befürchten. Da wird eine Art Vorgeschichte erzählt, die so nicht unbedingt nötig ist und nur die schematische Exposition des Horrorgenres aufgreift, indem ein Film immer mit einem Schock anfangen muss (was das Original übrigens nicht tat). Schließlich werden viele der Aspekte nicht nur der Exposition später sträflicherweise nicht wieder aufgegriffen, so dass der Zuschauer da noch viele offene Fragen hat. Was alles unnötig und verzögernd wirkt. Da war das Original mit seinem direkten Einstieg besser. Dann kommt nach dem Vorspann eine gelungene, schwindelerregende Kamerafahrt, die direkt das Original zitiert und man ist voller Spannung und Vorfreude auf das was den jungen Leuten in der Hütte passieren wird. Und ja, der Film ist spannend, brutal und blutig, aber er lässt doch deutlich die Intensität, den Goregehalt und die Wildheit des Originals vermissen. Damals konnte man noch mit Talent, jugendlichem Ungestüm und Mut großartige Filme auf die Beine stellen. Man merkt dem Remake leider den Hintergrund eines größeren Hollywoodstudios an, denn das Schielen auf die Kosten und auf das Einspielergebnis ist doch einer gewissen Wildheit abträglich. So ist der Film eine Gratwanderung zwischen Originalzitaten und neuen Elementen, wobei nicht alles immer harmonisch verläuft. Der Grund für die Leute in das Haus zu gehen, ist gut durchdacht (die Heldin soll durch einen kalten Entzug gebracht werden) und damit ist auch der ganze Horrortrip eine Reise der Läuterung von inneren Dämonen und bietet eine blutige Katharsis. Aber das ist nicht alles unbedingt nötig (und entspricht der amerikanischen Ideologie, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will, auch innerhalb kurzer Zeit clean zu werden), zumindest hielt sich Raimi damals nicht lange mit so was auf. Auch die biblischen Dimensionen sind schlicht unnötig. Was auch nicht so recht passend will, sind die äußerst dürftigen Charakterisierungen, von denen eine Figur, Natalie, noch nicht einmal ansatzweise etwas abbekommt. Immerhin kann man sich an den neuen Effekten erfreuen. Vor allem das Make-Up ist sehr gelungen, aber irgendwie hat das Remake viel zu viel von „Der Exorzist“ und bemüht sich zu sehr, dem Original etwas Neues abzugewinnen. Aber damals war die nicht vorhandene Story und die fehlenden Charakterisierungen nebensächlich, sondern es ging um permanente Schocks und nervenzerreibende Spannung. Diese beiden Aspekte kann das Remake leider nicht bieten oder zumindest nicht in dem Maße wie damals. Auch die Szene mit dem Baum, ja die kommt vor, ist wie der Rest des Films erheblich braver als das Original. Obwohl auch das Remake nicht zahm ist. Aber den Kultstatus des Originals wird er wohl nicht erlangen. Dennoch kann man mehr als einen Blick erringen. Als Remake ist der Film gescheitert, als Horrorfilm für sich gelungen.

Der Ton ist satt und das Bild gut, so das da kaum Wünsche offen bleiben. Und es ist schon fast erstaunlich, das die Extras wirklich interessant sind und nicht nur die übliche Werbemasche abziehen und sich alle in gegenseitigem Lob übertreffen wollen. Letzteres kommt zwar auch mal vor, aber es geht doch vorrangig darum, wie der Film in die Welt gesetzt worden ist. Da geht es sowohl um dem Regiestil, über die Tricks, die erfreulich selten aus dem Computer stammen, über die Schauspielerführung, etc. In einem dritten Extra beleuchtet die Hauptdarstellerin anhand eines Videotagebuches die Dreharbeiten und die Maskenarbeit etc., und ermöglicht damit einen detaillierten Blick hinter die Kulissen.

Als Remake gescheitert, wird hier doch ein respektabler Horrorfilm abgeliefert. Man vermisst die Wildheit, die nervenzerreißende Spannung und den immens hohen Goregehalt des Originals, während das Remake neue Aspekte einzubauen versucht. Da wird es dann schon fast biblisch und nichts ist sonderlich harmonisch.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment