Episode 50 - DVD

DVD Start: 22.02.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 78 min

Episode 50 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

49 Episoden lang lief die beliebte Reality-Show "Paranormal Inspectors" im Fernsehen. In dieser suchen zwei Teams von Geisterjägern nach paranormalen Phänomenen. Doch nach der 50. Episode wird die Serie überraschend eingestellt. Eine offizelle Erklärung dafür gibt es nicht und die letzte Episode wird nie gezeigt. Denn was in jener besagten Episode geschah, ist unvorstellbar verstörend und sollte besser ein Geheimnis bleiben…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Audiokommentar

DVD und Blu-ray | Episode 50

DVD
Episode 50 Episode 50
DVD Start:
22.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 78 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Episode 50 Episode 50
Blu-ray Start:
22.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

DVD Kritik - Episode 50

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


Der neue Geisterfilm „Episode 50“ (der am 22. Februar 2013 veröffentlicht wird) wandelt auf ausgetretenen Pfaden. Wobei das ja an sich nicht schlecht sein muss. Schließlich machen die immer wieder kehrenden Elemente ja gerade ein Genre aus. So geht es hier wieder einmal um den Konflikt Wissenschaft versus Religion. Jede Seite will beweisen, dass es entweder Geister gibt oder eben nicht. Das wird verbunden mit einem beliebten Sujet, indem mit modernen Hilfsmitteln ausgestattete Wissenschaftler ein vermeintliches Spukhaus besuchen. Hier wird das damit verbunden, das die rational agierenden Personen ein Team sind, welche aus ihren Erlebnissen und Untersuchungsfällen eine Reality-Show für das Fernsehen macht. Bislang konnten sie alles negieren und den vermeintlichen Spuk als natürliches Ergebnis entlarven. Den Genrekonventionen folgend erleben sie nun eine Überraschung. Welche rein von der inhaltlichen Basis her dem Zuschauer nicht gegeben ist, denn vergleichbare Filme sind so alt wie der Geisterfilm selber. Auch das Thema mit der Kamerabeobachtung in Verbund mit Fernsehshows ist mittlerweile alles andere als neu. Wenn der Film spannend ist und Gänsehaut erzeugen kann, fallen aber die mangelnden inhaltlichen Neuerungen kaum ins Gewicht. Nur bekommt „Episode 50“ gerade hier ein Problem, wobei das aus zwei Gründen her resultiert. Da wäre zum einen der Stil und zum zweiten das Drehbuch. Wenn man nun den Inhalt betrachtet, kann man schnell den Eindruck gewinnen, das hier mal wieder ein Film aus der streng subjektiven Perspektive gefilmt ist wie etwa „Blair Witch Project“. Zum Glück für den Zuschauer ist das nicht der Fall. Die Kameras sind nicht statisch wie etwa in „Paranormal Activity“, sondern haben einen Freiraum und agieren in der Handlung. So bekommt der Zuschauer sowohl die Aufnahmen der Filmcrew selber zu sehen als auch „filmische“ Aufnahmen. So abwechslungsreich das auch für den Zuschauer ist, so zerfasert dabei der Stil und es kommen einige Ungereimtheiten vor. So stehen ganz offensichtlich Personen hinter der Kamera, welche mit den Charakteren zu tun haben. Das merkwürdige ist aber: sie interagieren nicht mit den Geschehnissen oder mit den Personen, was sehr unglaubhaft ist. Da hat einer der Protagonisten eine Heidenangst und der Kamermann filmt einfach weiter? Glaubwürdig ist was anderes. Durch den Mischmasch ist die ganze Angelegenheit schnell als Fake entlarvt und man nimmt den Filmemachern die ganze Konzeption nicht ab. Diese Mischung ist leider auch im Drehbuch vorhanden, welches nicht sonderlich funktioniert. Zum einen widersprechen sich die Personen immer selber. So sind etwa die Motive der Konfliktparteien identisch, nur der Glauben unterscheidet sie. Und ihre jeweilige Argumentation hätte locker jeden Geist vertrieben und ihn die ektoplasmischen Haare raufen lassen. Zudem geht einem die religiöse Tendenz zunehmend auf die Nerven. Mal abgesehen davon, dass die beiden Hauptpersonen sehr selbstgefällig sind und sich damit immer weiter vom Zuschauer entfernen. So geht auch das schlechte Finale komplett unter (was übrigens auch dem inszenatorischen Stil den Todeshieb verpasst). Die aufdringlichen religiösen Botschaften sind hier äußerst unglaubwürdig und im ganzen Film macht sich eine konservative Tendenz bemerkbar. Im Finale wird suggeriert, dass der religiöse Glaube in jedem Menschen stark ist, wenn er es nur will (und das soll in Sekunden erfolgen?). Aber auch in anderen Aspekten kommt diese konservative Tendenz zum Vorschein. So ist der verantwortliche Geist, der im Bund mit einem Dämon steht, zwar genrekonform ein wahnsinniger Mörder gewesen, der satanische Praktiken zu Lebzeiten ausführte. Aber er hatte zudem AIDS und starb daran. Der Film suggeriert damit den lockeren Lebenswandel des Akteurs, welcher zwangsläufig zu der Verdammnis führte. Das ist äußerst ärgerlich und es sind eben diese Aspekte die einem zusätzlich den Film verleiden. Somit wurde wieder einmal eine glänzende Idee verschenkt.

Der Ton und das Bild sind okay. Leider können die Soundeffekte, welche ja nun einmal für das Subgenre des Geisterfilmes existentiell sind, nicht sonderlich überzeugen. Als Extra gibt es neben den Trailer und einer kleinen Trailershow noch einen Audiokommentar. Dieser ist aber nicht sonderlich gelungen, da oft nur erzählt wird, was eh gerade im Bild zu sehen ist. Zudem hat er keine deutschen Untertitel.

Ein schlechtes Drehbuch vermischt sich mit einem uneinheitlichen Stil, was dem Film jede Spannung raubt. Der Stil kann sich nicht entscheiden und das Drehbuch hat eine starke konservative und religiöse Tendenz, was entfremden kann. Zudem widersprechen sich die Figuren andauernd selber.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film