Engel mit schmutzigen Flügeln - DVD

DVD Start: 24.09.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Michaela (Mira Gittner), Gabriela (Marina Anna Eich) und Lucy (Antje Nikola Mönning) sind Engel des Lasters. Auf ihren Motorrädern durchstreifen sie die Lande, um ihre Lust zu leben. Sie könnten viel sehen, aber sie sehen nur sich. Sie nennen sich selbst Engel. Aber es sind Engel mit schmutzigen Flügeln.

Um ganz ins Exil-Paradies der Engel aufgenommen zu werden, muss Lucy erst noch vor sich und den anderen bestehen.

Der neue Film von Roland Reber und Mira Gittner ist eine Hymne auf die Unmoral. Ein Hohelied des Egoismus und eine schmerzhafte Studie über unsere Zeit und eine Generation, die sich ihre Gefühle leiht.

„Nur kastrierte Engel brauchen Moral."

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Interviews, Musik aus dem Film, Eindrücke aus der Kinotour

Video on demand - Engel mit schmutzigen Flügeln

DVD und Blu-ray | Engel mit schmutzigen Flügeln

DVD
Engel mit schmutzigen Flügeln Engel mit schmutzigen Flügeln
DVD Start:
24.09.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Engel mit schmutzigen Flügeln

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Provokant und perfide, aber genau so gewollt, ist dieses Werk aus der leicht geschürzten Münchener WTP International - Schmiede: Der „Skandalstreifen“ fokussiert drei junge Frauen Michaela (Mira Gittner), Gabriela (Marina Anna Eich) und Lucy (Antje Nikola Mönning), die auf ihren schweren Bikes durch die bajuwarische Provinz düsen, um ihren zynischen und Egoismus, vor allem aber die Lust, exponiert in Gestalt von Nicola Mönning. Sie bezeichnen sich selbst als „Engel“, agieren jedoch wie der Club der kleinen Teufelinnen, eben Gottesgesandte mit rabenschwarzem Flügelgefieder. Lucy hat es noch nicht als Vollmitglied in die sinstre Walhalla, ins Exil-Paradies der Gottesbotinnen geschafft. Also muß sie sich sehr harten Tatsachen und nackten Prüfungen unterziehen, insbesondere aber erduldet sie stoisch die sarkastischen Kommentare ihrer beiden Gefährtinnen. Was folgt, sind erotische, obsessive Trips in den Hades der menschlichen Seele, falls man überhaupt davon reden darf. Drei Damen - null Moral. Aber die Hölle sind wir selbst, wie Sartre einstens sagte. Denn Lucy könnte sich nicht ausleben, wenn beispielsweise kein Bedarf im „Club“ bestünde. Antje Mönning (31) gibt diese alles auslebende, alles outrierende Lucy, ohne Scham und Scheu, Der kleine Rotschopf ist einem breiteren Publikum eher als „Nonne Jenny“ in der ARD-Serie „Um Himmels Willen“ bekannt. Sie hat neben ihrer Rolle der Lucy auch koproduziert. Die bewährte Mira Gittner war neben ihrer Rolle als Michaela für die Kamera und den Schnitt verantwortlich. Da diverse Szenen mit den Motorrädern auf der Straße spielen, kam es dem Münchener wtp-Team mehr als recht, dass just beim Dreh die neue B 17 bei Landsberg schon fast fertig gestellt, aber noch nicht für den Verkehr freigegeben worden war. Das Straßenbauamt erteilte die Drehgenehmigung, und so konnte das Team dort filmen. Ein seltenes Glückfür die sonst so aufwendigen Szenen auf verwaisten Straßen.

Reber hat abermals mit seinen Mädels, Marina Anna Eich, die neben ihrer Rolle als Gabriela auch die Produktion übernahm, und Mira Gittner, die sowohl vor der Kamera, als Michaela, als auch hinter der Kamera stand, ein sehr provokantes Filmchen gedreht.. Es sind die ironischen Aphorismen, die mehr berühren, als irgendwelche nackten Tatsachen, die wiederum schon im Vorfeld katholische Gemüter erhitzten. Es ist „Engel mit schmutzigen Flügeln“ deutlich anzusehen, dass Reber aus dem Theater-Universum stammt, lange Einstellungen, ruhige Schnitte, getragene Dialoge. Und was dieses modifizierte Opus Pistorum überdies sehenswert gestaltet, ist der persiflierende und auch gleichzeitig sehr dezidierte Score. Gleichwohl spaltet auch diese Produktion Kritiker und Publikum in zwei kontrahierende Lager. Wie immer eben. Was diesmal jedoch sehr überrascht, ist die Zusammenstellung des Soundtracks, der die teilweise unbeholfene wie sympathische Szenerie brillant unterlegt.


by Jean Lüdeke
Bilder © WVG Medien




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