Endgame - DVD

DVD Start: 19.03.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 109 min

Endgame DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Südafrika, Ende der 1980er Jahre: Der afrikanische Nationale Kongress (ANC) führt einen bewaffneten Kampf gegen die vorherrschende Rassentrennung. Präsident P.W. Botha klammert sich an die letzten Fäden der Macht. Das Land steht vor dem blutigen Aufstand.
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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: S.A.D. Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial:
Bildergalerie, Trailershow, Interviews mit Cast und Crew

DVD und Blu-ray | Endgame

DVD
Endgame Endgame
DVD Start:
19.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Endgame Endgame
Blu-ray Start:
19.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.

DVD Kritik - Endgame

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Die Lage in Südafrika ist in den 1980ern angespannt. Der ANC unter Führung von Nelson Mandela (Clarke Peters), welcher im Gefängnis sitzt, und Thabo Mbeki (Chiwetel Ejiofor) kämpft gegen die Apartheid und den weißen Präsidenten Botha (Timothy West) an. Der junge britische Unternehmer Michael Young (Jonny Lee Miller) möchte, um seine Geschäfte zu sichern, vermitteln. So bringt er Mbeki, Professor Esterhuyse (William Hurt) als Vertreter der Buren und einige andere in England an einen Konferenztisch. In der Zwischenzeit laufen die Intrigen und Kämpfe in Südafrika auf Hochtouren...

Angesichts der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika nutzen viele Medien die Gelegenheit, mal einen genaueren Blick auf dieses Land und seine bewegte Geschichte zu werfen. Ein Politikthriller rund um Mandela, Mbeki und Co bietet sich dafür besonders an. Regisseur Pete Travis versuchte mit „Endgame“ genau ein solches Projekt zu realisieren. Dementsprechend finden sich jede Menge historischer und aktueller wichtiger Personen in diesem Film. Das kann eine Chance sein, denn große Namen ziehen großes Publikum an. Es kann aber auch eine Bürde sein, denn große Namen schaffen ebenso große Erwartungen. Ein Mandela will eben gut inszeniert sein, schließlich gehört er zu den schillerndsten und beliebtesten Menschen der Weltgeschichte. Leider scheiterte Travis an dieser Hürde. Zwar versucht jeder Schauspieler, das Beste aus seiner Rolle zu holen und leistet eine gute Arbeit, doch das Drehbuch verhindert mit schwachen Ausarbeitungen, dass auch nur eine der Charaktere wirklich tiefer gezeichnet ist. So bleiben Mandela, Mbeki und wie sie alle heißen nichts als austauschbare Schablonen, deren Handeln ebenso simpel wie vorhersehbar ist.
Dünne Dialoge und misslungene Versuche, politische Reden zu verfassen, tragen ihr Übriges dazu bei, aus „Endgame“ ein eher gescheitertes Projekt zu machen. Zu allem Unglück wartet auch die Inszenierung mit einigen Schwächen auf, über weite Strecke passiert zu wenig, der Funke möchte nicht überspringen. Das Gefühl einer fiebrigen, angespannten Situation in Südafrika möchte nicht entstehen. Das haben Filme wie „Der Baader Meinhof Komplex“ schon wesentlich besser gemacht. Lediglich stellenweise kommt etwas mehr Tempo auf und die DVD offenbart, dass sie zumindest etwas Inhalt hat.
Insgesamt wird es daher zwar nicht langweilig, aber genauso wenig spannend oder gar mitreißend. Mehr Geschwindigkeit, mehr Protestszenen und vielleicht weniger prominente Akteure hätten dem Film gut getan.

Die zur Verfügung gestellte DVD war ein Pressedruck, dem weder Menü noch Extras beilagen. Da es sich ergo um keinen finalen Druck handelte, entfällt hier die Wertung für Bild, Ton und Bonusmaterial.

Fazit
Ein eher durchschnittlicher Politthriller, der sich an berühmten Figuren die Zähne ausbeißt und in Konsequenz auch zahnlos die Grundstimmung Südafrikas in den 80ern inszeniert.

Hintergrund: Der African National Congress (ANC)
Der ANC ist die Partei, die wohl am stärksten mit der südafrikanischen Geschichte verbunden ist. Bereits in den 1920er Jahren gegründet, entwickelte er sich zum führenden Interessensvertreter für die Schwarzen in dem von Weißen regierten Land. Zu Zeiten der Apartheid nahm er den bewaffneten, aber auch friedlichen Kampf gegen das rassistische Regime auf. Seine größte Führungsfigur ist Nelson Mandela, der eine Art Gandhi Südafrikas ist. Nach dem Sieg der Demokratie und den ersten freien Wahlen wurde er Präsident. Seit dem stellt unangefochten der ANC die Präsidenten Südafrikas (Mandela, Mbeki, Zuma) – und zwar demokratisch gewählt, auch wenn in jüngster Zeit der Ruf der Partei aufgrund verschiedenster Vorwürfe vor allem gegen den amtierenden Präsidenten Zuma.

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by Bastian Gabrielli
Bilder © S.A.D. Home Entertainment





DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Ein Land brodelt gewaltig, nämlich Südafrika 1985: Nur mit brachialer Gewalt kann die rassistische Regierung politisches Aufbegehren und Unruhen im Zaume halten: Und Alex Thomas, (Cuba Gooding Jr.) Special-Agent des Secret Services, ist für die Sicherheit des mächtigsten Mannes der Welt verantwortlich. Doch auch er kann den tödlichen Anschlag auf den US-Präsidenten nicht verhindern. Voller Schuldgefühle kündigt er seinen Job und verfällt in Hoffnungslosigkeit. Die Reporterin Kate Crawford (Angie Harmon) erkennt, dass wesentlich hinter allem steckt, als nur dieser eine Anschlag. Gemeinsam versucht sie nun mit dem Ex-Agenten die Verschwörung rund um die Regierung aufzuklären. Ein ungesundes Unterfangen, wie sich bald herausstellen soll. Keine Frage, Endgame ist ein Dramenthriller der etwas nüchternen Art, analytisch, klar, stilistisch eher mit dokumentarischen Elementen behaftet. Wer pyromanische Ballerei erwartet, sitzt hier vor dem falschen Film.

Die Politik der konsequenten Rassentrennung wurde nach Gründung der Südafrikanischen Union im Jahre 1910 durch fragwürdige Gesetze initiiert, die alle die Rechte der schwarzen Bevölkerungsmehrheit immer weiter beschnitten. Der "Mines and Works Act" von 1911 verpflichtete Schwarze zum Beispiel, ausschließlich niedere Arbeiten zu verrichten und garantierte damit die Verfügbarkeit billiger Arbeitskräfte. Der "Native Land Act" von 1913 erklärte 7,3 % der Fläche Südafrikas zu Reservationen für Schwarze und verbot ihnen, außerhalb dieser Territorien Land zu kaufen Apartheidpolitik heißt die absolute soziale Trennung von weißer, farbiger und schwarzer Bevölkerung in Südafrika. In ihrer institutionalisierten Form dauerte sie von 1948 bis in die neunziger. Die Apartheidgesetzgebung teilte die Bevölkerung in drei große Gruppen ein, die als Rassen bezeichnet wurden: Weiße, Farbige (Menschen gemischter Abstammung) und Schwarze. Später wurde diese Einteilung um Asiaten bzw. Inder und Pakistanis auf vier Kategorien erweitert. Bei der Umsetzung der Apartheidpolitik unterschied man zwischen Kleiner Apartheid unter der die mit 1910 einsetzenden politische Reglementierungen zur Diskriminierung und Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung verstanden wurden, und Großer Apartheid, die Mitte der 80er Jahre einsetzte und an die Stelle der Kleinen Apartheid trat. Am 16. Juni 1976 boykottierten Schüler in Soweto den Unterricht. Mit diesem em Boykott begann der Aufstand in Soweto. Durch brutale Polizeieinsätze verloren in wenigen Tagen 500 bis 1.000 Schwarze ihr Leben.

by Jean Lüdeke