Enders Game - Das große Spiel - DVD

DVD Start: 06.03.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 110 min

Enders Game - Das große Spiel DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

9,99 € jetzt kaufen
7,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

In einer Welt der Zukunft, in der die Erde von Aliens bedroht wird, sucht das internationale Militär verzweifelt nach einem militärischen Genie, dem es gelingen kann, die überlegene Flotte des übermächtigen Gegners zu besiegen. Dazu rekrutiert Commander Mazer Rackham (Ben Kingsley) potentielle Kandidaten bereits im Kindesalter, um sie in einer Militärschule im All isoliert auf den Kampf gegen die Außerirdischen vorzubereiten. Trainiert werden die Kinder vom hochdekorierten Colonel Hyrum Graff (Harrison Ford), der immer auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für den legendären Commander Mazer Rackham ist.

Unter den Kindern ist auch Andrew "Ender" Wiggin (Asa Butterfield), ein ganz normaler Junge. Schon in kürzester Zeit meistert er die kompliziertesten und schwierigsten Aufgaben im Kampfsimulator und beweist großes strategisches Geschick. Plötzlich ruhen alle Hoffnungen auf die Rettung der Erde auf den Schultern dieses schüchternen und verschlossenen Jungen, der sich nichts sehnlicher wünscht als eine normale Kindheit. Wird die Rechnung des Militärs aufgehen? Oder wird das Kind unter der Last des Drills, der Einsamkeit und der Verantwortung zerbrechen?

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Die Entstehung von Enders Welt (ca. 2,5 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 6 Min.), Interviews (ca. 33 Min.), Originaltrailer Deutsch (ca. 1,5 Min.), Originaltrailer Englisch (ca. 1,5 Min.)

DVD und Blu-ray | Enders Game - Das große Spiel

DVD
Enders Game - Das große Spiel Enders Game - Das große Spiel
DVD Start:
06.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Enders Game - Das große Spiel Enders Game - Das große Spiel
Blu-ray Start:
06.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

DVD Kritik - Enders Game - Das große Spiel

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Kriegsspiele - „Ender`s Game“ basiert auf einem Roman von Orson Scott Card, der in den letzten Jahren aufgrund seiner äußerst reaktionären Einstellung aufgefallen ist. Aber der Roman ist schon ziemlich alt und erst jetzt gibt es eine Verfilmung, da die Technik für die Umsetzung existiert. Aber allein für diesen Film und seine Spezialeffekte hat man an die drei Jahre gebraucht. Was ihm anzusehen ist, denn optisch ist der Streifen mehr als gelungen und kann einem oftmals den Atem rauben. Visuell ist er absolute Oberklasse, wobei er gar nicht mal fremde Welten entwirft, wie etwa „Avatar“, sondern im Gewand eines Science-Fiction-Filmes eher realistisch daherkommt, wenn virtuelle Spiele, ein Trainingsraum mit Schwerelosigkeit und realistische Raumschiffe gezeigt werden. Inhaltlich allerdings hat der Film seine Schwächen und man mag sich wundern, warum schon damals nicht der reaktionäre Einfluss des Autors aufgefallen ist, denn so manche Stellen sind eindeutig faschistisch geraten. Da wird eine ganze Rasse in einem Präventivkrieg ausgelöscht und nur in den letzten zehn Minuten wurde noch schnell ein emotionales Ende angehängt, welches nicht nur ein Sequel erlauben, welches aufgrund des mäßigen Einspielergebnisses wohl fraglich ist, sondern vor allem die reaktionäre Gesinnung aufheben soll. Das ist aber nicht mehr zu retten, da der ganze Film einzig und allein davon handelt, wie ein Junge in einer gnadenlosen Militärakademie zu einem Befehlshaber herangezogen wird, damit er einen Krieg gegen ein außerirdisches Volk führen kann. Das hat viel von „Full Metal Jacket“ ohne jemals das Militär zu kritisieren oder die Unmenschlichkeit des Systems vor Augen zu führen. Wenn es Gegenspieler gibt, dann sind es andere Kadetten die ebenso ehrgeizig sind wie Ender und die noch übertrumpft werden müssen. Das System wird also nicht in Frage gestellt, sondern nur eine Hohelied auf die individuelle Leistung gesungen. Egal ob es nun auf Kosten von Emotionen oder der Menschlichkeit geht. Jeder ist seines Glückes Schmied. Willkommen im amerikanischen Denken. Aber wenn schon keine Kritik wie weiland bei Stanley Kubrick, gibt es dann wenigstens satirische Einschläge wie bei „Starship Troopers“? Nein, leider nicht. Der Film nimmt sich ernst und selbst der skrupellose und zynische Colonel ist nicht nur für den Helden eine Vaterfigur sondern auch für den Zuschauer. Schließlich wird er von Harrison Ford gespielt und hat somit von Beginn an Sympathie. Und er scheint mit seiner Paranoia ja auch Recht zu haben. Am Anfang des Films kann man noch eine interessante Huldigung an die Nerds feststellen. Wer wie gut in einem Videospiel abschneidet qualifiziert sich für die Militärakademie und vieles des späteren Trainings findet virtuell statt. Da gelingt dem Film im Finale durchaus ein kritischer Aspekt wenn die virtuelle Kriegsführung auf die Spitze getrieben wird, wobei das Ende dann scheinheilig ist, da sich „Ender`s Game“ die ganze Zeit über derselben Elemente bedient hat. Krieg als Spiel und Spiel als Krieg. Ein Ego-Shooter als Auswahlkriterium und Drohnen im Einsatz, so das Blut und Dreck und Tod weit weg von dem Steuernden sind. Befinden wir uns noch im Science-Fiction-Genre? Weiterhin ist es sehr bedenklich, das die Helden allesamt Kinder oder am Beginn des Teenageralters stehen. Man holt zwar sein Zielpublikum dort ab wo sie sich im Alter und in der Wirklichkeit befinden (Videospiele; schulischer Konkurrenzkampf) und werden damit in ihrem eigenen Potential gestärkt, aber das ausgerechnet Kinder hier Soldaten sind, ist moralisch äußerst zweifelhaft. Ein afrikanisches Publikum würde die Macher wohl mit Macheten in Stücke hauen. Aber vielleicht darf man bei dem Film einfach nicht sonderlich nachdenken und sich einfach von dem visuellen Aspekt beeindrucken lassen. Andererseits ist das transportierte Gedankengut einfach zu gefährlich.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und lassen keine Wünsche offen. Die Extras sind dann aber ziemlich mau ausgefallen: das Making Of ist nichts anderes als ein überlanger Trailer und der Blick hinter die Kulissen ist typisch, kann aber mehr Einblicke in die Entstehung liefern als das Making Of. Neben dem Trailer und einer Trailershow gibt es dann noch Interviews die mit dem Eigenlob sehr typisch ausgefallen sind.

Visuell äußerst beeindruckend, aber moralisch mehr als zweifelhaft. Zwar wird das jugendliche Publikum in der Alltagsrealität abgeholt, aber das versteckte Gedankengut ist militaristisch, reaktionär bis hin zum Faschismus.

7,99 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film