El Gringo (Uncut) - DVD

DVD Start: 07.02.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 95 min

El Gringo (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

'The Man' ist mit zwei Millionen Dollar auf der Flucht. Er strandet in einem verschlafenen Dorf in Mexiko. Schon nach kurzer Zeit werden die Schurken der Stadt auf ihn aufmerksam und versuchen alles, um an das Geld zu kommen. Doch 'The Man' weiß sich zu wehren. Aber er bekommt es nicht nur mit den Banditen zu tun. Die korrupte Polizei sowie ein Cop aus L.A. sind ebenfalls hinter ihm her.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Making Of

DVD und Blu-ray | El Gringo (Uncut)

DVD
El Gringo (Uncut) El Gringo (Uncut)
DVD Start:
07.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
El Gringo (Uncut) El Gringo (Uncut)
Blu-ray Start:
07.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.
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Blu-ray Start:
07.02.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - El Gringo (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Den Einfluss bestimmter Regisseure kann man allein schon daran messen, wie oft deren Stil kopiert wird. Da kann man nur hoffen, dass zumindest die Zitate sehr unterhaltsam sind und nicht zu einer einzigen selbstgenügsamen Spielerei werden. Man ahnt es jetzt wahrscheinlich schon, von welchen Regisseuren hier die Rede ist: ja es sind wieder einmal Quentin Tarantino und vor allem Robert Rodriguez. „El Gringo“ ist ein Neo-Western, der eine moderne Actionstory in einem Setting erzählt, wie sie auch in jedem Western hätte vorkommen können. Ein Fremder kommt in eine Grenzstadt und befindet sich nur auf der Durchreise. Aber er legt sich mit den ansässigen Gangstern an und verguckt sich in ein Saloonmädchen. Bevor er weiterziehen kann, wird dann erst einmal kräftig aufgeräumt. Das ist im Groben und Ganzen der Kern der Story und sieht nicht nur inhaltlich wie ein Western aus. Aber vor allem wird man gleich mehrfach an den Film „Desperado“ von Robert Rodriguez erinnert. Ist es da wirklich nur ein Zufall, dass der Regisseur von „El Gringo“ ebenfalls den Nachnamen Rodriguez (aber den Vornamen Eduardo) trägt?
Wahrscheinlich. Auch wenn der Film eindeutig auf schon befahrenen Strecken fährt, macht er doch Laune und hat einige sehr gute Einfälle. Allein schon die beiden Running Gags mit dem Glas Wasser und dem abfahrenden Bus haben es in sich. Aber es kommen auch immer wieder dieselben Figuren vor, die auf Dauer einen Running Gag bilden. Da wären der schlaue Hund, der sich immer verzieht, wenn es brenzlig wird oder die mehrfachen Versuche der attraktiven Diebin, dem Helden die Tasche mit dem Geld zu entwenden. Stilkopierend (und überflüssigerweise) werden immer wieder die Namen einzelner Figuren eingeblendet, aber auf viele Zeitebenen, also Rückblenden, wird verzichtet. Und für eine Verschachtelung der Story ist der Film eh zu geradlinig. Was ihm aber gut tut und nicht auf eine Quasi-Anspruchsvolle Ebene versetzt. „El Gringo“ ist zwar nicht weit von einer Kopie entfernt, kann aber doch eigene Akzente setzen und ist für einen Low-Budget-Film sehr gelungen. Zwar hat den Film Star-Produzent Joel Silver („Sherlock Holmes“, „Matrix“) produziert, was man zumindest an der Ausstattung und den Effekten sieht, aber an den Darstellern wurde das Geld wieder reingeholt. Auch ist die Häufigkeit von Schießereien auffällig niedrig. Die aber an sich sehr gelungen und recht hart ausgefallen sind. Ja, der Film ist eher was für Testosteron, macht aber Laune. Die Running Gags, wie gesagt, sind gelungen und zahlreich, die Gags sehr gut (und werden stellenweise gut in die Handlung eingebaut, wie etwa der Hutfetischismus eines Bösewichts), die Darsteller akzeptabel, die Frauen sind heiß und die Sprüche gelungen. Neben der klasse Action gibt es noch einige Twists in der Handlung, so dass man diese kostengünstige Mischung aus „Für eine Handvoll Dollar“ und „Desperado“ durchaus ansehen kann. Das ist natürlich kein Meisterwerk, sorgt aber immerhin für gelungene Kurzweil.

Der Ton ist erstklassig und auch das Bild kann mit seiner sehr guten Qualität punkten. Daneben bleiben die Extras allerdings sehr blass. Zu dem Trailer gibt es noch ein Behind the Scenes, welches leider sehr werbelastig ausgefallen ist.

Diese billige Mischung aus sehr viel „Desperado“ und ein bisschen „Für eine Handvoll Dollar“ hat einige sehr schöne Ideen und eine gute Action, wenngleich der Stil sehr eindeutig auf den Spuren von Tarantino und Rodriguez wandelt. Das macht ihn etwas verwechselbar, aber bietet eine schöne Kurzweil.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sunfilm Entertainment