Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray) - DVD

DVD Start: 15.03.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 103 min

Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Kriegsveteran „Jack“ Burns (Kirk Douglas) gehört als freiheitsliebender Gelegenheitscowboy im Amerika der 1960er Jahre zu einer aussterbenden Gattung. Als er sich für seinen alten Freund Bondi ins Gefängnis sperren lässt, um gemeinsam mit jenem wieder auszubrechen, setzt er eine verhängnisvolle Ereigniskette in Gang, an deren Ende seine spektakuläre Flucht steht: Auf seinem Pferd Whiskey flieht er vor der in Jeeps und Helikoptern anrückenden Staatsgewalt.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Featurette „Einsam sind die Tapferen – Ein Tribut“ mit Steven Spielberg, Gena Rowlands, Kirk und Michael Douglas (ca. 19 Minuten), Featurette „Die Musik von Einsam sind die Tapferen“ mit Komponist Jerry Goldsmith, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray)

DVD
Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray) Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray)
DVD Start:
15.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 103 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Einsam sind die Tapferen (Masterpieces of Cinema Collection 02) (+ Blu-ray)

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Nachdem wir uns durch die erste Einstellung des Films in einem klassischen Western mit dem einzigartigen Kirk Douglas wähnen, durchkreuzt ein Flugzeug am Himmel unsere Vorstellungen abrupt und serviert uns direkt das Hauptthema des Films. Auf der einen Seite steht der Einzelgänger Jack Bruns, der von modernen Leben mit all seinen bürokratischen Stolperfallen, Beschränkungen und technischen Errungenschaften nichts zu tun haben möchte und auf der anderen Seite der unaufhaltsame Fortschritt unserer Gesellschaft, der auf diejenigen keine Rücksicht nimmt, die diesen Weg nicht mitgehen wollen.

Als Jack im Gefängnis landet und seine Freiheit bedroht sieht, bricht er aus und eine gnadenlose Verfolgungsjagd zwischen dem eigenwilligen Retro-Cowboy und der Vertretern der weltlichen Justiz beginnt.
Dieser Film von 1962 ist in sehr ruhigen Bildern gedreht und verlangt dem Zuschauer kognitive Eigenleistung ab, damit sich der geistige Nährwert zu erkennen gibt. Wer auf einen klassischen Action-Thriller hofft wird schnell merken, dass sich die Actionkomponente auf ein Minimum reduziert und die Spannung eher unterschwellig aufgebaut wird, indem ein autonomes Individuum und unsere wandelbare Gesellschaftsentwicklung als Kontraste gegenübergestellt werden. Dazu kommt die Angst des Cowboys, die man mit einem entsprechend ausgeprägten Empathievermögen greifbar spüren kann.
Der Film beginnt in ruhigen Tönen und dies ändert sich auch bis zur Hälfte nicht. Danach wird das Tempo etwas angezogen und das Ende sorgt für eine nachhaltige Wirkung beim Zuschauer. Auch wenn sich im Mittelteil ein paar Längen einschleichen, vergeht die Zeit recht schnell, da der Film bzgl. der Handlung keine Umwege geht und sich die Schlinge um den Hals der Hauptperson immer enger zuzieht.

„Einsam sind die Tapferen“ ist sehr schön gefilmt, was sich besonders in der Verfolgungssequenz in der kahlen Berglandschaft bemerkbar macht. Das Drehbuch ist zwar in Puncto Erzählstruktur etwas Lahm, dafür werden wir mit tollen Dialoge und zwei hervorragen Hauptdarstellern etwas entschädigt. Kirk Douglas ist wie immer omnipräsent, obwohl er sich eigentlich nur selber spielen muss und der ebenso großartige Walter Matthau ist als hin-und-her-gerissener Sheriff wie immer überzeugend.

Was Sergio Leone in seinem Meisterwerk „Spiel mir das Lied vom Tod“ versteckt andeutete, tritt in diesem Film offensichtlicher zu Tage. Das Ende des Westerns mit seinen scheinbar unendlichen Möglichkeiten zugunsten einer modernen Welt mit abgesteckten Grenzen und einem uneinsehbaren Verwaltungsapparat, die auf Einzelschicksale keinen Rücksicht nimmt (nehmen kann).

Die Bild- und Tonqualität ist in Anbetracht des Filmalters als gut zu bewerten und auch die Extras bieten einige Interessante Hintergrundinformationen.

Fazit: Gesellschaftskritischer Abschluss mit der Ära des klassischen Westernfilms.

by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment