Eine ganz heiße Nummer - DVD

DVD Start: 18.05.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 96 min

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Inhalt

Eine kleine Dorfgemeinschaft mitten im Bayerischen Wald. Der Geist der katholischen Kirche ist zwar allgegenwärtig, dafür mangelt es seit Schließung der Glashütte an wirtschaftlicher Perspektive. Der kleine Lebensmittelladen von Waltraud (GISELA SCHNEEBERGER), Maria (BETTINA MITTENDORFER), und Lena (ROSALIE THOMASS) steht vor der Pleite. Die Nachbarn fahren lieber in die nächste Stadt zu Aldi, in vier Wochen läuft der Kredit ab. Da erhält Maria einen schmutzigen Anruf. Der Kerl ist offenbar falsch verbunden, doch der peinliche Zwischenfall bringt Maria auf eine geniale Idee: ein erotischer Telefonservice - im erzkatholischen Marienzell eine echte Marktlücke. Mit selbstgedruckten Handzetteln und dem Slogan "Das Allerbeste aus unserer Heimat" werben die drei für ihre "ganz heiße Nummer". Nach ersten Anlaufschwierigkeiten - Was sagt man denn da so...? - machen Maria, Waltraud und Lena als "Maja", "Sarah" und "Lolita" Furore. Der hochnäsigen Bürgermeistergattin (MONIKA GRUBER) kommt das neue Selbstbewusstsein ihrer Nachbarinnen jedoch höchst verdächtig vor. Sie beschattet das Trio - und beschwört einen Skandal herauf...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of
- Featurettes
- Interviews mit Cast & Crew

DVD und Blu-ray | Eine ganz heiße Nummer

DVD
Eine ganz heiße Nummer Eine ganz heiße Nummer
DVD Start:
18.05.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Eine ganz heiße Nummer Eine ganz heiße Nummer
Blu-ray Start:
18.05.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Eine ganz heiße Nummer

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Waltraud (Gisela Schneeberger), Maria (Bettina Mittendorfer) und Lena (Rosalie Thomass) sind drei Frauen unterschiedlichen Alters die in einem Dorf im bayerischen Wald gemeinsam einen Lebensmittelladen betreiben. Obwohl ihnen der Job viel Freude bereitet, bleibt leider die Kundschaft aus, da sich die Dorfbewohner immer häufiger dafür entscheiden, ihre Einkäufe in einem Supermarkt in der nächst größeren Stadt zu tätigen. So natürlich auch Gerti (Monika Gruber), die arrogante Gattin des Bürgermeisters, die gerne einmal durchblicken lässt, wie wenig sie von den dreien hält. Nachdem das Haltbarkeitsdatum der Ware im Dorfladen langsam aber sicher abläuft und den drei Frauen zudem auch noch ein Kredit gekündigt wird, sind sie sich einig: ein Plan muss her, um aus dieser Situation heraus zu kommen. Doch wie schafft man es, möglichst schnell, möglichst viel Geld zu verdienen? Durch einen Tipp von Heilpraktiker Bernhard (Felix Hellmann), der Marias Vater pflegt, und einen Anrufer, der falsch verbunden war, kommt diese auf eine verrückte Idee. Warum nicht einen erotischen Telefonservice anbieten? So etwas ist im erzkatholischen Bayern ja schließlich Mangelware. Waltraud und Lena stehen dem Ganzen eher skeptisch gegenüber, schließlich gehören sich derartige Dinge nicht. Vor allem die gläubige Lena nimmt sich Pfarrer Gandls (Sigi Zimmerschied) Drohung „Gott sieht alles!“ zu Herzen und verbringt viel Zeit in der Kirche, wo sie versucht, von Gott einen Hinweis zu erhalten, ob ihr Weg, die Schulden zurück zu zahlen, denn akzeptabel sei. Letzten Endes lassen sich beide überzeugen. Die Idee jedoch, deren Umsetzung zuerst so einfach klang erweist sich problematischer als die Damen dachten. Denn woher soll man wissen, was die „Kunden“ gerne hören möchten? Die ersten Versuche gehen gründlich schief, deswegen wird ein Ausflug in einen Sexshop beschlossen, um gründliche Informationen zu sammeln. Nach einigen Trainingseinheiten werden dann tatsächlich Erfolge sichtbar – vor allem in Form von überraschend hohen Einnahmen.

„Eine ganz heiße Nummer“ besteht zu einem sehr großen Teil aus überspitzten Darstellungen und Klischees bezüglich des bayerischen Dorflebens. Das reicht vom Pfarrer, der das Opfergeld in die eigene Tasche steckt, stets mit moralischen Leitfäden um sich schmeißt und Lena täglich dazu nötigt, zur Beichte zu gehen bis zum naiven Verhalten von Lena selbst, die hofft, in der Großstadt glücklich zu werden und all das Gute nicht sieht, das ihr das eigene Dorf bereits bietet. Vor allem gehört aber auch die Schlussszene, in der eine wütende, mit Fackeln bewaffnete Meute, die drei „Sünderinnen“ verfolgt und beschimpft, zu den Dingen, die den Film amüsant machen. „Eine ganz heiße Nummer“ ist sicherlich nicht nur für Leute aus Bayern interessant, obwohl das Verständnis für alle, die des bayerischen Dialekts nicht mächtig sind, stellenweise nicht ganz gewährleistet ist. Monika Gruber spielt die Rolle der Antagonistin sehr überzeugend und auch Gisela Schneeberger, Bettina Mittendorfer und Rosalie Thomass stellen die Probleme ihrer jeweiligen Generation und den unterschiedlichen Umgang mit ihrer neuen Tätigkeit gut dar. Gegen Ende hin werden die Pointen teilweise etwas makaber und besonders im Falle des verstorbenen Vaters hätte man sich wohl das eine oder andere sparen können. Ansonsten bietet der Film einiges an Sprachwitz und Situationskomik. Das Bonusmaterial enthält, neben dem recht seltsam anmutenden Song „Chicken Yogis Chicken Yoga“ interessante Featurettes mit dem Regisseur, den Hauptdarstellerinnen und der Autorin Andrea Sixt sowie ein Making Of. In den Featurettes wird schnell klar, wie schwer es für die Schauspielerinnen war, in ihre Rollen zu schlüpfen und selbst Andrea Sixt gibt zu, dass sie die Arbeit an der Romanvorlage für „Eine ganz heiße Nummer“ häufig unterbrochen hat, da ihr das Thema unangenehm war. Stellenweise hatte sie sogar überlegt, die Geschichte aufzugeben.

Alles in Allem ist „Eine ganz heiße Nummer“ zwar überzogen und bestimmt nicht für jede Zuschauergruppe geeignet. Trotzdem ist er sympathisch, nett anzusehen und sorgt vor allem in der ersten Hälfte für einige Lacher.

by Lisa Hossann
Bilder © Universum Film