Eine Karte der Klänge von Tokio - DVD

DVD Start: 29.10.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 103 min

Eine Karte der Klänge von Tokio DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung in krassem Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: Sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt tagsüber auch gelegentlich Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater ihrem Geliebten, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López). Doch statt David wie vereinbart schnell aus dem Weg zu räumen, verliebt sich die Killerin in ihr potentielles Opfer und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem Fremden ein. Ein Toningenieur, beseelt von den Klängen Tokios und fasziniert von der geheimnisvollen Ryu, wird Zeuge einer Liebesgeschichte, die jenseits aller Regeln ihren Lauf nimmt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of
- Deleted Scenes
- Videotagebuch
- Trailer
(Laufzeit Extras: ca. 60 Min.)

DVD und Blu-ray | Eine Karte der Klänge von Tokio

DVD
Eine Karte der Klänge von Tokio Eine Karte der Klänge von Tokio
DVD Start:
29.10.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

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Blu-ray
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DVD Kritik - Eine Karte der Klänge von Tokio

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Eine anspruchsvolle, melancholische Filmperle mit der sensationellen Rinko Kikuchi in der Hauptrolle.
Zum Inhalt:
Die verschlossene Ryu (Rinko Kikuchi) arbeitetet nachts auf dem Fischmarkt und freundet sich mit einem älteren Toningenieur (Min Tanaka) an, der alle möglichen Klänge von Tokio einfängt, um diese dann an Filmstudios zu verkaufen. Die Beiden treffen sich meistens zum Essen und reden dabei kaum, wenn dann sagen sie nur das Nötigste und der Toningenieur versucht herauszufinden wer die geheimnisvolle Ryu wirklich ist. Was der alte Mann nicht ahnt ist, dass Ryu auch als Auftragskillerin arbeitet und ihr nächstes Opfer soll der Weinhändler David (Sergi Lopez) werden. Der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara nimmt Kontakt mit Ryu auf, da sich Nagars Tochter das Leben genommen hat und der Vater, David die Schuld am Tod seiner Tochter gibt, will er den Weinhändler nun tot sehen. Beim observieren von David kommt es anders als die scheinbar kühle Ryu es vorhatte. Sie findet David interessant und verliebt sich in ihr potentielles Opfer und die beiden erleben einige aufregende Tage bis der Auftraggeber David endlich tot sehen möchte und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Ich wusste so gut wie gar nichts über dieses wunderschöne Werk außer das Rinko Kikuchi dabei ist und diese hatte schon einen nachhaltigen Eindruck, in dem Film „Babel“ mit Brad Pitt, auf mich gemacht. Hätte ich mich vorher etwas schlau gemacht und gewusst das Isabel Coixet die Regisseurin ist hätte ich mir den Film höchstwahrscheinlich noch schneller angeschaut. Coxiet hatte mich sehr beeindruckt mit Werken wie „Mein leben ohne mich“ und dem sogar etwas besseren „Das geheime Leben der Worte“ und in diesem Stil führt sie „Eine Karte der Klänge von Tokio“ mit ruhigen und brillanten Bildern fort, bis hin zur Perfektion. Die Regisseurin ist eine Verfechterin der leisen Noten und versteckten Gefühlen, niemand drängt sich auf mit seinem Unglück, man wird einfach zum Zeugen von Charakterstudien und fast schon schweigenden Gefühlswelten, die durch Mimik und kleine Taten geradezu perfekt gerahmt werden. So kommen wir zum Schauspiel, Rinko schafft es so unnahbar, kühl und zerbrechlich zugleich zu wirken ohne übertrieben zu agieren. Sie hypnotisiert den Zuschauer förmlich mit ihrem schweigenden Puppengesicht, dass hinter der anmutigen Fassade eine zerbrochene Frau versteckt. Einzig Sergi Lopez würde ich als Fehlbesetzung einstufen, auch wenn er seine Sache halbwegs ok gemacht hat, wirkte er nicht als das was er sein sollte. Hier hätte man vielleicht einen charismatischeren Akteur engagieren sollen. Auch die Rolle des Toningenieurs und dem Erzähler war mit Min Tanaka sehr gut gewählt. Min und Rinko harmonierten in ihrem Schweigen fast schon brillant miteinander. Ingesamt gesehen ein traumhaft schöner Film mit poetisch eingefangenen Szenen und einem leichten Hauch von eher anspruchsvoller Erotik.
Die Bildqualität war gut, das gilt für die kühlen als auch für die farbigen Szenen, was die Tonqualität angeht ist dies natürlich eher ein Arthouse Film und noch dazu ein recht ruhiger, somit in Ordnung für diese Art von Film und die Extras sind mehr als ausreichend mit einem Video-Tagebuch, Making of etc..
Mein Fazit, unbedingt ansehen, eintauchen und sich in den Klängen verlieren und in die Bilder verlieben.

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by Marc Engel
Bilder © Alive AG