Ein amerikanischer Traum - DVD

DVD Start: 06.05.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 102 min

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Inhalt

1950 fliehen Margit (Nastassja Kinski) und Peter (Tony Goldwyn) mit ihrer ältesten Tochter Maria aus dem stalinistischen Ungarn in die USA, um dort ein neues, besseres Leben zu beginnen. Ihr Baby Suzanne soll das Land auf anderem Wege verlassen, doch der Plan geht schief. Jahrelang kämpfen die Eltern um die Ausreise ihrer Tochter, die derweil bei Pflegeeltern aufwächst. Als Suzanne sechs Jahre alt ist, gelingt mit Hilfe des Roten Kreuzes die Ausreise in die USA. Die Familie ist wieder vereint. Neun Jahre später ist aus Suzanne (Scarlett Johansson) eine rebellische Teenagerin geworden, die zum Leidwesen ihrer Mutter einen Freund hat, Elvis liebt und Zigaretten raucht. Suzanne befindet sich in einer Identitätskrise, unsicher, wer sie ist und wo sie hingehört. Als der Konflikt mit den Eltern eskaliert, beschließt sie, zurück nach Ungarn zu reisen, um Antworten zu finden. Regisseurin Éva Gárdos verarbeitet in ihrem mehrfach preisgekrönten Immigrations-Drama die eigene Lebensgeschichte. Scarlett Johansson wurde für ihre herausragende Leistung mit dem „Young Artist Award“ ausgezeichnet.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Traier, Trailershow

Video on demand - Ein amerikanischer Traum

DVD und Blu-ray | Ein amerikanischer Traum

DVD
Ein amerikanischer Traum Ein amerikanischer Traum
DVD Start:
06.05.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Ein amerikanischer Traum

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Identitätsverwirrung eines zweistaatlichen Teenagers
So kommt ein etwas älterer Film mit Scarlett Johansson in Neuauflage auf den DVD-Markt, was lobenswert ist. Die Thematik des Filmes bietet allerdings Stoff für ein großes Epos beziehungsweise für einen vierstündigen Film. So verdampft leider einiges.

Die unglaubliche Geschichte beruht auf wahren Tatsachen. Ein Baby muss in Ungarn der Stalinzeit zurückgelassen werden, während die Eltern und die ältere Schwester nach Amerika fliehen. Aufgewachsen bei Pflegeeltern, die von der kleinen Susie als ihre richtigen angesehen werden, kommt sie erst im Alter von etwa fünf Jahren nach Amerika und erlebt dort nicht nur einen Zusammenprall der Kulturen, sondern auch Sprachschwierigkeiten. Vor allem natürlich muss sie erst ihre eigentliche Familie kennenlernen, die sie noch nie getroffen hat. Als Teenager, die eh immer rebellisch sind, kommt ihr Identitätsproblem erst recht zu tage. Wer ist sie? Wo gehört sie hin? Mit einer übersteigert wachsamen Mutter, die sie sogar aus Verlustangst einsperrt, entschließt sie sich nach Ungarn zu fahren, um zu klären wo sie hingehört.

Der Anfang des Filmes ist völlig unnötig in schwarz-weiß gedreht. Es sollte wohl die Tristheit des stalinistischen Ungarn verdeutlichen. Farbe taucht erst auf, als die Eltern auf ihrer Flucht die Grenze zu Österreich überqueren. Das ist nicht nur eine ziemliche platte Symbolik, sondern fast schon, in diesem Falle veraltete, Propaganda. Glücklicherweise hält sich der Film in Sachen Lob auf Amerika zurück. Es ist generell lobenswert, dass sich der Film zurückhält. Er ist zwar bewegend, drückt aber nicht auf die Tränendrüse. Aber er verschenkt viel. Die Sprachdifferenzen kommen zwar vor, da aber kein Ungarisch gesprochen wird, wird nicht richtig deutlich wie stark die Schwierigkeiten sind. Die Arbeit mit Untertiteln wäre hier effektvoller gewesen. Es werden zu viele Themenbereiche angesprochen, die aber alle an der Oberfläche bleiben. Die Rebellion von Susie beschränkt sich auf Davonlaufen (ohne auszureißen), Rauchen und küssen (was jeder Jugendliche macht). Die Fremdheit des Kindes gegenüber den Eltern hätte noch stärker ausgespielt werden können. Auch der Aufenthalt der Jugendlichen in Ungarn hätte als Culture Clash ausgiebiger dargestellt werden können. Es wirkt auch ein bisschen unglaubwürdig, dass sie als Tochter von Flüchtlingen nicht von der Geheimpolizei bespitzelt wird. Warum die Eltern damals geflohen sind, wird ihr nur erzählt, aber nicht erfahrbar gemacht. So wirkt der Film etwas sprunghaft und stellenweise unglaubwürdig. Vor allem das Finale mit seinem Happy End ist in dieser Darstellungsweise extrem unglaubwürdig und wirkt wie drangeklatscht.

Das Bild ist gut, der Ton so lala. Als Extras gibt es nur einen Trailer.

Nicht schlecht, mit vielen dramatischen Themen und gut gespielt. Leider verschenkt der Film viel von seinem Potential.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite





DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Ein berührender Film mit Scarlett Johansson.
1950 fliehen Margit (Nastassja Kinski) und Peter (Tony Goldwyn) mit ihrer ältesten Tochter Maria aus dem stalinistischen Ungarn in die USA, um dort ein neues, besseres Leben zu beginnen. Ihr Baby Suzanne soll das Land auf anderem Wege verlassen, doch der Plan geht schief. Jahrelang kämpfen die Eltern um die Ausreise ihrer Tochter, die derweil bei Pflegeeltern aufwächst. Als Suzanne sechs Jahren alt ist, gelingt mit Hilfe des Roten Kreuzes die Ausreise in die USA. Die Familie ist wieder vereint. Neun Jahre später ist aus Suzanne (Scarlett Johansson) ein rebellischer Teenager geworden, die zum Leidwesen ihrer Mutter einen Freund hat, Elvis liebt und Zigaretten raucht. Suzanne befindet sich in einer Identitätskrise, unsicher, wer sie ist und wo sie hingehört. Als der Konflikt mit den Eltern eskaliert, beschließt sie, zurück nach Ungarn zu reisen, um Antworten zu finden.

Regisseurin Eva Gardos liefert mit „Ein amerikanischer Traum“ aus dem Jahr 2001 ihren ersten Film ab. Insgesamt gesehen war ich überrascht das, dass Werk in seiner Gesamtheit zu rühren weiß, wenn einem auch die Handlungen des Hauptcharakters nicht immer ausreichend nachvollziehbar erscheinen. Damit wären wir auch beim größten Schwachpunkt des Filmes. Eigentlich fängt die Geschichte gut an, ein Elternpaar muss das kommunistische Land verlassen und eines ihrer Kinder zurücklassen, welches 6 Jahre bei anderen aufwächst. Dann wird es nach Amerika nachgeholt und dieses Kind soll dann mit 15 Jahren immer noch so geprägt sein von den Ersatzeltern und dem Land, dass es mit 15 immer noch zurück will. Das Ganze passiert eher durch einen typischen Teenager Mutter Konflikt, wird aber in Richtung schöner Kindheitserinnerung gedrängt aber für den Zuschauer kommt das Ganze dann doch eher so rüber, als ob da ein verwöhntes Teenager Mädchen das alles hat, einfach mehr oder was anderes will und das wirkt am Ende unsympathisch! Zumal die Rolle der Mutter von Nastassja Kinski („Katzenmenschen“) aufopferungsvoll und sympathisch dargestellt wird.
Schauspielertechnisch war Scarlett hier noch nicht ausgereift, jedoch mit den Ansätzen ihrer eher unberührbaren Ausstrahlung und einem Talent für das leise Drama. Allen voran war Nastassja Kinski Performance aber noch am gelungensten und Tony Goldwyn („The Last Samurai“) als Vater eher eine Fußnote.
Bei uns ist das Werk erst spät veröffentlicht worden, so dass man den Eindruck erhält es wäre eine neue Produktion mit Scarlett Johansson („Die Schwester der Königin“) aber dem ist nicht so. Tatsächlich war Scarlett im Jahre 2001 selber noch ein Teenager und dieser Film war einer ihrer bis dahin größeren Rollen.
Die Bildqualität hatte teilweise TV-Spielfilm-Niveau und war recht körnig jedoch kamen die Farben trotz allem gut rüber. Die Tonqualität was ausreichend für diese Art von Film.
Die Extras mit nur Trailern und einer Trailershow sind so gut wie nicht vorhanden.

Mein Fazit: Ein kleiner, leiser Film, der stark anfängt aber dann ins klischeehafte abrutscht, nichtsdestotrotz ein wenig zu rühren weiß!

by Marc Engel



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