Ein Sommer in New York - Special Edition - DVD

DVD Start: 19.08.2010
FSK: ab 0 - Laufzeit: 100 min

Ein Sommer in New York - Special Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Professor und Witwer Walter Vale ist des Lebens müde. Für einen Vortrag muss er nach New York und trifft dort in seiner alten Wohnung ein junges, afrikanisches Pärchen. Tarek (Haaz Sleimann) und Zainab (Danai Gurira) sind Opfer eines Immobilienbetrugs geworden, sie haben keinen anderen Ort zum Wohnen. Walter gestattet ihnen zu bleiben. Zwischen ihm und Tarek entwickelt sich eine Freundschaft, der junge Syrer bringt dem alten Professor das Trommeln bei. Die wilden Rhythmen erwecken Walters verloren gegangene Lebensfreude. Doch bei einer Fahrkartenkontrolle fliegt auf, dass Tarek illegal in den USA ist und er wird in Abschiebehaft gesteckt. Zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna (Hiam Abbass) kämpft Walter für die Freilassung seines neuen Freundes...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview Haaz Sleimann, Hiam Abbass, Danai Gurira, Tom McCarthy, Deleted Scenes, Featurette, Djembe-Drum Special

Video on demand - Ein Sommer in New York

DVD und Blu-ray | Ein Sommer in New York - Special Edition

DVD
Ein Sommer in New York Ein Sommer in New York
DVD Start:
19.08.2010
FSK: 0 - Laufzeit: 100 min.
Ein Sommer in New York - Special Edition Ein Sommer in New York - Special Edition
DVD Start:
19.08.2010
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Blu-ray
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DVD Kritik - Ein Sommer in New York - Special Edition

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 3/10
Ton: | 4/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Trommeln für eine bessere Gesellschaft
Mit „Ein Sommer in New York“ kommt nun ein Drama auf DVD heraus, dass sich wohltuend von anderen Dramen aus den USA abhebt. Die meisten Dramen neigen dazu, allzu sehr auf die Tränendrüsen zu drücken und mit Pathos alle echten Gefühle zu erdrücken. Zudem sind sie meistens thematisch ziemlich überladen. „Ein Sommer in New York“ ist zuallererst ein hervorragend gespieltes Drama. Allen voran ist Richard Jenkins überwältigend und hatte nur zu Recht eine Oscar-Nominierung für diese Rolle erhalten. Allein wie langsam im Laufe des Filmes erst ein zaghaftes Lächeln erscheint, dass gegen Ende von ganzem Herzen kommt, oder wie er, zu Anfang kaum merklich, im Rhythmus der Musik wippt, die Nuancen machen viel aus. Aber auch die anderen Darsteller der zentralen Rollen wissen zu überzeugen. Die Newcomer Haaz Sleiman und Danai Gurira wissen einerseits mit der Lebensfreude und andererseits mit Unsicherheit zu punkten, die perfekt zu den Rollen passen. Und von der Würde von Hiam Abbass kann man kaum die Augen abwenden. Diese ausdrucksstarke Schauspielerin ist eine Wucht. Auch wenn dieser Film relativ viele Themen in sich vereint, wirkt er dennoch nie überladen, weil ein Thema das andere bedingt und sich somit ergänzt. Die persönliche Erweckung des Charakters von Richard Jenkins hängt eng mit der einigenden Kraft der Musik zusammen. Und diese Musik ist wieder eng verknüpft mit dem Immigrantenthema und der unmenschlichen Abschiebungspraxis der USA. So sind die zentralen Themen Einsamkeit, Erwachen, die einigende Kraft der Musik, Liebe, Freundschaft, die Bereicherung des multikulturellen Zusammenlebens, aber auch Asylproblematik, Abschiebung und dadurch bedingte Familientrennung und Zerstörung von Leben. Mit langen Einstellungen wird die Handlung ruhig erzählt. Und vor allem sehr sensibel ohne Pathos. Die beginnende Liebe zweier Personen, die allmähliche freundschaftliche Annäherung zweier total unterschiedlicher Charaktere durch die Musik: das alles drückt zu keinem Zeitpunkt auf die Tränendrüse, weiß aber dennoch zu bewegen.

Das größte Manko der DVD ist leider die technische Ausstattung. Denn das Bild und parallel dazu der Ton haken ziemlich oft. Schade. Als Extras gibt es sehr viele Interviews. So äußern sich die Schauspieler zu dem Projekt und auch der Regisseur. Neue Ansichten kommen so wenig zu Tage, sind aber in den persönlichen Hintergrundinformationen interessant. Das „Featurette“ ist ein kleines Making Of, das den Film vorstellt, aber für Zuschauer die den Film gesehen haben, eher uninteressant ist. Die entfallenden Szenen sind kurze Sequenzen, welche die Einsamkeit des Hauptcharakters noch stärker betonen. Neben dem Kinotrailer gibt es noch ein Special über die Djembe-Trommel, welches zwar recht interessant ist, insgesamt aber zu sehr an der Oberfläche bleibt. Die Bedeutung von Trommeln für Afrikaner und deren Musik hätte detaillierter ausgearbeitet werden können.

Ein hervorragend gespieltes Drama, das ohne Übertreibungen und Pathos dennoch zu bewegen weiß. Alle Freunde des Schauspielkinos sollten sofort zugreifen. Das größte Manko ist allerdings die fehlerhafte technische Ausstattung.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite




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