Edge of Love - DVD

DVD Start: 26.02.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 110 min

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Inhalt

Eine zufällige Begegnung im Londoner Kriegs-Alltag 1944: Die junge Vera Phillips trifft in einer Bar ihre Jugendliebe Dylan Thomas wieder. Auf den ersten Blick scheinen sie sich erneut zu verlieben, doch Dylan, ein charismatischer Dichter und Bohemian, ist mittlerweile mit der extravaganten und abenteuerlustigen Caitlin verheiratet. Als das Ehepaar aus Wohnungsnot mit Vera zusammenzieht, entspinnt sich eine spannungsgeladene Ménage à Trois, bei der die beiden Frauen ihre tiefe Seelenverwandschaft entdecken. Caitlin und Vera werden zu Freundinnen zwischen Verlangen und Vertrauen. Auch Veras zögerliche Heirat mit dem jungen Offizier William Killick bringt keine Klärung der Verhältnisse. Schon kurz nach der Hochzeit wird William in den Krieg einberufen und Vera zieht mit Dylan und Caitlin aufs Land. Doch zu stark scheint die Anziehung zwischen Vera und Dylan, zu intensiv ihre Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit. Aus dem Krieg kehrt William eifersüchtig und voller Zweifel über Veras Treue zurück. Die Spannung zwischen den beiden Paaren eskaliert. Es kommt zum Showdown und Vera muss sich entscheiden – zwischen den Männern in ihrem Leben und der Freundin, die sie liebt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (5.1 DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Audiokommentar von Regisseur John Maybury & Darsteller Matthew Rhys, Making of (ca. 10 Minuten), Gag Reel (ca. 5 Minuten), geschnittene Szenen (ca. 8 Minuten)

DVD und Blu-ray | Edge of Love

DVD
Edge of Love Edge of Love
DVD Start:
26.02.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Edge of Love Edge of Love
Blu-ray Start:
26.02.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

DVD Kritik - Edge of Love

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Für viele Menschen ist der Bereich „Film“ eine wahre Kunstform, die unter Anleitung und Mitwirkung der Besten zu einem ähnlich hohen Ansehen kommen kann, wie berühmte Musikstücke oder gar Gemälde. Doch leider gibt es auch Fälle, wo Regisseure einer gut-klingenden Idee zu sehr den Stempel „Kunstwerk“ aufzudrücken und dadurch Windräder erzeugen, den das Werk vom guten und richtigen Weg abbringen – so einen Fall haben wir bei „Edge of Love“.

Der Regisseur John Maybury („The Jacket“) schickt in diesem Romantik-Drama Keira Knightley, mit der er bereits bei „The Jacket“ gearbeitet hat, und Sienna Miller („G.I. Joe“) in ein durch den Krieg akut gefährdetes Großbritannien, um dort mit beiden zum einen eine tiefe Frauenfreundschaft zu symbolisieren und andererseits in ein Kuriositäten-Kabinett von Liebschaften und Charakteren. An sich klingt das wie eine sehr interessante Idee und der Film ist gewiss kein schlechter, das sei an dieser Stelle einmal betont, doch leider schafft sich Maybury zu viele Schauplätze und kann zu wenige davon abarbeiten. An sich wäre eine Liebesgeschichte zu Kriegszeiten ein gutes Thema, jedoch versucht sich Maybury daran, jedem der möglichen Themengebiete gerecht zu werden und schafft es so nicht auf die Haupthandlung in dem Maße einzugehen, dass der Zuschauer dauerhaft in dieser Situation ist, denn immer wieder wird er durch Handlungs- bzw Themenwechsel unterbrochen. Es sind daher einfach zu viele Ansätze, die ein Maybury mit seinem mittelmäßigen Talent nicht wirklich zu bewältigen weiß.

So ist da die angesprochene Bindung der zwei namhaften Schauspielerinnen Knightley und Miller, die während des Films immer enger zu werden scheint, was auch prima funktioniert, denn beide scheinen sich wirklich gut zu verstehen und verschaffen dem ganzen Film in diesen Belangen ein großes Maß an Authentizität. Leider hat man jedoch mit Miller eine Schauspielerin gewählt, die über sehr begrenzte Möglichkeiten verfügt und so zeichnet sich diese durch ständiges „Overacting“ aus, sprich sie übertreibt in vielen Szenen. Auch wenn Wutausbrüche und impulsive Reaktionen zu ihrer Rolle gehören sollen, wirkt jede dieser Reaktionen in Kombination mit Millers begrenzter Mimik und schauspielerischem Niveau immer ungewollt komisch und ähnelt eher dem Slapstick. Würde dies nur ein oder zwei mal der Fall sein, könnte man getrost darüber hinweg sehen, doch in einem Großteil ihrer Szenen kommt es zu derartigen Ausbrüchen, sodass bereits nach kurzer Zeit dem Zuschauer die Freude an ihrem Charakter vergeht.
Anders dagegen ist es bei der jungen Knightley, die zwar von der Kostümierung kaum schlechter „eingedeckt“ hätte sein können, jedoch spielt sie alle ihre Kollegen mit einer Leichtigkeit an die Wand, dass es schon kurios ist diese Wehrlosigkeit der anderen zu betrachten.

Leider trifft diese Wehrlosigkeit besonders auf die männlichen Rollen zu, denn war Matthew Rhys in „Batman Begins“ noch ein hervorragender Psychopath, verkommt er in diesem Film zu einem Abziehbild und eines real gewordenen Stereotyps eines Soldaten. Viele Szenen mit ihm wirken aufgesetzt und wie aus einer Comedy-Serie in denen die überdramatisierten Filme der 30er jahre parodiert werden. Ähnliches gilt für Simon Armstrong („The Last Hangman“), der eigentlich ein Gespenst sein müsste, so blass wie er spielt.

Allerdings gibt es auch positive Dinge zu vermelden: so ist das gesamte Setting sehr authentisch und auch die Bildsprache ist durchaus als künstlerisch wertvoll zu betrachten. Besonders die sehr ruhigen Szenen zeugen von einer überzeugenden Intensität, dass man sich ihnen nur zu gerne hingibt.

So bleibt letztendlich ein Film der klassischen Marke „Hate it or Love it“, denn wer über die vielen Wechsel und die stellenweise nur durchschnittlichen schauspielerischen Leistungen hinweg sehen kann, der wird durchaus sein Vergnügen an diesem Treiben auf der Leinwand finden. Wer allerdings kaum zur Romantik neigt und schnell ungeduldig während eines Films wird und sich über schwer zu durchdringende Dialoge aufregt, der sollte einen großen Bogen um „Edge of Love“ machen, denn eines muss klar sein: es erwartet einen keine seichte Liebeskomödie, sondern ein sehr ernstes und ruhiges Werk, was seine Zeit braucht um sich zu entwickeln.

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by Sven Hensel
Bilder © Koch Media Home Entertainment