Dylan Dog: Dead of Night - DVD

DVD Start: 19.01.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 103 min

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Inhalt

Dylan Dog ist trockener Alkoholiker und ehemaliger Pollzist von Scotland Yard, der nun als Privatdetektiv mehr schlecht als recht sein Geld verdient. Als Jäger des Grauens nimmt sich Dylan Dog Fälle übersinnlicher Natur an, die von der Polizei nicht gelöst werden konnten. So auch sein neuer Auftrag, den er von der mysteriösen und ebenso attraktiven Elizabeth bekommt und ihn wieder einmal in die dunklesten und gefährlichsten Schauplätze der Stadt führt …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurette „Sam Huntington als Marcus“, Making of, Trailer, Wendecover

Video on demand - Dylan Dog: Dead of Night

DVD und Blu-ray | Dylan Dog: Dead of Night

DVD
Dylan Dog: Dead of Night Dylan Dog: Dead of Night
DVD Start:
19.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 103 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dylan Dog: Dead of Night Dylan Dog: Dead of Night
Blu-ray Start:
19.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.

DVD Kritik - Dylan Dog: Dead of Night

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Durchwachsene Comicverfilmung
Die Erwartung war groß, als die Neuigkeit an die Öffentlichkeit drang, dass die italienische Comicserie “Dylan Dog” verfilmt werden soll. Die Horrorserie von Sclavi ist nicht nur sehr kreativ, sondern strotz auch vor Anspielungen gerade in punkto Horrorfilm. Fast jedes Abenteuer hat mindestens eine Anspielung oder eine popkulturelle Referenz. Da liegt es ja eigentlich schon nahe, diese Serie auch mal auf der großen Leinwand bzw. auf dem Bildschirm zu sehen. Doch leider hat durch die Entfernung einiger Elemente die Serie etwas von ihrem unverwechselbaren Charakter verloren. Sclavi hat seine Figur des Dylan Dog, ein Londoner Privatdetektiv, der sich auf Fälle mit Übersinnlichen Geschehnissen spezialisiert hat, optisch schon sehr an den Schauspieler Rupert Everett angelehnt. Aus unerfindlichen Gründen wurde dieser Darsteller aber nicht für die Titelrolle besetzt, sondern Brandon Routh, der manchen als „Superman“ noch im Gedächtnis geblieben sein könnte. Aber Routh kann nicht überzeugen. Ebenso wie in „Superman“ ist er zwar sympathisch, bleibt aber durchwegs blass. Auch dass Dylan Dog nicht mehr in London ermittelt, sondern im amerikanischen New Orleans könnte Fans enttäuschen, macht aber aus Vermarktungsgründen für das amerikanische Publikum Sinn und kann dennoch mit einer Stadt aufwarten, die ein unverwechselbares Flair hat. Das sei also akzeptiert. Unverständlich allerdings, dass der Assistent und Sidekick, der im Comic niemand geringeres als die Komödienikone Groucho Marx ist, nicht übernommen wurde. Damit verliert das Duo Held und komischer Sidekick doch einiges an Originalität und auch der Humor ist lange nicht so anarchisch. Viele Elemente kommen zwar vor wie etwa der altersschwache Wagen oder das Klarinettenspiel. Aber die filmischen Bezüge sind komplett entfernt und es gibt nun einige Insideranspielungen auf die Comics (etwa wenn ein Vampir den Namen des Schöpfers von Dylan Dog trägt: Sclavi). Was nun aber die Einzigartigkeit des Charakters wieder etwas schmälert ist, dass der Held nicht mehr ein reiner Privatdetektiv ist, sondern diesem Beruf zwar nachgeht, aber einstmals ein Mittler zwischen Untoten und normalen Menschen war und somit enorme Erfahrungen hat. Denn die Untoten leben längst unter uns. Vampire betreiben Clubs, Werwölfe Schlachtereien und Zombies bedienen in Fast-Food-Restaurants oder arbeiten im Leichenschauhaus. Dylan Dog wirkt wie ein „Wächter der Nacht“ und verliert an Charme. Diesem Film ergeht es wie „Constantine“, in der eine geniale Comicserie nach Amerika versetzt wird, mit einem blassen Hauptdarsteller und die Unverwechselbarkeit eingebüßt wird. Vorgegebene Bilder werden ignoriert und zu viel relevante Charakteristika wurden entfernt. Als Adaption ist der Film damit gescheitert. Aber dennoch ist er ein unterhaltsamer Action-Horror-Humor-Neo-Noir-Film geworden, der mit gleich mehreren gelungenen Gags, guter Action und Spannung aufwarten kann. Das dürfte so manche wieder mit dem Film versöhnen. Vor allem die Kameraarbeit überzeigt und der Regisseur kann auch einige ungewohnte Perspektiven finden, welche ihren Reiz entwickeln. Schade, dass es versäumt worden ist, etwas Hervorstechendes zu schaffen. So ist der Film eine Mischung aus „Blade“, „Constantine“, „Underworld“ und „John Carpenters Vampire“. Das macht alles Spaß, aber das Exzeptionelle fehlt.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Aber die Extras können nicht unbedingt überzeigen. Das Making Of behandelt merkwürdig wenig die Tricks und ist nur das Übliche. Neben dem Trailer gibt es noch ein Featurette über das Casting des Sidekicks, was nur für Fans des Darstellers interessant genug ist.

Als Comicverfilmung enttäuschend, ist der Film zu sehr in der Tradition von „Blade“, „Constantine“, „Underworld“ und „John Carpenters Vampire“ gestaltet. Das außergewöhnliche der Comics fehlt einfach und der Hauptdarsteller ist zu blass. Das macht zwar Laune und hat einige sehr gute Momente, aber der Film ist dennoch etwas enttäuschend.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




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