Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung - DVD

DVD Start: 05.07.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine erfolgreiche Ärztin sucht bei einem attraktiven Assistenzarzt ein erotisches Abenteuer und beginnt mit ihm eine heiße Affäre. Zu spät bewerkt sie, dass sich hinter der Fassade des jungen Mannes ein dunkles Geheimnis verbirgt und ehe sie es sich versieht, ist ihr Leben in Gefahr.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung

DVD
Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung
DVD Start:
05.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung
Blu-ray Start:
05.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

DVD Kritik - Dunkle Lust - Eine tödliche Versuchung

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


„Dunkle Lust“ – was der Titel großtönend verspricht, kann das Filmganze nicht halten. So soft, direkt und unästhetisch wie das 9 Live Nachtprogramm nähert sich der Streifen auf durchaus ungewohnte, stets lustbasierte Weise an eine Thrillerthematik an, die in ihren Grundzügen doch Potenzial gehabt hätte und zu guter Letzt doch nicht ausschöpfend entfaltet wird.

Wohl größtes Problem des Films: seine überspitzende Theaterorientierung, welche in unserem Jahrzehnt dem Thrillergenre und dessen Publikum nicht nur ungewöhnlich, sondern gar unangemessen erscheinen mag. Erstes Indiz der übersteigert theatralischen Filmumsetzung: extrem ruhiges, schnittarmes und long-shot-lastiges Bild, das im Falle von „Dunkle Lust“ seine thematisch und dialogisch begründete Berechtigung als Intentionsspiegel der Charaktere haben mag. Dennoch dürfte das Durchschnittspublikum eines Pornthrillers sich kaum für jene Zusammenhänge interessieren und die Bildführung damit nicht als kunstvoll, sondern eher störend und handlungsverzögernd empfinden. Ähnlich verhält es sich mit der Tontechnik des Streifens: statt als Filmmusik kann die musikalische Untermauerung der Szenen viel mehr als Theatertheme bezeichnet werden, was auf ein ausgewähltes Publikum durchaus attraktiv wirken kann, jedoch kaum auf jenes genregebundene, auf welches „Dunkle Lust“ ganz offensichtlich abzielen will. Dem nicht genug führt der Thriller seine Charaktere zu Anfang kaum als Personen, sondern vielmehr als abstrahierte Typen ein. Während das Theaterstück des frühen 19. Jahrhunderts eine solche Strategie gerne in Komödien verwendete, um durch Überspitzung Komik zu generieren, tut jenes Vorgehen einem Thriller wohl weniger gut, als schlecht: so kann der Zuschauer sich mit einem abstrakten Typus wie der „Frau Ärztin“ kaum identifizieren und erlebt die Thrillerhandlung teilnahmslos mit, statt sie mit zu erleiden.

Nicht nur auf das dialogisch in die Handlung integrierte Thema Theater zielt „Dunkle Lust“ in seiner Gesamtheit ab, wohl mindestens genauso auf das Pornogenre. Entindividualisierte Charaktere, soundtrackarme Szenenführung, thematische Überspitzung und gerafft direkter Dialog – kennen wir das alles doch nicht alleine aus Theaterstücken, sondern genauso aus Pornofilmen unserer Zeit, und damit zusammenhängend ,aus Thriller/Horror Genre, welches plumper und pornlastiger denn eh und je auf das Massenpublikum einwirkt. So wäre „Dunkle Lust“ als kritische, selbstreferenzielle Satire ein tatsächlich überzeugend guter Film geworden. Doch die Subschicht aus kritischer, augenzwinkernder Betrachtung bleibt im Laufe des Thrillers stets Subschicht und dringt nie genug an die Oberfläche, um den Zuschauer davon zu überzeugen, tatsächlich satirisch sein zu wollen und nicht nur bemitleidenswert ungewollt die eigene Intention zu parodieren.

Was schließlich im Dunklen bleibt, ist die tatsächliche Sinnintention von „Dunkle Lust, sodass die „Lust auf mehr“ am Ende des Streifens auf mehr oder weniger allen Linien ausbleibt. Schauspielerisch vielleicht den Regieanweisungen angemessen, technisch vielleicht kunstvoll die filmische Grundintention spiegelnd, szenisch und dialogisch vielleicht bis ins Detail durchdacht – ja, vielleicht hat „Dunkle Lust“ alles richtig gemacht, aber eben nur vielleicht. Und dass dem Publikum unklar bleibt, ob sich nun mehr hinter dem Streifen verbirgt als einfallsloser, lächerlich überspitzter und schauspielerisch hölzerner Pornhorror, das sollte schon deutlich genug werden lassen, dass der Streifen ein so gut durchdachter Film gar nicht sein kann.

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by Sima Moussavian
Bilder © Sunfilm