Du hast es Versprochen - DVD

DVD Start: 23.07.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Hanna und Clarissa waren als Kinder beste Freundinnen. Zusammen mit ihren Eltern verbrachten sie ihre Ferien auf einer malerischen Insel. Kurz nach Hannas neuntem Geburtstag bricht der Kontakt unvermittelt ab und erst 25 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen. Hanna (34) ist mittlerweile verheiratet, hat eine siebenjährige Tochter und arbeitet als Oberärztin in einem Krankenhaus. Dort trifft sie auf ihre alte Freundin, die nach einer Tablettenüberdosis in die Notaufnahme eingeliefert wurde. Die beiden Frauen freunden sich rasch wieder an, verbringen wundervolle Stunden miteinander und beschließen wie früher ein paar Tage auf der Insel zu verbringen. Gemeinsam mit Hannas Tochter Lea fahren sie zurück an den Ort ihrer Kindheit. Als Hanna erfährt, dass Maria, ein Mädchen aus dem Dorf, mit dem sie früher gespielt hat, als Kind verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist, begibt sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Etwas Schreckliches ist damals auf der Insel passiert. Doch je näher sie dem dunklen Geheimnis kommt, desto enger schließt sich der Kreis um sie und ihre Tochter, desto größer wird die Bedrohung. Am Ende tritt eine Wahrheit ans Licht, die viel schrecklicher und grausamer ist, als sie es sich je hätte vorstellen können.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of, Deleted Scenes, Trailershow

DVD und Blu-ray | Du hast es Versprochen

DVD
Du hast es Versprochen Du hast es Versprochen
DVD Start:
23.07.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Du hast es Versprochen Du hast es Versprochen
Blu-ray Start:
23.07.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Du hast es Versprochen

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Deutsches Genrekino bekommt man leider nicht sehr oft geboten, auch wenn die Lage in den letzten Jahren etwas besser geworden ist:
Mit „Hell“ sorgte Regisseur Tim Fehlbaum im letzten Jahr für eine echte Überraschung. Ein deutscher Endzeitfilm, der sich auch vor internationalen Produktionen nicht verstecken braucht, war bis dahin im Grunde noch nie gedreht worden. Einen ähnlich konsequenten Genrefilm legt Alex Schmidt nun mit ihrem Gruselfilm „Du hast es versprochen“ vor, in dem sie zahlreichen Grusel-/Horrorklassikern Tribut zollt, aber leider nie eine eigene Sprache findet. So ist ihr Film trotz erkennbarer Ambitionen und viel versprechenden Zutaten nicht viel mehr als ein Plagiat, das die Qualität der filmischen Vorbilder zu keiner Sekunde auch nur ansatzweise erreicht.

Als Hanna (Mina Tander) eine junge Frau in der Notaufnahme behandelt, stellt sie überrascht fest, dass es sich bei dieser um ihre einstige Jugendfreundin Maria (Laura de Boer) handelt, die sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Überglücklich, dass sie endlich wieder zueinander gefunden haben, beschließen die beiden, gemeinsam mit Hannas Tochter in den Urlaub zu fahren. Das Ziel ist eine kleine Insel, auf der Hanna und Maria oft die Ferien miteinander verbracht hatten. Was sie nicht ahnen können: Die Insel birgt ein furchtbares Geheimnis, das eng mit dem Schicksal der beiden Freundinnen verknüpft zu sein scheint. Schon bald gibt es die erste Leiche…

Die Kinolandschaft in Deutschland kommt weiß Gott nicht übermäßig interessant oder innovativ daher, entweder investiert man Geld in zumeist primitive, romantische Komödien oder versucht sich an einem sperrigen Drama mit Bildungsanspruch. Man muss der Regisseurin Alex Schmitt daher wirklich anerkennend auf die Schulter klopfen, weil sie diese Konventionen ignoriert und dem Horrorfan schlicht und einfach das zu bieten versucht, was er auch erwartet: Jede Menge gruseliger Momente, ein bisschen Splatter und eine ordentliche Portion Spannung. Ein „Prädikat: Besonders Wertvoll“ gibt’s nicht dafür, aber die Konsumenten sind zufrieden. Was auf dem Papier wirklich viel versprechend klingt, ist im fertigen Film zwar optisch noch relativ schön anzusehen, aber ansonsten leider nur sehr selten so umgesetzt, wie man es sich wünschen würde. Die Dialoge sind erschreckend banal, die Story hat man so ähnlich schon oft gesehen und die Handlungen der Protagonisten sind schlicht und einfach selten nachvollziehbar. Über manche Ungereimtheiten im Verhalten der Figuren ist man als Horrorfan ja sogar bereit, hinweg zu sehen – es stört wohl niemanden mehr, dass Charaktere ganz alleine und entgegen aller Vernunft in den dunklen Wald rennen oder sich vom Rest der Gruppe trennen – doch so umständlich konstruierte Gruselmomente wie hier hat man bisher selten erlebt. Es ist schon überhaupt nicht zu verstehen, dass sich die Hauptfigur Hanna auf die Reise mit ihrer „Freundin“ aus Kindheitstagen begibt, die sie seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen hat und jetzt auf einmal wieder zu ihren engsten Vertrauten zählt. Diese Grundskepsis am Handlungsgerüst sorgt auch dafür, dass man die finale Wendung des Geschehens kilometerweit voraus ahnt und sich die vom Drehbuch gewollte Überraschung leider nicht so recht einzustellen vermag. Gleichwohl ist das Ende des Films inszenatorisch sehr ordentlich geworden und zählt zu einem der Höhepunkte von „Du hast es versprochen“. Eine weitere Schwäche des Horrorfilms ist, dass er die meiste Zeit über einfach nicht wirklich gruselig ist und man ständig das Gefühl hat, dass beim Schreiben des Drehbuches einfach nur eine nötige Story um schon vorher feststehende Grusel- und Schockmomente herum kreiert wurde. Die eigentlich recht interessante Hauptfigur des Films verliert aufgrund der schon angesprochenen Unglaubwürdigkeit ihrer Handlungen eine ganze Menge ihres Identifikationspotentials, was sich spürbar negativ auf die Spannung auswirkt. Dass der Zuschauer schon vor ihr den finalen Twist erahnt, nimmt der Suspense zusätzlich den Wind aus den Segeln. Allerdings muss die Kameraarbeit positiv hervorgehoben werden, die sich hinter der ein oder anderen internationalen Produktion nicht zu verstecken braucht.
Die Geschichte wirkt wie ein wilder, uninspirierter Mix aus „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“, „The Ring“ oder auch „Das Waisenhaus“. Beinah jeder Genrefilm der letzten Jahre wird in „Du hast es versprochen“ mit einem Zitat gewürdigt oder stilistisch kopiert. Das Kino von Quentin Tarantino hat oft genug bewiesen, dass übermäßiges Zitieren nicht unbedingt negative Folgen haben müsste, jedenfalls dann nicht, wenn man auch eigene Ideen hinzumischt. Doch das tut Alex Schmitt mit ihrem Film leider nicht. Sie frönt stattdessen munter ihren Lieblingsfilmen und hätte wohl bei jedem gerne selbst auf dem Regiestuhl gesessen, das ist in jeder Sekunde des Films zu spüren und macht sein Scheitern noch ärgerlicher. Denn bei aller Kritik bleibt doch ein solider Genrefilm zurück, der zwar jede Menge Potential verspielt, aber alleine aufgrund seiner Existenz auf einen kleinen Umbruch in der deutschen Filmbranche hoffen lässt. Wieso die Genrefilmerei dem Rest der Welt überlassen? Tim Fehlbaum und Alex Schmitt haben zumindest aufgezeigt, in welche Richtung das Ganze gehen müsste, damit mal ein wirklich guter deutscher Genrefilm gelingt. Willkommen sind gescheiterte Versuche wie „Du hast es versprochen“ daher auf jeden Fall, vielleicht weiß der Mystery-Horrorfilm „Lost Place“ von Thorsten Klein, der am 19. September die Lichtspielhäuser erreicht ja zu überzeigen. Ich bin gespannt.

Das Bild der DVD ist ganz ordentlich, wenn auch nicht überragend. Was den Ton angeht, wird man mit einer Merkwürdigkeit konfrontiert: Denn obwohl es sich um einen deutschen Film handelt, wurde er offenbar synchronisiert, was sich an verspäteten Lippenbewegungen und einer viel zu klaren, manchmal etwas abgelesen klingenden Intonation der Figuren erkennen lässt. Allerdings wirkt der Film dadurch einen Tick internationaler, was eigentlich sogar zu begrüßen ist… An Extras gibt es immerhin ein interessantes Making-of und einige Deleted Scenes.

Fazit:
Obwohl man sich als Cineast über deutsche Genrefilme freut, kann „Du hast es versprochen“ leider nicht wirklich als gelungen bezeichnet werden. Die Geschichte ist unglaubwürdig, zusammengeklaut und die meiste Zeit über nicht gruselig genug, um den Horrorfan wirklich zufrieden stellen zu können. Als Genrefan kann man aber durchaus mal einen Blick wagen, viele deutsche Alternativen gibt es ja nicht…

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by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment