Dredd - DVD

DVD Start: 19.04.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Mega City One – eine gigantische Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten des düsteren und zerfallenen Amerikas. Die Bewohner leiden: Eine Art Drogenseuche sucht sie heim, die sie die Realität in extremer Zeitlupe erleben lässt. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd (Karl Urban), als oberster „Judge“ gefürchtet, will die Stadt von dieser Plage befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson (Olivia Thirlby), nimmt er den Kampf gegen Ma-Ma (Lena Headey) auf, eine Drogenbaronin, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht. Als Dredd und Anderson einen Handlanger aus ihrem skrupellosen Clan zu fassen kriegen, entfacht Ma-Ma einen erbitterten Krieg, in dem sie vor nicht zurückschreckt, um ihr Imperium zu schützen. Die Zahl der Todesopfer steigt und auch Dredd und Anderson müssen in diesem erbarmungslosen Kampf an ihr Äußerstes gehen, um am Leben zu bleiben…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
6 Featurettes (Dredd: 2000 AD The Original, Slo Mo, Welcome to Peachtrees, The 3rd Dimension, Dredd´s Gear, Dredd), Interviews mit Cast & Crew, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Dredd

DVD
Dredd Dredd
DVD Start:
19.04.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dredd Dredd
Blu-ray Start:
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DVD Kritik - Dredd

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Stahlharte Justiz - Judge Dredd ist eine Ikone des britischen Comics. 1977 trat er bereits das erste Mal auf den Seiten des Comicmagazins 2000 AD auf. Letzteres gilt als Flaggschiff der britischen Comicszene und so gut wie alle heutigen Stars des Mediums, zumindest die von der Insel kommen, haben ihre ersten Sporen auf den Seiten des Magazins verdient. Nicht wenige davon, wie etwa Garth Ennis, haben sich auch des knallharten Richters Judge Dredd angenommen. In einer Zukunft, die von Atomkriegen verwüstet ist, haben sich Mega-Citys gebildet, die bis zu 800 Millionen Einwohner haben. Um dem Chaos, der Gewalt und des Verbrechens Herr zu werden, wurden die Judges eingeführt. Das sind Polizisten, Geschworene, Richter und Henker zugleich. Dredd ist der beste und härteste von ihnen. Im Grunde ist er sehr unsympathisch, da es für ihn nur das Gesetz gibt. Entweder es ist etwas illegal oder nicht. Eine reine Schwarz-Weiß-Sicht, ohne Grauabstufungen, rückt den Charakter oft in den Bereich des Faschismus. Auch das er keine Tiefe besitzt und nichts Persönliches über ihn bekannt wird (außer der Vorname: Joe), spricht eigentlich gegen ihn als Comicheld. Aber gerade die Eindimensionalität ermöglicht es den verschiedensten Autoren die unterschiedlichsten Geschichten mit ihm zu erzählen. Oft ist Dredd da nur eine Nebenfigur, führt die Story aber zu dem Höhepunkt. So kann man mit Dredd alles finden: reine Actionkost, Sozialkritik, Drama, Tragödie, Komödie, Satire, Horror, etc. In diesem Science-Fiction-Gewand kann man mit der Figur alle Genres nutzen. Was ja auch getan wurde, und gerade das führte zu einer großen Selbstständigkeit der Figur und sie wurde zu einer Ikone. „Dredd“ nimmt sich dieser Ikone an und erzählt eine geradlinige Actionstory. Dabei ist es nicht der erste Film mit dem Richter. Sylvester Stallone spielte ihn in „Judge Dredd“. Leider nahm der Streifen der Figur die Ikonizität und verkam als reines Starvehikel. Da ein Star mitwirkte, musste der Richter einen großen Teil des Filmes sein Kennzeichen, den Helm, abnehmen. Und ein Aufschrei ging durch die Fangemeinde denn im Comic nimmt Dredd NIE den Helm ab (und im neuen Film auch nicht). Zudem hatten sich in den Film mit Stallone so manche Albernheiten eingeschlichen. Was vor allem an dem Sidekick lag, der dem ganzen eine lockere Note verleihen sollte, aber nur nervte. Es ist bezeichnend, dass derselbe Darsteller zwei kurze Auftritte in der Neuauflage hat. Es ist auch bezeichnend, was bei dem zweiten Auftritt mit ihm passiert. Er wird nämlich im wahrsten Sinne des Wortes platt gemacht, wenn eine Stahlwand auf ihn fällt. „Dredd“ ist eine Schlachtplatte. Das Ikonenhafte wird beibehalten, aber eine Story gibt es eigentlich nicht. Der Film ist Action und Adrenalin pur und trifft gut den Geist der Comics, wobei auf satirische oder kritische Elemente komplett verzichtet wird. Mit dem weiblichen Rekruten gibt es zum Glück auch genügend Projektionsflächen für die Sympathien des Publikums. Dredd ist ein Held und Alptraum zugleich und man kann sich immerhin bei der hübschen Heldin emotional etwas anlehnen. Hier geht es nur um einen Tag im Berufsleben von Dredd. Welcher massig Leuten das Leben kostet. Eine laborierte Geschichte gibt es nicht, sondern es wird vielmehr gezeigt, wie man wohl in der Zukunft leben könnte. Der ganze Film wirkt wie eine Exposition für eine Filmreihe um den Richter. Was zu hoffen ist, denn obwohl keine Geschichte vorhanden ist, ist der Film spannend und unterhaltsam. Zwar auch sehr blutig, aber die hervorragende Optik macht das alles wett. Nicht nur die Zeitlupeneffekte sind grandios, sondern man bekommt auch auf der einfachen Ausstattung mit, wie sehr 3D hier funktioniert. Auch wenn der Film inhaltlich nah an dem Konkurrenten aus Indonesien „The Raid“ liegt, so ist es doch ein böserer Kommentar zu unserer Lebenswelt. Und ähnlich wie die Comics Kult. Hoffentlich gibt es bald mehr.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Die Extras bestehen aus sehr vielen verschiedenen Featurettes, die allesamt relativ kurz sind und Werbung mit informativen Elementen verbinden. Einen richtigen Einblick bekommt man dann nicht, aber es ist schon interessant. Da geht es um die Waffe, die Geschichte des Charakters, das Gebäude, das Motorrad, etc. Die vielen Interviews sind zum größten Teil die typischen PR-Interviews und Trailer gibt es natürlich auch noch.

Eine spannende und unterhaltsame Schlachtplatte, die vor allem auch wegen der herausragenden Optik zu überzeugen weiß. Eine Geschichte gibt es zwar nicht, aber der Comicikone Judge Dredd wird hier Gerechtigkeit zugekommen. Hoffentlich gibt es bald mehr.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film