Dom Hemingway - DVD

DVD Start: 05.09.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Dom Hemingway (Jude Law) ist ein legendärer Tresorknacker – lustig, profan, ein Durchschnittstyp mit einem ausgeprägten Alkoholproblem. Nach zwölf Jahren im Gefängnis will er mit seinem Komplizen Dickie (Richard E. Grant) das Geld eintreiben, das ihm zusteht. Denn Dom Hemingway hat all die Jahre den Mund gehalten und seinen Boss Mr. Fontaine (Demian Bichir) dadurch gedeckt. Eine Nahtoderfahrung bringt ihn seiner entfremdeten Tochter (Emilia Clarke) näher, aber schon bald wendet er sich trotzdem wieder der kriminellen Unterwelt zu - der einzigen Welt die er kennt – um sein Recht einzufordern.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Dom Hemingway

DVD
Dom Hemingway Dom Hemingway
DVD Start:
05.09.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Dom Hemingway Dom Hemingway
Blu-ray Start:
05.09.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Dom Hemingway

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Großmaul am abrutschen - Was soll man denn bloß von einem Film halten, bei dem noch vor dem ersten sichtbaren Bild, also aus dem Off, ein Satz gesagt wird wie „Mein Schwanz ist exquisit“. Das ist auf eine gewisse Art und Weise schon sehr geschickt gemacht, denn dann erst sieht man den Titelhelden „Dom Hemingway“, gespielt von Jude Law, mit nacktem Oberkörper dastehen, der, ohne einen einzigen Schnitt, einen langen Monolog über seinen Schwanz hält. Offensichtlich bekommt er gerade Oralsex und gegen Ende der Szene dann eine Überraschung. Jedenfalls wird schon mit dem Einstieg der Charakter definiert, als ein ewig redendes Großmaul, das sehr von sich selber überzeugt ist. Zudem ein Egomane, dem offensichtlich alle anderen Menschen egal sind. Beginnen tut die Story dann als Dom aus dem Gefängnis entlassen wird und er seine Schulden eintreiben will. Wie es sich gehört geht alles schief, da es ansonsten keine Handlung geben würde. Aber was ist das nun für ein Film und welchem Genre gehört er an? Natürlich ist es teilweise ein Krimi, denn Dom Hemingway ist ein Safeknacker der an sein Geld kommen will oder eben einen neuen Job braucht. Dann ist es eine Komödie mit einem tiefschwarzen Humor wie es sich für einen englischen Film gehört. Da gibt es wirklich köstliche Szenen bei denen man sich vor Lachen die Seiten hält. Obwohl die fluchenden und schweinischen Dialoge manchmal etwas zu viel des Guten sind. Dann ist es aber auch ein Großteil Drama und damit eng zusammenhängend ein Psychogramm des Titelhelden, der im Laufe der Story erkennen muss, das seine Zeit vorbei ist und sein übergroßes Ego langsam zurechtgestutzt wird. Der Weg führt in den Abgrund. Wobei es unklar ist ob das wörtlich zu verstehen ist, aber jedenfalls psychisch macht der Held einiges durch. Das ist mal sehr bewegend, mal sehr komisch. Dabei ist es relativ schwer einem Mann filmisch zu folgen, der nicht gerade sympathisch ist. Oder um es deutlicher zu sagen: Dom ist ein wahres Arschloch. Was hält einen nun bei dem Film? Zum einen natürlich die Dialoge obwohl die Obszönitäten einem schon etwas zu viel werden können. Zum anderen aber die Darsteller von denen vor allem Jude Law wahrlich beeindruckend ist. Aber auch in den Nebenrollen ist der Film hervorragend besetzt. Hier sei nur Richard E. Grant erwähnt. Allein schon diese Tatsachen halten einen dabei, um zu sehen wie die neuen Prioritäten durch den Charakter gesetzt werden, wobei diese natürlich auch glaubhaft sein müssen und nicht einfach ein Bruch geschieht. Und in der Tat ist das bei dem beeindruckenden Finale auf dem Friedhof der Fall. Man kann nicht so schnell aus seiner Haut, auch wenn manches davon Fassade sein mag. Alte Muster gelten dann nicht mehr und man muss sich ändern. Und diese Selbsterkenntnis ist hart und das macht die eigentliche Härte des Filmes aus der manchmal so aalglatt wie sein Titelheld und nicht zu greifen ist, aber dennoch fasziniert.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind gut, aber leider sind keinerlei Extras enthalten.

Ein faszinierendes, aber auch manchmal etwas nervendes Psychogramm, welches sich Genrezuordnungen verweigert, aber hervorragend gespielt ist.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © 20th Century Fox