Django und die Bande der Bluthunde - DVD

DVD Start: 27.03.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

Django und die Bande der Bluthunde DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Dirt City ist eine Stadt, die von Korruption und Gewaltverbrechen beherrscht wird. Schuld daran sind die beiden gewissenlosen Brüder Murdock und Rod. Frischer Wind kommt in die Sache, als der mysteriöse Fremde Django Dirt City aufsucht. Er hat als Einziger einen Hinterhalt auf sein Bataillon überlebt, der von seinen eigenen Offizieren, darunter Murdock, angestiftet wurde. Um sich zu rächen, stellt er einen Grabstein mit dem Namen seines nächsten Opfers in die Mitte der Straße. Murdock ist sich der Bedrohung bewusst und hetzt die „Bande der Bluthunde“ auf den Revolverhelden …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch DD Mono
Italienisch DD Mono
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Django und die Bande der Bluthunde

DVD
Django und die Bande der Bluthunde Django und die Bande der Bluthunde
DVD Start:
27.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Django und die Bande der Bluthunde

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Hunde fangen mit Bohnen - Der phänomenale Erfolg von „Django“ brachte zahllose Nachfolger mit sich, wobei der eigentliche Django-Darsteller Franco Nero nur noch ein einziges Mal in seine Paraderolle schlüpfte. Vor allem der deutsche Verleih benannte fast die Hälfte der italienischen Westernhelden nach der Kultfigur, obwohl diese im Original rein gar nichts mit dem Pistolero zu tun hatten. Aber der Name verkaufte sich eben gut. „Django und die Bande der Bluthunde“ ist da eine Ausnahme, denn hier heißt der Held wirklich Django. Aber den italienischen Titel wollte man nicht eindeutschen, denn er hätte dann „Django der Bastard“ geheißen und so nahm man den etwas trashigen und blödsinnigen Titel mit den Bluthunden. Vor allem da die Bande an sich nur kurz auftritt und dann in die ewigen Jagdgründe eingeht. Im Grunde geht es hier übrigens fast nur um eines: kreatives Töten. Die Handlung ist mehr als übersichtlich und besteht nur darin, das Django, wie in eigentlich allen Filmen, Rache nehmen will und das letzte der vermeintlichen Opfer eine ganze Armee an Söldnern Django entgegenstellt. Um diese an die 40 Revolverhelden auszuschalten, muss sich Django was einfallen lassen. Das war es eigentlich auch schon. Somit wird die eigentliche Handlung schnell im Wüstenwind verweht und damit leider auch die Spannung. Dennoch gibt es hier einige Schauwerte welche es dem Film berechtigt hier eine neue Veröffentlichung auf DVD zu erfahren. Da gibt es natürlich die typischen Elemente des Italowestern mit den Duellen einer gegen mehrere, Folter, Sadismen und einen generellen Zynismus. Aber auch einige interessante Elemente. Als Django etwa seine Waffe verliert ist er mehr als wehrlos, ja man sieht sogar Angst in seinem Gesicht. Die einzige Szene in welcher der ansonsten äußerst blasse Anthony Steffen überzeugen kann, der niemals die Ausstrahlung anderer Westernhelden erlangen konnte, aber während der Hochzeit des Genres doch erstaunlich erfolgreich war (so drehte er allein 26 Italowestern). Auch das kreative Töten kann sich sehen lassen. Django stellt Fallen und lässt seine Gegner in die Irre laufen. Manche dieser Elemente kann man übrigens abgewandelt auch bei den Western „Pale Rider“ und „Ein Fremder ohne Namen“ von und mit Clint Eastwood sehen. Ein Indiz dafür, dass dieser Streifen zumindest stilistisch einflussreich gewesen ist. Denn auch die Kameraarbeit kann überzeugen. Immer wieder werden ungewöhnliche Perspektiven gefunden und lassen alles sehr surreal wirken. Was noch durch die exzellente Arbeit mit Licht und Schatten betont wird, welche man so ähnlich eher aus dem Film Noir kennt. Dadurch wirkt Django oft wie ein Phantom, ein Geist der nun auf Rache sinnt. Dadurch wird der Held auch überhöht und bekommt was Überirdisches. Somit stößt man mit diesem Streifen durchaus mal auf eine kleine Perle unter all den Abklatschen. Zwar ist er allein schon aufgrund des schwachen Darstellers kein Klassiker, aber doch in gewissem Sinne ein Konglomerat von Zutaten welche den Italowestern ausmachen.

Sowohl das Bild als auch der Ton fallen für einen Billigwestern erstaunlich gut aus und lassen kaum Wünsche offen. Als Extras gibt es leider nur den Trailer und eine Trailershow.

Insgesamt einer der besseren Italowestern, obwohl er nicht zu den Top Ten gezählt werden kann, aufgrund eines schwachen Darstellers und einer kaum vorhandenen Story. Aber die Kameraarbeit, die Action und die Arbeit mit dem Licht macht vieles mehr als wett.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment