Die zwei Gesichter des Januars - DVD

DVD Start: 09.10.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 93 min

Die zwei Gesichter des Januars DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

1962. Der Amerikaner Rydal (Oscar Isaac) hält sich in Athen als Stadtführer über Wasser und trifft eines Tages auf Colette und Chester MacFarland (Kirsten Dunst und Viggo Mortensen). Rydal ist auf Anhieb von dem Paar fasziniert; er fühlt sich angezogen von ihrer kultivierten Art und ihrem sorgenfreien Lebensstil. Doch der Eindruck trügt. Als Rydal die MacFarlands in ihrem Luxushotel besucht, bedrängt ihn Chester, einen offenbar bewusstlosen Mann mit ihm fortzuschaffen. Rydal stimmt zu und begibt sich damit in ein dunkles Netz aus Mord, Eifersucht und Intrigen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Geschnittene Szenen; Interviews mit Kirsten Dunst, Viggo Mortensen, Oscar Isaac, Hossein Amini; Bloopers, Featuerettes; Trailer; Wendecover

DVD und Blu-ray | Die zwei Gesichter des Januars

DVD
Die zwei Gesichter des Januars Die zwei Gesichter des Januars
DVD Start:
09.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die zwei Gesichter des Januars Die zwei Gesichter des Januars
Blu-ray Start:
09.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

DVD Kritik - Die zwei Gesichter des Januars

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Verstrickt in Lügen - Schon auf den ersten Blick wirkt der Thriller „Die zwei Gesichter des Januars“ wie ein Anachronismus. Angesiedelt ist die Handlung in den 1960ern aber das merkt man eigentlich nur an der Kleidung die eher zeitlos klassisch wirkt und auch aus den 30 Jahren davor hätte entnommen werden können. Ansonsten ist eher der Mangel an technischen Hilfsmitteln wie etwa Handys nicht nur auffällig, sondern auch handlungsbestimmend. Ein solcher Stoff hätte heute nicht mehr angesiedelt werden können, wo es an jeder Ecke die Möglichkeit zu kommunizieren gibt. Hier muss man erst an verschiedene Orte reisen, um die nächste Handlung initiieren zu können. Damit ist „Die zwei Gesichter des Januars“ in der Tradition klassischer Thriller und Abenteuerfilme angesiedelt, die meist davon lebten das Amerikaner im Ausland in ein Verbrechen verstrickt werden und nicht nur aus der Falle entweichen, sondern auch mit den Gegebenheiten und Widrigkeiten des fremden Landes zurechtkommen müssen. Das verbindet Krimi mit Exotik und man kann in Bildern schwelgen und doch eine bedrohliche Atmosphäre herstellen. Auch wenn man an allen Ecken und Enden merkt, das sich der Film auf große Genreschultern stellt, so sind die Themen die hier behandelt werden zeitlos. Dem klassisch, nicht altmodisch, inszenierten Thriller merkt man an, das er auf einem Buch von Patricia Highsmith basiert, die oft schöne Amerikaner in eine exotische Kulisse stellte und sie sich in einem Verbrechen verstricken ließ. Da wird ein eher banaler Anlass oft der Auslöser für eine ganze Kette von Ereignissen, die einen immer tiefer in den Abgrund reißt. Einer der ersten Dialoge macht schon klar das hier alles eine Täuschung ist und alles Blendwerk. Jeder spielt einen anderen etwas vor und versucht den anderen für seine Zwecke einzusetzen und auszunutzen. Sei es der Fremdenführer, der seine Klienten betrügt oder der Ehemann der dasselbe in sehr viel größerem Maßstab an der Börse gemacht hat. Um jemanden betrügen zu können, muss man ihn zunächst von sich überzeugen und eine Fassade errichten die vertrauenswürdig ist und somit eine reine Blendung. Auch wenn sich der Film der Stilistik nicht bedient so ist es doch ein Film Noir da sich die Figuren in ihren Netzen verheddern und eine Handlung zu einem Verbrechen führt. Da wieder herauszukommen führt wieder zu einem Verbrechen und man verzettelt sich immer tiefer und jeder im Umfeld wird mit reingerissen. Das ist Film Noir pur. Gerade die letzte Verfolgungsjagd erinnert sogar an den „Dritten Mann“ , nur das die Charaktere nicht durch die Kanalisation rennen, und alles hier ist wie eine Reminiszenz und wirkt wie ein klassischer Hollywoodfilm. Eine blasse Frauenfigur inklusive die nur als Anhängsel und als Objekt der Begierde wirkt. Das Potential von Kirsten Dunst wurde hier eindeutig verschenkt. Die exotische Kulisse ist flirrend beeindruckend und die Dynamik zwischen den Charakteren macht die Spannung ganz abseits von jeglicher Action aus. Man wird in die Handlung gezogen und die Hochglanzbilder Griechenlands wecken eine trügerische Sehnsucht, aber es fehlt der gewisse Kick, weswegen der Film wohl eher für ein reiferes Thrillerpublikum interessant ist, welche sich auch gerne klassische Streifen zu Gemüte führen.

Die Interviews sind teilweise sehr typisch mit dem gegenseitigen Lob und wie toll alles ist. Neben dem Trailer und einer Trailershow gibt es noch ein Extra über die wunderschönen Drehorte, ein behind the scenes mit den typischen Impressionen und ein Making Of welches sich vor allem den Charakteren annimmt. Neben den Pannen gibt es noch entfernte Szenen die aber leider nicht separat anzuwählen sind. Das Bild ist wunderschön und kräftig, aber leider hat der Ton nicht viel zu tun.

Ein unaufgeregter Thriller ganz in der klassischen Hollywoodtradition, wie er auch in den Jahren 1930 bis 1950 hätte inszeniert werden können. Da fehlt zwar der gewisse Kick, aber die Handlung erwächst aus den Charakteren und ist somit recht spannend.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Studiocanal Home Entertainment