Die letzte Flut - DVD

DVD Start: 27.07.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 101 min

Die letzte Flut DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

12,87 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

David Burton, ein junger australischer Anwalt, soll eine Gruppe Aborigines, die des Mordes beschuldigt wird, vor Gericht vertreten. Er beschäftigt sich viel mit diesem Fall und so tauchen immer wieder seltsame Kultsteine und ein mysteriöser Eingeborener in seinen Träumen auf. Zur gleichen Zeit gibt es in Sydney immer wieder unerklärliche Naturphänomene. Bald muss Burton erfahren welche Zusammenhänge es zwischen seinen Träumen und der Realität gibt.
Während draußen über der Stadt sintflutartige Regenfälle nieder gehen, wird David Burton von Träumen und Visionen geplagt. Sie drehen sich um einen Ureinwohner, um mysteriöse Kultsteine und um das Ende der Welt. Haben diese Träume etwas mit seinem aktuellen Fall zu tun?

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Die letzte Flut

DVD
Die letzte Flut Die letzte Flut
DVD Start:
27.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die letzte Flut Die letzte Flut
Blu-ray Start:
27.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

DVD Kritik - Die letzte Flut

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Seit geraumer Zeit wird Australien von einer Serie biblischer Unwetterszenarien geplagt: Schneeballgroße Hagelkörner prasseln auf die australischen Wüsten nieder und die Großstädte werden von sinnflutähnlichen Regenfällen heimgesucht. Inmitten dieser ungewöhnlichen Niederschlagsausprägungen, bekommt es der junge Anwalt David Burton (Richard Chamberlain) mit einem merkwürdigen und undurchsichtigen Fall zu tun. Eine Gruppe von fünf australischen Stammesangehörigen wird beschuldigt, ohne Not einen fremden Mann ermordet zu haben. Burton glaubt für die Männer einen Freispruch erwirken zu können, da sie seiner Meinung nach auf Anweisung von Stammesregeln gehandelt haben, welche für sie das oberste Gebot darstellen. Leider reden seine Mandanten kaum mit ihm und geben ihm nur dezente Hinweise, warum sie den Mann angegriffen haben. So begibt sich Burton selbst auf die Suche nach Antworten und muss sich dabei auf mystische und spirituelle Pfade begeben. Immer tiefer taucht er in diese, für ihn fremdartige Welt hinein und erkennt, dass dieser Fall mit der aktuellen Unwetterproblematik zusammenhängt und dass auch er selbst eine gewichtige Rolle darin einnimmt.

„Die letzte Flut“ von 1977 ist gehört zu den ersten Langspielfilmen von Regisseur Peter Weir, der sich vor allem durch Werke wie „Der Club der toten Dichter“ (1989) oder „Die Trumanshow“ (1998) einen exzellenten Ruf als Regisseur anspruchsvoller Hollywoodfilme erworben hat.

„Die letzte Flut“ gehört zu jener Kategorie von Filmen, die es einem besonders schwer machen, sie einem Genre zuzuordnen, da er aus verschiedenen Bestandteilen zusammen gesetzt ist (Mystery, Thriller, Drama, Justiz- und Ökoelemente) und alle ausgewogen bedient. Das macht den Film sowohl vielschichtig als auch unberechenbar.

Der Film benötigt sehr viel Anlauf um überhaupt in Fahrt zu kommen und die Spannung aufzubauen. In der ersten Hälfte passiert zwar einiges, aber es lässt sich kein gesamtheitlicher Sinn oder Zusammenhang erkennen. Die Unwetterszenarien werden zwar umfangreich und technisch einwandfrei vorgetragen und der Angriff der Stammesangehörigen auf einen Unbekannten weckt das Interesse des Zuschauers, dennoch scheint all dies parallel nebeneinander zu verlaufen, ohne dass es eindeutige Verknüpfungspunkte gibt. Erst in der zweiten Hälfte wird der Zusammenhang deutlich und die Spannung dezent, aber kontinuierlich aufgebaut.

Die filmische Atmosphäre ist geprägt durch das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Welten: auf der einen Seite die moderne Welt von David mit klar definierten Grenzen und auf der anderen Seite die Welt einer beinahe ausgelöschten Kultur, die voller spiritueller Mysterien steckt, die jede Vorstellungskraft übersteigen.

Ohne jemals spektakulär zu sein, schafft es der Film dennoch eine gewisse Faszination auszustrahlen. Die Albträume & Visionen von David, sowie der unaufgeregte aber dramatische Schlussakkord gewähren eine Menge Interpretationsspielraum und laden den Zuschauer dazu ein, sich auch nach dem Abspann mit dem Film kognitiv auseinander zu setzen.

Dieser Film ist sicherlich nicht Peter Weirs Meisterstück, aber ein durchaus eindrucksvolles Stück Art-House Kino. Schade, dass keine nennenswerten Extras auf der DVD vorhanden sind. Ein Interview mit Peter Weir aus heutiger Zeit über diesen Film wäre durchaus interessant gewesen.

Fazit: Ein unspektakulärer, aber durchaus faszinierender Film, der nach behäbigem Start langsam seine Spannung aufbaut. Ein Mix aus Mystery, Spiritualität und Religiöser Weltanschauung, der die Interpretationsfähigkeit des Zuschauers einfordert. Kein Film-Fast-Food, sondern anspruchsvolle, teilweise aber auch sehr schwere Kost.

12,87 € jetzt kaufen

by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment