Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Großbritannien - DVD

DVD Start: 30.06.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 450 min

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Inhalt

Sarah Wiener ist wieder unterwegs, dieses Mal in Großbritannien. Für sie ist es das Land der Queen, des Dauerregens und einer zweifelhaften Küche. Freiwillig würde sie keinen Fuß in ein Restaurant auf der Insel setzen. Doch der Londoner Starkoch Gary Rhodes hat ihr eine Wette angeboten: Erst wenn sie bewiesen hat, zehn klassische britische Gerichte kochen zu können, darf sie sich ein Urteil über die einheimische Küche erlauben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- zusätzliche Szenen
- Making of
- Booklet

DVD und Blu-ray | Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Großbritannien

DVD
Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Großbritannien Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Großbritannien
DVD Start:
30.06.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 450 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener in Großbritannien

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Seien wir mal ehrlich. Wir wissen über die traditionelle englische Küche weitaus weniger als über die südländische. Warum? Die Erklärung ist relativ einfach. In den Nachkriegsjahren boomte die Reise in den Süden, weil der Urlaub dort günstig und warm war. Außerdem kamen viele Arbeiter aus Italien nach Deutschland, die ihre Gerichte mitbrachten und uns damit beeinflussten. Der Norden und vor allem Großbritannien waren schlichtweg nicht schick. Heute erfreut sich die mediterrane Küche auch deshalb immer noch so großer Beliebtheit, weil sie als gesund und frisch gilt. Attribute, die man weder der deutschen noch der englischen Küche nachsagt. Selbst die englischen Starköche, die wir aus dem Fernsehen kennen, sind nicht so sehr auf die traditionell englische Küche fixiert, sondern kochen einen Mix aus verschiedenen Einflüssen.

Sarah Wiener stellt sich also zurecht die Frage: Englische Küche? Gibt's die? Anglophile und diejenigen, die schon einmal einen Urlaub in Großbritannien verbracht haben, wissen, dass es die britische Küche tatsächlich gibt und diese über mehr Gerichte verfügt als nur Frittiertes und Fettiges. Herausgefordert von Gary Rhodes bereist Sarah Wiener also Großbritannien (dazu gehören Nordirland, Schottland, Wales und die Inseln in der Irischen See) und versucht 10 typisch britische Gerichte nachzukochen. Am Ende winkt ihr dann ein Preis, den sie sich in London abholen kann. Zugegeben, die Challenge von Gary Rhodes ist nicht wirklich spannend, denn wer erwartet bei 10 Folgen, dass sie ein Gericht nicht zur Zufriedenheit der Jury kochen kann. Genauso ist der Preis ziemlich unspektakulär – eine Torte. Aber dies bildet nur den Rahmen für die Reise, deswegen verzeiht man das gerne.

Das Konzept ist also ziemlich einfach; die Umsetzung jedoch sehr gut gelungen. Anstatt dass man Sarah Wiener 40 Minuten beim Kochen zusieht, besteht der eigentliche Anreiz darin, dass man sie eigentlich nur die letzten 10 Minuten in der Küche sieht. Die restliche Zeit verbringt sie mit der „Nahrungsbeschaffung“. Das heißt, sie fährt auf See um Kabeljau zu fischen, geht tauchen und hilft bei der Käsezubereitung. Man erfährt also nicht nur viel über die Kochkunst auf der Insel, sondern auch viel mehr über die Herkunft der Gerichte, der Produkte, die verwendet werden und über die Nahrungsmittelherstellung in England. Natürlich sind diese mit Bedacht ausgewählt worden, aber zu einem, wer hätte gedacht, dass Tee in Cornwall angebaut wird. Und zum anderen sind fast alle Lieferanten und kleineren Betriebe lokal ausgewählt und arbeiten vor allen Dingen auf ökologischer Basis. Von wegen in England gibt es nur Fast Food und Massenproduktion.

Sarah Wiener wirkt nicht gekünstelt, wenn sie mit für Engländer sicherlich „radebrechendem“ Englisch versucht, mehr über die Köche, in deren Küche sie werkelt, und die Gerichte zu erfahren. Die Gerichte reichen über allseits bekanntes, wie Fish'n'Chips und das von Ernährungsbewussten gefürchtete English Breakfast bis hin zu solch komplizierten Gerichten mit Moorhuhn, Hirsch (selbst geschossen!) oder Jakobsmuscheln.

Neben den 10 Folgen kann die DVD noch mit einigem Bonusmaterial aufwarten. Es gibt zusätzliche Szenen, die es nicht in die Folgen geschafft haben (leider auch nicht das Rezept für das Lemon Curd). Dazu gibt es noch ein ganz kurzes Making of. Das absolute Highlight ist allerdings das Booklet, das es zu den DVDs dazugibt. Es enthält alle Rezepte und Anleitungen, um die Gerichte selbst nachzukochen. Dazu gibt es noch alle Adressen der Restaurants, Fischereien, Metzgereien, Bäckereien und B&Bs samt Emailadresse, Internetseiten und Telefonnummern. Wer also von einem der Gerichte, Orte oder Köche so angetan war, dass er im nächsten Urlaub selbst dorthin möchte, braucht nicht lange zu suchen, sondern nimmt einfach das Booklet zur Hand. Lediglich zwei kleine Mängel hat die Serie: keine Untertitel und die Polaroid-Fotos sind wirklich unnötig. Aber ansonsten: Thumbs up!

Fazit: Überraschend gelungene Miniserie, in der man mehr über England erfährt als nur das Stereotype. Sie macht Lust auf Kochen und eine Reise nach Großbritannien. Empfehlenswert!

by Doris Rombach
Bilder © Edel Germany GmbH