Die dunkle Wahrheit - DVD

DVD Start: 07.03.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 102 min

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Inhalt

Im Dschungel von Ecuador färbt Blut die Wasserläufe. Die unheilige Allianz zwischen einem multinationalen Konzern und einem grausamen Militärregime hat zu einem Massaker geführt. Nur der Rebell Francisco Franco (Forest Whitaker, "Repo Men") und seine entschlossene Frau Mia (Eva Longoria, TV-Serie „Desperate Housewives”) kennen die Wahrheit. Um eine persönliche Schuld zu begleichen, übernimmt der ehemalige CIA-Agent Jack Begosian (Andy Garcia, "Ocean's 13") die Aufgabe, Francisco zu retten und riskiert alles in einem brutalen Kampf darum, die dunkle Wahrheit ans Licht zu bringen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Hindi, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Holländisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Die ganze Wahrheit Dokumentation

DVD und Blu-ray | Die dunkle Wahrheit

DVD
Die dunkle Wahrheit Die dunkle Wahrheit
DVD Start:
07.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die dunkle Wahrheit

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Action und Pädagogik - Angesichts der hochkarätigen Besetzung fragt man sich, warum „Eine dunkle Wahrheit“ nicht im Kino gelaufen ist. Die Darsteller Andy Garcia („Der Pate 3“), Forrest Whittaker („Der letzte König von Schottland“), Kim Coates, Eva Longoria („Desparate Housewives“) und Deborah Kara Unger („Crash“) sind zwar jeder für sich keine Kassenmagneten, aber doch allesamt gute bis sehr gute Darsteller und immer einen und mehrere Blicke wert. Und das Thema dieses Actionthrillers ist so aktuell wie nie. Vielleicht liegt gerade darin sein Problem. Denn der Film ist engagiert und dürfte sich damit zwischen alle Stühle setzen. Auch wenn jetzt Klischees oder sogar Vorurteile zur Sprache kommen, so dürfte doch der durchschnittliche Zuschauer von Actionthrillern sich eben nur amüsieren wollen und sich geistig zumindest für eine kurze Zeit aus der Realität ausklinken. Was natürlich nicht schlecht ist. Während der Zuschauer von Dramen hingegen vielleicht einen höheren Anspruch hat und auf das Action und Thrillergenre herabsieht. Wie gesagt: nur Klischees. Die Masse will keine Botschaften, sondern Ablenkung. Und bekommt häufig nicht mit, dass beides nicht zu trennen ist. Man muss manchmal nur etwas tiefer graben, um die Botschaft zu finden. Aber gerade ein Blick in die Filmgeschichte besonders der 1970er Jahre zeigt, dass zwischen Anspruch und Unterhaltung kein Abgrund klaffen muss. Man nehme nur etwa „Die 3 Tage des Condor“, „French Connection“, „Die Unbestechlichen“ und, und, und. „Eine dunkle Wahrheit“ liegt ganz auf dieser Ebene. Er bekommt den Anspruch gut hin und ist streckenweise nicht nur blutig, sondern auch sehr spannend. Dabei wird der soziale Aspekt nicht vernachlässigt, sondern ist nahtlos in das Geschehen eingewoben, da gerade hier die Motive aller Figuren wurzeln. Ganz im Gegenteil: er wird etwas zu übertrieben, und beschränkt sich gerade am Ende auf einige deutliche Botschaften und erhebt den Zeigefinger, was sehr ungeschickt ist und etwas enttäuscht. Offenbar traut es der Film seinem Publikum nicht so richtig zu, die Botschaft wirklich verstanden zu haben. Ist diese Lösung schon enttäuschend, kommt noch die emotionale Ebene hinzu. Und das ist für den Film nahezu fatal, denn er hält sich da sehr zurück. Man versteht die Figuren und ihre Motive, sicher. Man sieht die moralischen Grauzonen und wohin ein entfesselter Kapitalismus führt. Es gelingt dem Film zwar eine gewisse Empathie mit den Opfern herzustellen. Aber das ist eher auf einer intellektuellen Ebene und man empört sich nicht. Hier wird viel Potential verschenkt, was zu einer mittelprächtigen Angelegenheit führt. Und das obwohl der Film auf Aspekten beruht, die wirklich geschehen (den Wasserkrieg in Südamerika gab es wirklich) und anhand der aktuell zu sehenden Plakatierungsaktion von Misereor immer noch aktuell sind. Das Thema betrifft uns alle und nicht nur die armen Länder, sondern schlägt sich hierzulande in dem täglichen Brötchenpreis und bei den Preisen von Osterschokolade und Weihnachtssüßigkeiten nieder, wenn Lebensmittelspekulanten die Preise hochtreiben und Privatfirmen die Kontrolle über natürliche Ressourcen wie Wasser an sich reißen wollen. Besonders das Ende dieses sehr soliden Thrillers enttäuscht dann. Aber die starken Darsteller und die Spannung machen das etwas wett. Und es ist schön zu sehen, wie müde Helden einen wirklich guten Grund finden, wieder zu kämpfen und in der Linderung der Not ihren Sinn des Lebens finden. Vielleicht ist es diese Botschaft, welche das amerikanische Publikum abschreckte. Und Filme die in den USA floppen, kommen in Deutschland meist nicht in die Kinos, sondern direkt auf DVD heraus. Auch „eine dunkle Wahrheit“.

Der Ton und das Bild sind gut. Das Making Of ist mit seiner Mischung aus Lob, Werbung und Informationen sehr typisch ausgefallen. Mehr an Extras gibt es nicht.

Leider wird diesem hochkarätig besetzten, spannenden, gut gespielten und actionreichen Thrillern seine eigene, sehr wichtige, Botschaft zum Verhängnis. Denn er versäumt die Emotionen anzusprechen und beschränkt sich gerade am Ende auf den pädagogischen Zeigefinger. Da wäre mehr drin gewesen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment