Die Tribute von Panem - The Hunger Games: District One Edition - DVD

DVD Start: 17.10.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 137 min

Die Tribute von Panem - The Hunger Games: District One Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Aus dem zerstörten Nordamerika ist der Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das ums Überleben kämpfende Volk mit eiserner Hand. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die grausamen „Hungerspiele“: 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss’ Distrikt ist Peeta, den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das perfide Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinogutschein für „Die Tribute von Panem - Catching Fire“, Vorbereitung auf die Spiele - Ein Regisseur bei der Arbeit, Gespräch mit dem Filmkritiker Elvis Mitchell, Suzanne Collins und das Phänomen „Die Tribute von Panem“, Kontrolle über die Spiele, Das Casting, Die Waffen der Arena, Die Entstehung von „Die Tribute von Panem“, Auf dem schwarzen Teppich, Die Mode von Panem, Geschichten von den Tributen, Die Tagebücher der Tribute, Die Stunts in „Die Tribute von Panem“, Die Nahrung in Panem, Briefe aus dem Rosengarten; Propaganda-Film; Scrapbook; Biografien; Kinotrailer (deutsch und englisch)

DVD und Blu-ray | Die Tribute von Panem - The Hunger Games: District One Edition

DVD
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DVD Kritik - Die Tribute von Panem - The Hunger Games: District One Edition

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 6/10


Dass erfolgreiche Buchreihen auch im Kino für ordentlichen Umsatz sorgen können, wissen die Produzenten spätestens seit dem gigantischen Erfolg der „Harry Potter“ – Reihe. Folgerichtig versuchte man im Laufe der Jahre immer wieder neue Marken zu etablieren, um so ein weiteres erfolgreiches Franchise am Start zu haben, wenn die bereits vorhandenen Filmreihen mal zu ihrem Ende gekommen sein sollten. Das ging manchmal ziemlich nach hinten los („Eragon“, „Der Goldene Kompass“), sorgte aber oft auch für sehr überzeugende Gewinnsummen („Die Chroniken von Narnia“) und konnte teilweise sogar eine richtige Massenhysterie auslösen („Twilight“). Im vergangenen Jahr versuchte man sich jedenfalls an einer Adaption der gut verkauften Jugendbuchreihe „Die Tribute von Panem“ und in kommerzieller Hinsicht ging dieser Plan auf. Doch leider kann das nicht von der Qualität des Streifens behauptet werden, der zwar optisch beeindruckend ausgefallen ist, aber auf der Metaebene eine sehr fragwürdige Botschaft präsentiert…

Verwüstet durch Kriege und Naturkatastrophen, ist von den USA in naher Zukunft nur noch ein Trümmerfeld übrig geblieben, das nun den Namen „Panem“ trägt. Eine totalitärer Staat regiert diese neue Welt und bietet seiner Bevölkerung jedes Jahr mit den „Hunger Spielen“ ein blutiges Schauspiel. Aus den 12 Distrikten Panems werden 24 Jugendliche auserkoren, die sich in einem brutalen Gladiatorenkampf gegenseitig niedermetzeln müssen. In diesem Jahr soll die kleine Schwester der sechzehnjährigen Katniss (Jennifer Lawrence) an den Hungerspielen teilnehmen und ihr Tod wäre somit beschlossene Sache. Aus diesem Grund tritt Katniss für sie an und reist mit ihrem ebenfalls auserwählten Freunde Peeta (Josh Hutcherson) ins Kapitol von Panem, dem hedonistischen Zentrum ihrer Welt. Obwohl Peeta ihr vor dem Beginn der Spiele seine Liebe gesteht, ist sie von nun an gezwungen gegen diesen in einen tödlichen Kampf zu ziehen. Nur einer der Tribute kann nämlich überleben, doch Katniss weigert sich die Regeln des grausamen Spieles zu akzeptieren und versucht gemeinsam mit Peeta einen Weg zu finden, um gemeinsam überleben zu können…

Gary Ross entwirft seine Geschichte zunächst extrem langsam und steckt viel Energie in die Exposition, was aber beim ersten Teil einer geplanten Trilogie natürlich durchaus verständlich und sinnvoll ist. Nichtkennern des Buches (wie mir) helfen diese ersten Filmminuten jedenfalls ungemein, um mit dem Panem-Universum einigermaßen warm zu werden und der Geschichte folgen zu können. Man bekommt epische (faschistisch anmutende) Monumentalbauten zu sehen, einen groben Überblick über die vielen Charaktere des Filmes verschafft und beginnt die Probleme der Bevölkerung zu begreifen. Das ist anfangs noch durchaus spannend und man ist daher auch interessiert, wie sich die Geschichte entwickeln wird. Und sehr schnell schlägt der Film medienkritische Töne an: So wirkt beispielsweise die Auswahl der Tribute wie eine dümmliche Castingshow aus dem Privatfernsehen. Aber leider bleibt diese Kritik immer auf einem solch plakativen Niveau, dass man sich als Zuschauer fast für das eigene, zumindest vom Film suggerierte, potentielle Unverständnis schämen muss. Etwas mehr Subtilität hätte dem Werk also sehr gut getan. Doch zu diesem Zeitpunkt kann der Film abgesehen davon durchaus noch überzeugen, er ist unterhaltsam, von epischen Bildern bestimmt und spinnt die Grundidee scheinbar konsequent fort. Leider lässt dieser positive Ersteindruck jedoch ab dem zweiten Filmdrittel schlagartig nach und wandelt sich sukzessive ins Gegenteil – ich war beim Abspann des Filmes sogar richtig verärgert. Das hat vor allem einen Grund:
Auch wenn der Film oberflächlich gesehen den allgemein herrschenden, multimedialen Voyeurismus aufs Schärfste zu verurteilen scheint, lohnt es sich einen kritischen Blick auf die eigene Inszenierung des vermeintlich subversiven Filmes zu werfen. Die Regie bedient sich nämlich heuchlerischerweise ebenso bei nahezu allen angeprangerten, effekthascherischen Mustern voyeuristischer Bildsprache und inszeniert das Ableben der jugendlichen Gladiatoren somit auf höchst geschmacklose Art und Weise. So kann sich die Autorin des Romans das nicht vorgestellt haben – wage ich zumindest zu hoffen. Und da können auch die pathetischen Ansprachen einer solide aufspielenden Jennifer Lawrence nichts mehr retten, weshalb der Film leider in meinen Augen im unteren Mittelmaß hängen bleibt. Allerdings gilt das wohl nur für Menschen mit einem analytischen Blickwinkel, die auch ein Auge auf die Metaebene werfen. Die jugendlichen Buchfans könnten an dem Film daher sogar ihre Freude haben, wenn sie den unschönen Aspekt der Bigotterie des Werkes ignorieren und sich lediglich an den Schauwerten und der rasanten Action ergötzen. Denn „Panem“ unterhält zweifelsohne fabelhaft, vielleicht gerade weil er so heuchlerisch inszeniert wurde. Mir ist der Preis, den man hier für die reine Unterhaltung zahlen muss, jedoch viel zu hoch.

Auch wenn der Film enttäuscht, kann die mir vorliegende DVD – Veröffentlichung von Studiocanal vollends begeistern! Bild- und Tonqualität sind über alle Zweifel erhaben und lassen die beeindruckenden Aufnahmen in ihrer gesamten Pracht auch im Heimkino erstrahlen und garnieren diese mit einer wunderbar kraftvollen Sounduntermalung. Doch getoppt werden diese technischen Qualitäten noch von der gebotenen Fülle an Extras, deren vollständige Aufzählung hier eindeutig den Rahmen sprengen würde (einen Eindruck kann man sich mit den weiter oben stehenden DVD-Details verschaffen) und deren Umfang zu einer Verteilung auf 2-Discs geführt hat (Länge der Bonusdisc: 217 Minuten). So muss eine gelungene DVD-Veröffentlichung aussehen und ausgestattet sein!

Fazit:
Leider handelt es sich bei der Verfilmung des Weltbestsellers „Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele“ um nichts weiter als teuer produzierte und unverschämt gut aussehende Heuchelei. Schade.

by Jonas Hoppe
Bilder © Studiocanal Home Entertainment