Die Todesfaust des kleinen Drachen 2 - DVD

DVD Start: 16.10.2009
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

Die Todesfaust des kleinen Drachen 2 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der junge Kämpfer Lau Zhai kehrt nach Hongkong zurück. Sein bester Freund hat ihm schon versprochen, dass er als Student für den großen Meister Wong Fei Hung arbeiten darf. Dieser ist jedoch zur Zeit auf Reisen, und so sorgt Lau Zhai für mächtig Ärger, als er dahinter kommt, dass ein alter Freund von ihm mit Opium dealt. Dahinter steckt jedoch ein großer Bandenboss, und so sind nicht nur bald Gangster hinter Lau her, sondern er gerät auch noch ins Visier der Polizei.

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | Die Todesfaust des kleinen Drachen 2

DVD
Die Todesfaust des kleinen Drachen 2 Die Todesfaust des kleinen Drachen 2
DVD Start:
16.10.2009
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die Todesfaust des kleinen Drachen 2

Der 1993 entstandene Eastern „Die Todesfaust des kleinen Drachen 2“ wurde nur von der Fantasie der deutschen Titelschmiede, deren obskuren Einfällen bekanntlich keine Grenzen gesetzt sind, zu einer Fortsetzung erklärt. Es wird also kein Vorwissen abverlangt, keine bereits begonnene Story fortgesetzt. International wird der Film auch oftmals mit der Kult-Reihe „Once upon a Time in China“ in Verbindung gebracht, was wohl mit der Erwähnung des Volkshelden Wong Fei Hung zu erklären ist. Dieser spielt allerdings keine direkte Rolle sondern befindet sich auf Reisen.

Den Hintergrund für die ausgiebig zelebrierte Action bildet das untergehende chinesische Kaiserreich, britische Unterdrücker und der schmutzige Handel mit Opium sind zentrale Motive, die aber nur den Aufhänger für eine temporeiche, von patriotischem Stolz erfüllte Story bildet. Das konfuse Drehbuch ist so schwer damit beschäftigt, Gründe für gewalttätige Auseinandersetzungen und Zerstörung des jeweiligen Inventars zu suchen, das so manches Abenteuer dem reinen Selbstzweck dient.

Statt sich also mit unnötigem Ballast wie Charakterzeichnung oder einer schlüssig erzählten Geschichte aufzuhalten, geht „Die Todesfaust des kleinen Drachen 2“ gleich in die Vollen und reiht einen Kampf-Szene an die nächste. Wenn auch der grundsätzliche Ton des Films eher ernst gehalten ist, wird die dargestellte Gewalt niemals wirklich brutal. Sporadisch aufblitzende Slapstick-Elemente tragen zum burlesken Humor bei, die Kämpfe huldigen eher der akrobatischen Kunst des Kampfsports.

Zwar können die mitunter durchschaubaren und hölzenern Choreographien nicht mit den Größen des Genres mithalten, fahren aber einige artistische Glanzpunkte auf. Neben den gekonnt durchgeführten Stunts und der ökonomischen Inszenierung zehrt der Film von den Fähigkeiten seines Hauptdarstellers Yuen Biao, der auch für Choreographie und Produktion verantwortlich zeichnete. In den besten Momenten ist dabei ein annehmbarer und schnell verdauter Eastern heraus gekommen, der Genre-Freunde mit ordentlich vielen Kloppereien bei der Stange hält.

Aufgrund der schematischen Story, den flachen Figuren und der einfallslosen Machart sei allen anderen Zuschauern dringend abgeraten. Man muss ein Faible besitzen für derartige Fernost-Action und als Einstiegsfilm in dieses schier unerschöpfliche Genre ist „Die Todesfaust des kleinen Drachen 2“ mit Sicherheit nicht. Die pornöse deutsche Synchronisation zerstört ohnehin jegliche Glaubwürdigkeit, wer den Film also außerhalb eines trashigen Vergnügens sehen will, sollte auf die Originalfassung zurück greifen.

Fazit: Einfach gestrickte Fließbandware, die mit versierten Martial-Arts-Choreographien unterhält, die allerdings ab und an handwerkliches Geschick vermissen lassen und mit häufig verwendeten Zeitlupen leicht eintönig geraten sind.

Von Mr. Banker Films erscheint eine DVD mit irritierendem Cover, denn so wie er hier gezeigt wird kommt der Hauptdarsteller überhaupt nicht im Film vor. Überhaupt erweckt die äußere Gestaltung einen sehr modernen Eindruck, den der Film dann in keinster Weise einhält. Auf Bonusmaterial muss verzichtet werden, nur eine Trailer-Show mit Filmen aus dem Labelprogramm gibt es zu sehen. Trotz dieser Mängel kann die DVD technisch überzeugen und bietet neben dem kantonesischen Originalton auch die englische und die deutsche Synchronisation. Von den drei Sprachfassungen verströmt die deutsche den wohl trashigsten Charme, während für Eastern-Fans nur der Originalton in Frage kommt.

by Marco Siedelmann
Bilder © Sunfilm