Die Seven-Ups - DVD

DVD Start: 08.06.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 99 min

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Inhalt

Buddy (Roy Scheider) ist Anführer der „Seven-Ups“, einer Spezialeinheit des New York Police Department. Bei ihrer Arbeit sind die Cops oft so gewalttätig, rücksichtslos und kompromisslos wie die Schwerstverbrecher, die sie hinter Gitter bringen. Ein fesselndes Abenteuer, das von der ersten Minute an Nonstop-Action liefert und mit einer Verfolgungsjagd endet, die als eine der besten gilt, die jemals gedreht wurden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 22
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making of (ca. 7 Minuten)
- Deutscher und amerikanischer Trailer
- Bildergalerie mit seltenem Werbematerial und Fotos von den Dreharbeiten

DVD und Blu-ray | Die Seven-Ups

DVD
Die Seven-Ups Die Seven-Ups
DVD Start:
08.06.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Seven-Ups Die Seven-Ups
Blu-ray Start:
08.06.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

DVD Kritik - Die Seven-Ups

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Polizisten in der Grauzone
„Die Seven-Ups“ aus dem Jahre 1972 kann sich durchaus mit den anderen Klassikern aus der Ära messen. Seien es nun „Bullit“, „French Connection“ oder „Dirty Harry“: auch „Die Seven-Ups“ gehört zu den Cop-Thrillern, die ein differenziertes Blick auf die Lebenswelt und Innensicht der Polizisten werfen. Nur ist dieser Film heutzutage nicht mehr so präsent wie die anderen vergleichbaren Filme. Dabei beinhaltet er eine hervorragende, spannende und temporeiche Verfolgungsjagd, die immer noch modern wirkt (auch bar aller PC-Tricks). Diese steht den Jagden etwa in „Bullit“ kaum nach. Aber warum ist der Film nicht im breiten Gedächtnis haften geblieben? Liegt es am Hauptdarsteller? Roy Scheider hat zwar in so manchen Filmen mitgespielt, die allesamt Klassiker wurden wie etwa „Der Marathon-Mann“ und „Der weiße Hai“, aber ein Superstar wurde er nie. Vielleicht fehlte ihm einfach das Aussehen dafür. An mangelndem Talent lag es jedenfalls nicht. Das kann er hier eindeutig beweisen. Allein die letzte Einstellung des Filmes, in der sich alles Erlebte auf seinem Gesicht spiegelt und er seine Erinnerungen an eine schöne Kindheit hinter sich lässt. Ein grandioser Moment. Vielleicht liegt die Fast-Vergessenheit ja daran, dass der Schnitt nicht sonderlich gut ist. Viele Szenen enden etwas zu abrupt und reißen sogar die Musik mitten durch. Hier haben manche Szenen weder einen richtigen Anfang noch ein richtiges Ende. Die Musik ist übrigens gerade in den Spanungsszenen ziemlich enervierend. Aber diese beiden starken Mängel machen einen Film noch nicht so richtig schlecht. Gut, es haben sich manche Fehler eingeschlichen und es gibt mindestens zwei Szenen, bei denen die Darsteller zu langsam auf das Geschehen reagieren. Was auch wieder für den schlechten Schnitt spricht. Merkwürdigerweise ist aber die bereits erwähnte Verfolgungsjagd hervorragend geschnitten. Vielleicht war danach ja das Talent aufgebraucht oder es wurde einfach nicht mehr sorgfältig gearbeitet. Jedenfalls kam „Die Seven-Ups“ zu einem Zeitpunkt auf den Markt, als der Cop-Thriller auf seinem Höhepunkt war und anhand der Polizisten die gesellschaftlichen Zustände der USA nach den turbulenten 60ern untersucht wurden. Vor allem die Verflechtung von Gut und Böse wurde thematisiert und die Verführbarkeit der Kriminalität. Das war zwar auch alles Thema des Film Noir ab den 1930ern, aber hier wurden die Grenzen mehr bei den Charakteren und nicht wie beim Cop-Thriller der 70er im System gesucht. So auch hier. Die sehr spannende und gelungene erste Szene etwa lässt den Zuschauer lange im Glauben, dass hier gleich ein Raubüberfall vonstattengehen wird. Stattdessen entpuppen sich die vermeintlichen Gangster als Polizisten, die eine Bande hochgehen lassen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen also. Dabei werden die Polizisten von ihrem Chef mit den Worten „Was zählt, sind Resultate“ in den Schutz genommen. Es gibt auch weitere sehr denkwürdige Szenen in dem Film. Etwa der Raub in der Waschanlage. Leider ist der Film ansonsten aber auch recht konfus und das mag der Grund sein, warum er in der breiten Film-Öffentlichkeit nicht mehr so präsent ist. Trotz aller Mängel lohnt sich ein Blick aber allemal.

Das Bild und der Ton sind trotz des Alters des Filmes (1972) sehr gut und haben so gut wie keinerlei Mängel. Wie es aber häufig bei älteren Filmen der Fall ist, so gibt es wenig Extras. Schließlich war es damals nicht üblich, Making Ofs zu drehen oder unter den Tisch gefallene Schnipsel aufzuheben. Umso erfreulicher ist es, dass hier ein Making Of vorliegt. Dieses behandelt vorrangig die hervorragende Verfolgungsjagd. Ansonsten gibt es nur den Trailer und eine Bildergalerie.

Trotz einiger Mängel besonders beim Schnitt und einer nervenden Musik ein Klassiker des Cop-Films, der immer noch zu beeindrucken weiß.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment