Die Schlange - Classic Edition - DVD

DVD Start: 20.12.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 110 min

Die Schlange - Classic Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der russische Diplomat Vlassow läuft in Paris kurz vor seiner Rückkehr nach Russland zu den Amerikanern über und bietet diesen gegen Asyl Informationen über russische Spione in den Reihen der Amerikaner und Nato-Partner an. Der Chef der CIA, Davies, ist misstrauisch und wendet sich an den britischen Service-Agent Boyle (Dirk Bogarde). Da beginnen anonyme Täter, die möglichen Spione aus dem Weg zu räumen, zuerst die in Deutschland und in England. Bald schon ist auch der Franzose Berthon im Visier der Ermittler. Doch will Vlassow wirklich Asyl oder steckt hinter seinem Verhalten ein bestimmter Plan?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: dtp entertainment AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Die Schlange - Classic Edition

DVD
Die Schlange - Classic Edition Die Schlange - Classic Edition
DVD Start:
20.12.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die Schlange - Classic Edition

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 4/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Wir befinden uns in den 70er Jahren. Der kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion befindet sich auf dem Höhepunkt und zwischen allen Fronten tummeln sich Agenten umher, deren Aufgabe darin besteht, kriegswichtige Informationen zu sammeln.
Auf einem Pariser Flughafen nutzt der russische Diplomat Vlassow die Gelegenheit, um zu den Amerikanern überzulaufen und Asyl zu beantragen. Im Gegenzug bietet er Informationen über wichtige russische Spione an, die sich in den Reihen der Amerikaner und ihrer NATO-Partner befinden. Nachdem Vlassow eine Liste mit Namen angefertigt und den Amerikanern übergeben hat, kommt ein Agent nach dem anderen ums Leben. Handelt es sich hier um geplante Attentate oder um Selbstmorde enttarnter Verräter? Zudem bleibt die Ungewissheit darüber, ob Vlassow tatsächlich die Wahrheit sagt, oder nur Teil eines raffinierten Planes ist. Als das Oberhaupt des französischen Geheimdienstes ebenfalls von Vlassow beschuldigt wird, spitzt sich die Lage immer weiter zu...

Der französische Spionage-Thriller „Die Schlange“ (Le serpent) von 1973, verknüpft die Rahmenhandlung des kalten Krieges mit einer realistisch-anmutenden fiktiven Krimigeschichte. Da der Film in den 70er Jahren spielt und auch zur selben Zeit gedreht wurde, hat Regisseur Henri Verneuil Eindrücke und Situationen der damaligen Zeit verarbeitet und sein Werk dadurch zum filmischen Abbild eines Bestandteils der damaligen Gesellschaft gemacht.
Der Film ist zu keinem Zeitpunkt überdreht oder rasant, sondern lässt sich viel Zeit und erzählt in ruhigem Tempo seine Geschichte. Anstelle von pompöser Agenten-Action a la James Bond wurde dem Film durch seine authentische Darstellungsweise eine gehörige Portion Realismus verabreicht. Statt wilder Schießereien und turbulenter Verfolgungsjagden sehen wir politisch relevante Dialoge und können im weiteren Verlauf die unterschwellige Spannung ausmachen. Diese ergibt sich jedoch nicht durch den direkten Konflikt, sondern durch die verfahrenen Situationen, in die sich die Charaktere hineinkatapultieren. Der Film ist anspruchsvolles Kinoerlebnis, das sich durch ein cleveres Drehbuch und seine unaufgeregte Darstellungsweise auszeichnet. Action-Junkies werden hier eindeutig zu kurz kommen, wer jedoch eine realistische Prise des kalten Krieges einatmen möchte, der ist hier genau richtig.

Bei einem Polit-Thriller mit einem derart brisanten Thema bleibt die Frage nach dargebotenem oder unterschwelligem Patriotismus natürlich nicht aus. Erfreulicherweise wurde auf altbekannte Klischees verzichtet, was aber in diesem Fall auch keine große Kunst war, da der Film ausschließlich aus amerikanischer und europäischer Sicht erzählt wird. Der Film übt keine direkte Kritik am kalten Krieg per se aus, sondern versteckt diese eher zwischen den Zeilen, indem er den opportunistischen Ansatz des Spionage-Apparates anprangert.

Mit Yul Brynner ist die Rolle des kühlen und unberechenbaren russischen Überläufers perfekt besetzt worden. Allein seine Mimik und seine ausdrucksstarken Blicke zeichnen ein grandioses Bild seiner komplexen Figur. In weiteren Rollen sehen wir Henry Fonda als CIA-Chef und Dirk Bogarde als britischen Agenten.

Der Film feiert 2013 seinen vierzigsten Geburtstag, umso unverständlicher ist da die vorliegende DVD-Ausgabe, die man nur als lieblos bezeichnen kann. Es beginnt bereits bei dem Cover, in dem man zwar Bilder von Yul Brynner und Henry Fonda eingearbeitet hat, jedoch stammen diese Bilder aus anderen Filmen und zeigen beide Schauspieler in erheblich jüngeren Jahren (Brynner hat auf dem Bild sogar noch Haare!!!) als sie zum Zeitpunkt des Drehs waren. Hinzu kommt die Bildqualität, die man nur als unterdurchschnittlich bezeichnen kann. Als Krönung des ganzen kommt das so genannte Bonusmaterial, welches aus drei Trailern anderer Filme besteht. Zwar liegt die deutsche Tonspur in zwei Dolby-Varianten vor, die Original-synchronisation fehlt allerdings.

Fazit: Ein intelligenter und ruhiger Agenten-Thriller mit tollen Darstellern.

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by Till Huber
Bilder © dtp entertainment AG