Die Prinzessin von Montpensier - DVD

DVD Start: 21.06.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 134 min

Die Prinzessin von Montpensier DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Frankreich 1562: Der Glaubenskrieg zwischen Katholiken und Protestanten wütet vor dem Hintergrund von politischer Machtgier, Verrat und Rachsucht. Die schöne Aristokratin Marie de Mézières (Mélanie Thierry) liebt Henri de Guise (Gaspard Ulliel) – einen der furchtlosesten Helden des Königreiches. Doch Maries Vater hat andere Pläne für sie: Eine vielversprechende Hochzeit mit dem Prinz von Montpensier (Grégoire Leprince-Ringuet). Angekommen auf dessen Schloss, wird sie fortan vom protestantischen Deserteur Chabannes (Lambert Wilson) unterrichtet, der dem Charme von Marie ebenfalls nicht widerstehen kann. Als Henri de Guise und der Thronerbe Graf d’Anjou (Raphaël Personnaz) auf dem Rückweg einer Schlacht im Schloss des Prinzen Halt machen, erliegt auch der zukünftige König ihrer Schönheit. Marie findet sich im Zentrum eines leidenschaftlichen Kampfes um ihre Liebe und den Thron...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Die Prinzessin von Montpensier

DVD
Die Prinzessin von Montpensier Die Prinzessin von Montpensier
DVD Start:
21.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Prinzessin von Montpensier Die Prinzessin von Montpensier
Blu-ray Start:
21.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 139 min.

DVD Kritik - Die Prinzessin von Montpensier

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 4/10


Der Film hat eigentlich sehr viel Potential. Zum einen durch die Schauspieler: erfahrene, in bekannten Produktionen mitspielende, französische Darsteller, wie Lambert Wilson (Matrix – Reloaded), Mélanie Thierry (Die Legende vom Ozeanpianisten) und Gaspard Ulliel (Hannibal Rising). Das Thema der Glaubenskriege im Frankreich des 16. Jahrhundert ist bei weitem in der kinematografischen Darstellung nicht so aufgearbeitet, wie andere Jahrhunderte. Kombiniert mit der Geschichte um eine junge Frau, die versucht in dieser Zeit ihren eigenen Weg zu gehen und die Welt zu verstehen, müsste eigentlich aus der Hand von Regisseur Bertrand Tavernier, der schon mit Sophie Marceau zusammengearbeitet hat, einen mindestens soliden Film ergeben.

Leider ist dem nicht so. Es scheint, dass Tavernier sich nicht auf ein zentrales Thema – entweder das Erwachsenwerden von Marie oder das Kriegsdasein – mit einer Nebenhandlung festlegen wollte. Stattdessen schwankt der Film zwischen extensiven Kriegsszenen und dem zurückgezogenen Leben auf der Burg. Aus der Geschichte um die Prinzessin entspinnt sich eine abgehackte Handlung um die Beziehung zu ihrer ersten großen Liebe, dem Herzog Henri de Guise. Anstatt jedoch ihn zu heiraten, wird sie durch Verhandlungen der Väter mit dem Adligen Phillipe de Montpensier verheiratet. Dessen Lehrmeister, der von seinen Kriegserlebnissen heimgesuchte, de Chabannes, leistet ihr während der Abwesenheit des Gatten Gesellschaft. Doch anstatt sich darauf zu konzentrieren, folgt die Handlung wie oben schon erwähnt nicht einer Person, wodurch die Figuren entfremdet bleiben. Denn statt auf die feinen Nuancen zu setzen, die einem die Charaktere näher bringen, werden meist nur explizite Szenen und Dialoge verwendet. Marie, die die Lust und Liebe von mindestens vier Männern inspiriert, muss sich mit so platten Geständnissen zufrieden geben wie:“Natürlich bin ich in euch verliebt“ - warum bleibt ungeklärt. Ihre Entwicklung von einem naiven Mädchen zu einer Erwachsenen, die die Konsequenzen ihres Handeln trägt, ist kein Prozess, sondern ein Staccato, das sich an ihren Verehrern abarbeitet. Von ihrer stürmischen Jugendliebe über die geistige Liebe des Lehrers, hin zu der besitzergreifenden des Ehemannes bis zur zerstörerischen Lust des Prinzen. Als Zuschauer kann man den Entwicklungsprozess kaum nachvollziehen noch erscheint er glaubwürdig. Marie ist nicht die einzige, die so unverständlich bleibt. Die anderen Figuren sind ebenfalls nur oberflächlich gezeichnet. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber die Dialoge sind platt, komplexe Gefühlslagen werden in einem Satz in die Welt hinausgeschleudert.

Die ausführlichen Szenen, die das Barbarische des Glaubenskrieges aufdecken, sind blutrünstig und wenn auch als Kontrast gedacht, doch ein zu brachialer Gegensatz. Bedenkt man, dass Chabannes in den ersten Minuten eine hochschwangere Frau tötet, während neben ihr ein Kind von einem Degen durchbohrt wird, überrascht es, dass der Film eine Freigabe ab 12 Jahren hat.
Zweieinviertel Stunden dauert dieser Film, die langatmig werden, wenn sich wieder ein neuer Verehrer anpirscht, um die Unschuldige zu verführen, oder wieder eine langatmige Kampfszene anbahnt.

Als positiv sind die Extras zu werten: Es gibt Tonspuren für deutsch und französisch, sowie Untertitel in deutsch und englisch. Außerdem ein einstündiges Making of, das sich auf die Arbeit von Bertrand Tavernier konzentriert und wie er mit dem Raum arbeitet, um eine Stimmung zu erzeugen.

Fazit: Was bleibt? Ein gespaltener Film, der leider nicht überzeugt.

by Doris Rombach
Bilder © Studiocanal Home Entertainment