Die Piratenkönigin - DVD

DVD Start: 09.04.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 78 min

Die Piratenkönigin DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Anne Providence ist eine weibliche Waise, die vom berüchtigten Seeräuber Teach alias Blackbeard zur Seeräuberin erzogen und zur Kommandantin eines Kaperschiffs mit ansonsten männlicher Besatzung gemacht wurde.

Als sie beim Entern eines englischen Schiffes den Gefangenen Pierre LaRochelle vorfindet, installiert sie diesen anstelle ihres gefallenen Ersten Offiziers in dieser Position auf ihrem eigenen Schiff. LaRochelle jedoch ist ein von englischen Behörden auf die Piratin angesetzter Spion, der beim Landgang Kontakt sowohl zu seinen Auftraggebern als auch zu seiner Frau sucht. Bei einem Landaufenthalt nähert sich die äußerlich kalte und sexuell ahnungslose Anne ihrem neuen Offizier sexuell an.

Unmittelbar darauf verfeindet sie sich mit ihrem Ziehvater Blackbeard, als der Pierre als einen vermeintlichen Feind zu erkennen glaubt, was sie nicht wahrhaben will. Als sie später jedoch Pierres Doppelspiel erkennt und einsieht, dass er ihr auch sexuell etwas vorgemacht hat, lässt sie dessen Frau entführen und versucht, sie als Sklavin zu verkaufen. Dieses Unterfangen wird von ihrem Schiffsarzt sabotiert, der lediglich aus Dankbarkeit auf ihrem Schiff ist und den Respekt, den er bei ihr genießt, in Form von Ratschlägen und subtiler Kritik ausschöpft. Später setzt Anne Pierre und seine Frau auf einer Sandbank aus, um sich schließlich bei einem Angriff Blackbeards selbst für die beiden zu opfern.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Trailershow

DVD und Blu-ray | Die Piratenkönigin

DVD
Die Piratenkönigin Die Piratenkönigin
DVD Start:
09.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 78 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Piratenkönigin Die Piratenkönigin
Blu-ray Start:
09.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 82 min.

DVD Kritik - Die Piratenkönigin

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Früher Feminismus - „Die Piratenkönigin“ ist ein Klassiker des Piratenfilms und gilt bei einigen Genrefans und Kritikern zufolge als einer der schönsten Piratenfilme. Was vor allem daran liegt, dass der Film aus den 1950ern stammt und, für damals unüblich, eine Frau als Hauptperson nimmt. Damit fährt der Film durchaus nicht auf einer Trashschiene, sondern es gab damals mit Anne Bonny und Mary Read tatsächlich zwei Frauen, die als Piratenkapitäne agierten. Bonny galt für diesen Film als Vorbild und schildert zwar nicht gerade ihr Leben, kann sich aber auf einer historischen Tatsache stützen und gewinnt somit an Legitimität. Liegt hier schon keine filmische Biographie vor, so kann man den Film immerhin als eine Art Entwicklungsstadium sehen. Oft findet man es im Abenteuergenre, dass der Abenteurer durch die Liebe nicht nur sesshaft wird, sondern eventuelle asozialen Strömungen sogar komplett aufgibt. Kurz und verknappt gesagt: durch die Liebe wird der Gauner ehrlich. Das gilt natürlich vor allem für eine Frau. Denn es gehört sich nicht, dass diese einen so männlichen Weg beschreitet. Heutzutage wäre es selbstverständlich, solches filmisch zu zeigen, aber damals war es neu und ungewohnt. Hier ist, trotz allem, deutlich zu merken, dass der Film aus den 1950ern stammt. Liebe kann anscheinend die Piratin, hier Anne Providence genannt, zu einer Güte zurückführen, aber das stimmt nicht mit dem realen Vorbild zusammen. Es gelingt auch nicht, da gerade in ihrer Eifersucht Anne etwas Grausames begeht, was dann auch, zeitgemäß, zu ihrem Untergang führt. Und so ist der Film etwas unentschlossen, wie er mit der Hauptfigur umgehen soll. Zwar ist er durchaus früh-feministisch zu sehen, da es eine solche Frauenfigur bislang noch kaum im Kino gab (sieht man mal vom Film Noir ab), aber die damals vorherrschende Sichtweise ist deutlich zu spüren. Die Actionszenen sind aber gelungen und der Film ist recht aufwendig gestaltet mit einigen Seeschlachten. Filmsprachlich ist er aber enttäuschend und sehr unauffällig. Das muss hier einfach separat erwähnt werden, da der Regisseur niemand geringeres als Jaques Tourneur ist, der als ein Meister der Symbolik und des Licht-Schatten-Spiels gilt. Wofür natürlich vor allem die Genres des Horror- und Kriminalfilms passen („Cat People“, „I walked with a Zombie“, „Goldenes Gift“). Somit sind auch seine dortigen Genrebeiträge unsterblich geworden. Da der Piratenfilm allerdings in Farbe gedreht worden ist, kann Tourneur seine Meisterschaft kaum zeigen. Zudem ist der Film etwas zu melodramatisch ausgefallen, wobei er aber ganz im damaligen Fahrwasser segelte (1951). Der größte Schwachpunkt ist aber Jean Peters in der Hauptrolle. Sie ist schlicht eine Fehlbesetzung. Man nimmt ihr das Flintenweib nicht ab und immer wenn sie hart und grausam wirken will und soll, sieht sie eher schmollend aus. Zudem wirkt sie ziemlich aufgedunsen und die damit verbundenen Pausbäckchen passen nun nicht gerade zu der Rolle. Dabei gibt die reale Anne Bonny so viel Stoff her. Ein Wunder das es keine filmische Biographie gibt. Filmhistorisch ist der Film schon äußerst interessant, aber er hat doch deutlich Muscheln an seinem Rumpf angesetzt.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extra gibt es leider nur eine Trailershow, dabei wäre eine Dokumentation über das historische Vorbild oder ein Extra über den Film sehr schön gewesen.

Filmhistorisch äußerst interessant und ganz gut gemacht, hat er aber doch deutlich Muscheln angesetzt. Vor allem kann man das damalige Frauenbild nicht herausfiltern und Jean Peters ist schlicht eine Fehlbesetzung. Dennoch unterhaltsam.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment