Die Nacht der Giraffe - DVD

DVD Start: 23.08.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 96 min

Die Nacht der Giraffe DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Als kleines Mädchen wird Lana (Ladya Cheryl) von ihrem Vater im Zoo ausgesetzt. Umgeben von Tieren, Grenzen und den Geräuschen einer gezähmten Wildnis wächst sie hier auf, großgezogen von den Tierpfegern. Der Zoo ist ihre ganze Welt. Sie liebt die anmutigen Bewegungen der Nilpferde, die introvertierte Eleganz der Giraffe, das würdevolle Ohrenschlagen der Elefanten. Eines Tages taucht ein junger Mann (Nicolas Saputra) im Zoo auf, ein charismatischer Cowboy und Gelegenheitsmagier. Lana verliebt sich und verlässt an seiner Seite zum ersten Mal den Zoo. Glücklich assistiert sie ihm bei seinen Zaubertricks – bis er eines Tages in einer magischen Rauchwolke verschwindet. Lana arbeitet fortan in einem Erotik-Massagestudio. In ihrem Inneren herrscht der Schmerz über den Verlust des schönen Magiers und der Tiere, die einst Bedeutung in ihre Welt gebracht haben. Getrieben von der Sehnsucht nach Heimat muss Lana sich entscheiden: zwischen Erinnerungen an ihre Vergangenheit und dem Verlangen, den eigenen Weg zu finden. Sie verlässt das Massagestudio und macht sich auf die Suche nach einem vielleicht unmöglichen Ort: zu Hause.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 0
Vertrieb: goodmovies / Neue Visionen
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Indonesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
2 Kurzfilme von Edwin: Trip to the wound, Hulahoop Soudnings

DVD und Blu-ray | Die Nacht der Giraffe

DVD
Die Nacht der Giraffe Die Nacht der Giraffe
DVD Start:
23.08.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die Nacht der Giraffe

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Der indonesische Regisseur Edwin, der bereits mit seinem ersten Spielfilm „Blind Pigs who wants to fly“ (2008) internationale Aufmerksamkeit bekommen hatte, thematisiert in seinem zweiten Film „Die Nacht der Giraffe“ (Originaltitel: „Kebun binatang“, Indonesien / Deutschland / Hongkong (China), 2012) Verlustgefühle und die Suche nach einem Zuhause.
Lana (Ladya Cheryl) wird als Kind im Zoo von Jakarta (Indonesien) ausgesetzt. Dort wächst sie bei anderen heimatlosen, teils illegal beschäftigten Tierpflegern und dem Zoopersonal auf. Als junge Frau lernt sie einen Mann im Cowboykostüm (Nicholas Saputra) kennen, der sich sein Geld als Gelegenheitsmagier verdient. Nachdem in einer Verordnung beschlossen wurde, dass alles nicht legal angestelltes Personal den Zoo verlassen muss, folgt sie dem Magier nach draußen in die „reale“ Welt. Dort versuchen sie, mit Zaubershows ihr Geld zu verdienen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er sie verlässt und sie zum ersten Mal ihren Weg alleine finden muss.

Der zweite Spielfilm von dem indonesischen Regisseur Edwin erzählt eine fragmentarisch aufgebaute Geschichte. Die einzelnen Szenen werden nicht erklärend miteinander verknüpft, sondern wirken wie Momentaufnahmen aus dem Leben der Hauptprotagonistin. So werden öfters in die eigentliche Handlungen minutenlange Aufnahmen aus dem Zoo dazwischen geschnitten, auch als Lana bereits diesen Ort verlassen hat. Damit wird ihre bestehende Verbundenheit zum Zoo deutlich gemacht. Durch diese Art der Erzählung gewinnt der Film eine surreale und traumähnliche Atmosphäre, was ganz im Sinne des Regisseurs war. Im Kontrast dazu stehen die Aufnahmen selbst, die alle sehr realistisch gehalten sind und auch in wirklichen Zoos gefilmt worden sind. Die Bilder der Tiere bestechen durch ihre Nähe und unverfälschte Schönheit. Das Träumerische wird zusätzlich durch einzelne Details wie der Magie, der Kostüme oder den Begegnungen zwischen Mensch und Tier unterstützt. Laut einem Interview mit dem Regisseur treibt es die Ziellosen in Zoos, wo sie auf die Tiere treffen, welche die gleichen Erfahrungen von Verlust – den Verlust des natürlichen Lebensraums - gemacht haben, wie die meisten Menschen selbst. So ist die einsame Giraffe im Jakartaer Zoo – sie lebt auch in Realität dort alleine – ein Spiegelbild für Lana. Die anfänglich rein informativ wirkenden Zwischentexte über Tiere erklären im weiteren Verlauf auch immer mehr den Weg der Protagonistin. Stimmig ist auch der Kontrast zwischen dem Leben im Zoo und der eigentlichen Wirklichkeit. Durch ihre Kostümierung wird ihre Deplatzierung und Verlorenheit noch besser eingefangen. Die Schauspielerin Ladya Cheryl, die bereits bei anderen Filmen von Edwin mitgewirkt hat, scheint die perfekte Besetzung zu sein. Mit großen Augen kann sie über die Schönheit der Natur staunen und geht ihren Weg mit einer gewissen Gelassenheit und doch auch Schwermut, die den Zuschauer berühren kann.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist sehr gut. Die Bonusausstattung setzt sich aus den zwei Kurzfilmen „Trip to the Wound“ (2007) und „Hulahoop Soundings“ (2008) vom Regisseur Edwin und sechs Trailern zu dem Film selbst und zwei weiteren DVD-Neuerscheinungen zusammen.

Fazit: „Die Nacht der Giraffe“ erzählt traumwandlerisch eine fragmentarisch aufgebaute Geschichte, die von den Kontrasten zwischen realen Aufnahmen und surrealen Elementen lebt. Beeindruckend sind dabei die Aufnahmen der Tiere und ihrer ihnen innenwohnenden Schönheit. Gelungen ist das gut vermittelte Gefühl von Verlorenheit, was den Film mehr bestimmt als die eigentliche Handlung.

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by Doreen Matthei
Bilder © goodmovies / Neue Visionen