Die Lincoln Verschwörung - DVD

DVD Start: 01.03.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 117 min

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Inhalt

Washington 1865. Der amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten ist vorbei, aber das Land kommt nicht zur Ruhe. Da wird Präsident Abraham Lincoln ermordet. Die verwitwete Südstaatlerin und Pensionsbetreiberin Mary Surratt (Robin Wright) wird zusammen mit sieben Männern der Kollaboration mit dem Attentäter angeklagt und vor ein Militärgericht gestellt. Ausgerechnet der junge Frederick Aiken (James McAvoy), ein Kriegsheld der Nordstaaten und frischgebackener Anwalt, soll ihre Verteidigung übernehmen. Nur widerwillig erklärt er sich dazu bereit. Während das aufgebrachte Volk nach Rache schreit, wächst bei Frederick im Laufe des Prozesses mehr und mehr Bewunderung für die geheimnisvolle Frau. Doch um das Gericht von Marys Unschuld zu überzeugen und sie vor dem Galgen zu bewahren, muss er sich erst einmal selbst die Frage beantworten: Ist sie ein unschuldiges Opfer? Eine aufopfernde Mutter, die nur versucht, ihren Sohn zu decken, den einzigen Flüchtigen des Attentats? Oder ist sie eine geschickte Lügnerin und kaltblütige Verschwörerin?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Regisseur Robert Redford
- Deutsches Mini-Making Of
- US-Making Of
- Interviews mit: Regisseur Robert Redford, Robin Wirght & James McAvoy, Alexis Bleidel & Evan Rachel Wood
- Bildgalerie
- Geschichtlicher Hintergrund (GB)

DVD und Blu-ray | Die Lincoln Verschwörung

DVD
Die Lincoln Verschwörung Die Lincoln Verschwörung
DVD Start:
01.03.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 117 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Lincoln Verschwörung Die Lincoln Verschwörung
Blu-ray Start:
01.03.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

DVD Kritik - Die Lincoln Verschwörung

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Der Schauspieler Robert Redford tritt sehr sporadisch immer mal wieder auch hinter die Kamera, um bei einigen speziellen Herzensprojekten Regie zu führen. „Die Lincoln Verschwörung“ ist sein achter Film in 30 Jahren und zeigt wieder einmal, wie engagiert Robert Redford in Sachen Politik ist. Sein Film basiert auf dem historisch detailliert recherchierten Drehbuch von James Solomon, der als Journalist arbeitet und zeigt in recht düster gehaltenen Bildern die Gerichtsverhandlung der Mary Surratt (Robin Wright), die als Mitverschwörerin um die Ermordung des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Abraham Lincoln angeklagt und als erste Frau in der Geschichte der USA am Galgen erhängt wurde.

Obwohl der Ausgang der Gerichtsverhandlung durch die historisch belegten Ereignisse bereits im Vorfeld klar ist, mindert es jedoch in keiner Weise die Spannung, die Robert Redford langsam, jedoch stetig aufbaut. Auch spielen die meisten Szenen im Gericht, werden nur durch kleine Sequenzen, in denen rekonstruiert wird, wie das Attentat geplant wurde, durchbrochen. Robert Redford bleibt im seinen Ton zurückhaltend und dennoch kritisch. „Die Lincoln Verschwörung“ handelt zwar vom Attentat auf Abraham Lincoln, jedoch ist sein Hauptanliegen die Verteidigung der verfassungsmäßigen Rechte eines Menschen, dass also jedem Menschen die gleichen Rechte zustehen und auch jeder die Chance auf eine faire Gerichtsverhandlung hat. Im Fall der Mary Surratt wurde ihr vorgeworfen, dass sie vom Attentat auf den Präsidenten wusste, weil sie den Verschwörern ihr Haus geöffnet hat. Zudem war einer der Verschwörer ihr Sohn, der sich zum Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung versteckt hält. Robin Wright, die Mary Surratt darstellt, spielt eine starke Frau, die bereit ist, alles auf sich zu nehmen, um ihren Sohn zu schützen. Bis zum Ende zeigt sie eine Stärke, die bewundernswert ist. An ihrer Seite spielt James McAvoy den jungen Anwalt Frederick Aiken, der im Bürgerkrieg verwundet wurde und nur aufgrund des Wunsches seines Mentors Reverdy Johnson (Tom Wilkinson) die Verteidigung der zu dem Zeitpunkt meistgehassten Frau zumindest im Norden der USA übernahm. James McAvoy gelingt es ebenfalls, seinen Charakter glaubwürdig darzustellen. Zuerst ist er abweisend, glaubt genau wie alle anderen an die Schuld der Frau, zweifelt aber im Laufe der Verhandlung immer mehr an ihrer Mitschuld und schafft es am Ende sogar, einen Richter davon zu überzeugen, dass Mary Surratt einen anständigen Prozess bekommen soll. Hier legt Robert Redford ihm Gedanken von Abraham Lincoln in den Mund, der kein Freund von Rache gewesen ist und der sicherlich nicht damit einverstanden gewesen wäre, wie der Prozess verlaufen ist. Erwähnenswert sind auch Kevin Kline, der als Kriegsminister fast nicht wiederzuerkennen ist und Evan Rachel Wood als Mary Surratts Tochter Anna sowie Danny Huston als gegnerischer Anwalt. Ein bewegender Film!

Keine negativen Anmerkungen gibt es zu der Qualität von Bild und Ton. Das Bild ist, wie oben bereits gesagt, recht dunkel gehalten, trotzdem scharf und deutlich.

Die Extras ergänzen den Film sehr gut. Neben einem kurzen deutschen Making of, gibt es ein längeres englisches sowie Interviews und Details zum geschichtlichen Hintergrund.

Fazit: Eindrucksvoll gespieltes und spannendes Politdrama um ein wichtiges Thema.

by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Universal Pictures