Die Kunst zu gewinnen - Moneyball - DVD

DVD Start: 21.06.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 128 min

Die Kunst zu gewinnen - Moneyball DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

6,99 € jetzt kaufen
6,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

DIE KUNST ZU GEWINNEN - MONEYBALL erzählt die wahre Geschichte von Billy Beane (BRAD PITT). Einst wurde er als künftiger Baseball-Superstar gehandelt, konnte den hohen Erwartungen am Ende aber nicht gerecht werden. Nachdem Billy auf dem Spielfeld versagt hat, wird er der Manager einer Mannschaft und überträgt all seinen Ehrgeiz und Kampfgeist in diesen neuen Job. Zu Beginn der Spielsaison 2002 befindet sich Billy in einer schwierigen Situation: Sein Team, die Oakland A's, kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten und hat seine Star-Spieler (mal wieder) an reichere und bessere Clubs verloren, die ihnen viel höhere Gehälter zahlen können. Billy bleibt nichts anderes übrig, als sein Team komplett neu aufzustellen. Er muss gegen die anderen Mannschaften der Liga antreten - mit einem Drittel von deren Budget. Fest entschlossen, dennoch zu gewinnen, fängt Billy damit an, das bisherige System des Spiels auf den Kopf zu stellen: Er sieht sich außerhalb des Baseball-Sports um, greift die Theorien von Bill James auf, die bisher keiner ernst genommen hat, und heuert den jungen Yale-Absolventen Peter Brand (JONAH HILL) an, einen intelligenten, mit Zahlen jonglierenden Wirtschaftswissenschaftler. Gemeinsam überprüfen sie alles, was bislang als gängiges Wissen galt und setzen sich darüber hinweg, indem sie sich Computer-Statistiken zu Nutzen machen, die vom Baseball-Establishment bisher immer ignoriert worden sind. Scheinbar gegen jede Vernunft, kommen sie zu dem Schluss, dass sie sich Spieler holen müssen, die vom Rest der Liga entweder übersehen oder kalt gestellt worden sind. Spieler, die zu eigentümlich, zu alt oder zu verletzt sind oder einfach zu viele Probleme machen. Die aber alle über bestimmte Schlüsseltalente verfügen, die bislang immer von allen unterschätzt worden sind. Schon bald ecken Billy und Peter mit ihren neuen Methoden und ihrer Gruppe von Außenseitern an: bei der alten Garde, den Medien, den Fans und auch bei ihrem eigenen Field Manager (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN), der sich weigert, mit ihnen zu kooperieren. Aber am Ende führt dieses Experiment nicht nur dazu, dass sich die Art und Weise, wie Baseball gespielt wird, für immer verändern wird, sondern für Billy eröffnen sich dadurch auch ganz neue Möglichkeiten, die über den Sport weit hinausgehen.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Katalanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Billy Beane: Baseball-Revolutionär
- Versprecher mit Brad Pitt und Jonah Hill
- Moneyball: Das Spiel – ein umfassender Blick hinter die Kulissen bei der Entstehung von „Moneyball”

DVD und Blu-ray | Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

DVD
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
DVD Start:
21.06.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 128 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball Die Kunst zu gewinnen - Moneyball
Blu-ray Start:
21.06.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 133 min.
Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (4K Mastered) Die Kunst zu gewinnen - Moneyball (4K Mastered)
Blu-ray Start:
05.09.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 133 min.

DVD Kritik - Die Kunst zu gewinnen - Moneyball

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Es ist wie in der Fußball-Bundesliga. Spielt ein Underdog-Team eine starke Saison, wedeln am Ende die Bosse der großen Vereine mit ihren Scheckbüchern und werben die Besten in der Mannschaft ab, und sei es nur, um damit die eigene Ersatzbank aufzufüllen. Hauptsache, man hat einen potenziellen Konkurrenten um die Spitze geschwächt. Manager Billy Beane (so gut wie selten: Brad Pitt) steht nach Abschluss der Spielzeit 2000/2001 vor demselben Problem – allerdings bei den Oakland Athletics in der amerikanischen Baseball-Liga. Drei Stützen des Teams wurden mit Dollarscheinen zum Wechsel „überredet“. Beane, trotz limitiertem Budget mit dem Neuaufbau betreut, sieht die A’s einmal mehr als „Organspender für die Reichen“ – und will fortan nicht mehr „der letzte Hund am Fressnapf“ sein.

Wie er das schafft, schildert der brillante Streifen „Die Kunst zu gewinnen - Moneyball“ eindrucksvoll und abseits fast jeder Sportfilm-Klischees. Denn beim Werk von Regisseur Bennett Miller (drehte zuvor bereits das überzeugende Biopic „Capote“) liegt die Wahrheit nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem in den Katakomben, in den Beratungsräumen, den Umkleidekabinen und Trainerbüros. Dort entfaltet „Moneyball“ einen ganz eigenen Sog. Wenn Beane und Yale-Absolvent Peter Brand (hat seine Judd-Apatow-Phase anscheinend ohne bleibende Schäden überstanden: Jonah Hill) die alteingesessene Scout-Fraktion der Oakland A’s mit ihren neuen, revolutionären Spieler-Rekrutierungs-Plänen konfrontieren. Wenn Statistik und Datenanalyse auf semiprofessionelle Auswahlkriterien treffen wie das Aussehen der Freundin eines Akteurs (hässliche Freundin = kein Selbstvertrauen beim Spieler). Wenn Baseballer, getreu dem Motto „Der wahre Mensch ist die Ware Mensch“, am Telefon in Sekundenschnelle wie Güter ge- und verkauft werden.

Und wenn sich Beane und Brand, gleich dem Pitcher und Catcher auf dem Feld, beim verbalen Schlagabtausch die Bälle zuwerfen, vergisst man zuweilen, dass es eigentlich „nur“ um Sport geht. Zum Glück agieren hier Zwei auf Augenhöhe und mit der nötigen Chemie, sodass die Oscar-Nominierungen für Pitt und Hill keine Überraschung waren. Dazu ist Philip Seymour Hoffmann (diesmal mit rasiertem Schädel) als zeitweise entmündigter Coach Art Howe wie immer eine sichere Bank. Außerdem gibt es aber auch ausreichend On-Base-Action und es schadet zumindest nicht, wenn man weiß, was eine Strike-Zone, ein Left Fielder und ein Foul Ball sind. Das Vergnügen mindert mangelnde Regelkunde (wie vielleicht bei anderen Baseball-Movies) in diesem Fall aber nicht.

Dass der Film, der auf dem Bestseller-Sachbuch „Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game“ von Michael Lewis basiert, keine staubtrockene und dröge Angelegenheit geworden ist, ist zwei echten Könnern des Drehbuch-Fachs zu verdanken: Aaron Sorkin („The Social Network“) und Steve Zaillian („Verblendung“) haben ein Skript entwickelt, das Billy Beanes Kampf gegen das Baseball-Establishment, seinen unerschütterlichen Glauben an die neuen Methoden bei der Zusammenstellung eines Teams (im Fachjargon „Sabermetrics“ genannt) und den sukzessiven Erfolg der Zahlenspiele auf dem Rasen glaubhaft und spannend nachzeichnet. Gegen Ende des Films heißt es: „Wer als Erster eine Barriere durchbricht, holt sich eine blutige Nase.“ Der einzige kleine Makel, den man dem Duo vorwerfen mag, ist, dass ihr Werk sicher ein paar Minuten zu lang geraten ist. Bei den Rückblenden in Billys eigene Baseball-Karriere oder bei den Begegnungen mit seiner Tochter wären noch Kürzungen drin gewesen.

Die „Moneyball“-DVD bietet diverse Extras mit unterschiedlichem Gehalt. Die drei deutsch untertitelten zusätzlichen Szenen sind entbehrlich, der Take mit einem dauerlachenden Brad Pitt gar komplett überflüssig. Gehaltvoller kommt da das Feature über den Baseball-Revolutionär Billy Beane daher, in dem der echte BB zu Wort kommt. Und Regisseur Bennett Miller sagt, dass er mit seinem Film eine „Geschmacksprobe des Phänomens Sabermetrics“ liefern wollte. „Moneyball: Das Spiel“ gibt Einblicke, wie sehr die Macher in allen Bereichen um Authentizität bemüht waren.

Bild und Ton kann man an sich nichts vorwerfen, schließlich war mit Wally Pfister (Stammkameramann von Christopher Nolan) ein Meister seines Fachs am Werk. Fakt ist aber, dass die Optik nicht die Stärke von „Moneyball“ ist, da viele Schauplätze reichlich unspektakulär und eher in kaltem Grau oder in künstlichem Neonlicht daher kommen.

Brad Pitt als Charakterdarsteller in „Moneyball“ zu erleben, ist eine Freude. Der ewige Frauenschwarm gewinnt seit Jahren mehr und mehr an Profil. Darüber hinaus trägt seine ambivalente Figur dazu bei, dass „Die Kunst zu gewinnen“ weit mehr Tiefe gewinnt als sämtliche bisherigen Baseball-Filme.

6,99 € jetzt kaufen

by Florian Ferber
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment