Die Klasse von 1984 (uncut) - DVD

DVD Start: 31.03.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 94 min

Die Klasse von 1984 (uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine düstere und erschreckend authentische Vision des Schulalltags von 1984 irgendwo an einer amerikanischen Highschool. Die Macht an dieser Schule haben nicht mehr Rektor und Lehrer, sondern der 16jährige Stegman und seine brutale Punk-Gang. Mit Drohungen, Erpressungen und nackter Gewalt bestimmen sie die Regeln. Alle anderen Schüler haben keine Chance. Auch der Versuch des neuen Lehrers Andy Norris, ohne Pistole und Schlagring zum Unterricht zu kommen, scheitert. Als sein Auto in Flammen aufgeht, ein Schüler stirbt und die Punks sich an seiner Frau vergreifen, setzt sich Norris zur Wehr. Doch die Losung der brutalen Schläger steht wie ein Menetekel an der Wand: Uns gehört die Zukunft ... stoppt uns, wenn ihr könnt!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / cmv-Laservision
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Mark Lester (mit optionalen deutschen Untertiteln)
- Featurette "Blood & Blackboards": Making of CLASS OF 1984 (mit optionalen deutschen Untertiteln)
- Fernsehinterview "La Vie En Rose" (mit optionalen deutschen Untertiteln)

DVD und Blu-ray | Die Klasse von 1984 (uncut)

DVD
Die Klasse von 1984 (uncut) Die Klasse von 1984 (uncut)
DVD Start:
31.03.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Klasse von 1984 (uncut) Die Klasse von 1984 (uncut)
Blu-ray Start:
31.03.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.
Die Klasse von 1984 (uncut) (limitiertes Mediabook) Die Klasse von 1984 (uncut) (limitiertes Mediabook)
Blu-ray Start:
31.03.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Die Klasse von 1984 (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Sitzengeblieben
Nach 25 Jahren auf dem Index kommt „Die Klasse von 1984“ wieder auf den Markt. Vorbei die Zeiten als man hinter vorgehaltener Hand darüber tuschelte und sich über Schnittfassungen unterhalten mochte. Jetzt ist alle Spekulation vorbei, denn die vorliegende Fassung ist definitiv uncut. Schon lange hatte der Film Kultstatus was auch daran liegt, dass er ganz bewusst kontrovers inszeniert worden ist, wie es der Regisseur in dem interessanten Making Of zugibt. Mark Lester, der immerhin mit „Der Feuerteufel“ eine Stephen King Verfilmung in seiner Filmographie hat und mit „Phantom Kommando“ einen der ironischsten und actionreichsten Schwarzenegger-Filme realisierte, aber ansonsten im B- und C-Film stecken blieb, war damals schockiert über einige Zeitungsberichte. Der Drogenhandel an den Highschools nahm zu und es kam zu den ersten Morden an den Schulen. Die Klasse von 1984 (uncut) SzenenbildLester war so entsetzt über die Zustände, dass er mit „Die Klasse von 1984“ vor den Entwicklungen warnen wollte und um aufzuzeigen wohin alles driften kann wenn man nicht rechtzeitig gegensteuert.

Genutzt hat das freilich nichts. Eine Highschool wird von einer Schülergang terrorisiert, welche Drogen verkaufen, Schutzgeld erpressen und auch vor Vergewaltigung und Mord nicht zurück schrecken. Nach der Schule dealen sie und bauen eine mafiöse Struktur auf und schicken andere Schülerinnen auf den Strich. Als ein junger idealistischer Lehrer an die Schule kommt der ihnen das Handwerk legen will, kommt es zu wiederholten Konfrontationen welche auch die Machtlosigkeit des Gesetzes gegenüber Jugendlichen aufzeigt und alles endet in einem Blutbad. Im Grunde ist der Streifen nicht nur ein Vorläufer von der Home Invasion, sondern reitet auch auf der Welle solcher Selbstjustizfilme wie „Death Wish“ mit Charles Bronson. Weswegen man den Film manchmal mit Bauchschmerzen sieht und die mangelnde Differenzierung dazu geführt haben dürfte, dass der Film auf dem Index landete (neben der Gewalt natürlich die gegen Ende durchaus Splatter-Elemente aufweist). Denn die Schüler werden so schlimm dargestellt, dass die Gewalt als adäquates Mittel erscheint, wobei deren Satz „Wir sind die Zukunft“ eine deutliche Warnung ist. Vieles was hier erstmals eingeführt worden ist, geriet in den wenigen Jahren danach zum Klischee. Rebellische Jugendliche tragen Lederjacken, hören Metal oder Punk, sind gewaltbereit und verziehen gerne die Gesichter zu Grimassen. So wirkt halt auch manchmal der Film mittlerweile etwas altbacken wobei er mit seiner Kernaussage der Schulgewalt nichts an Brisanz verloren hat. Man fragt sich nur ob er nicht vielleicht aus den falschen Gründen zum Kult geworden ist und eher die Jugendlichen ansprach die so sein wollten wie die hier portraitierte Gang. Obwohl die nun wahrlich nicht ikonisch gezeichnet wird und reine Hassobjekte sind und nichts von Coolness besitzen. Aber trotz der schablonenhaften, konservativen und undifferenzierten Gestaltung ist der Film durchaus spannend geworden und kann die Thrillerfans durchaus zufrieden stellen. Schließlich sind die letztlich praktizierten pädagogischen Konzepte äußerst radikal und tödlich.

Dem Bild sieht man etwas das Alter an aber es wurde gut remastered und hat keine Mängel. Auch der Ton ist gut ausgefallen. Die Extras sind in der Rückschau entstanden und so deutlich interessanter als heutige PR-Maßnahmen weil man dann ehrlicher sein kann. So sind der Audiokommentar und das Making Of sehr erfrischend. Das enthaltende Fernsehinterview entstand damals und abgerundet wird das mit Trailer, Spots, alternativen Credits und einer Bildergalerie.


Fazit:
Manches ist mittlerweile zu einem Klischee verkommen aber die Aussage hat nichts von der Aktualität eingebüßt. Zudem ist der Film spannend und blutig, wobei manches hätte differenzierter gezeichnet werden können.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / cmv-Laservision