Die Hölle von Okinawa - DVD

DVD Start: 08.11.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 108 min

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Inhalt

Ende des ZWeiten Weltkrieges landet eine kampferprobte Einheit der US Marines von See auf einer von Japanern besetzen Insel im Südpazifik. Ihr Vormarsch ins Landesinnere wird durch einen überraschenden Raketenangriff der Japaner unterbrochen.
Der junge, aber erfahrene Kampfoffizier Leutnant Anderson (Richard Widmark) macht sich mit Sergeant James ( ) und 8 weiteren Mannern aus seiner Kompanie auf, um Gefangene zu nehmen und sie über die Position der Station auszufragen. Ein gefährlichen Unterfangen, das für einige tödlich enden wird. Doch daran denkt zunächst keiner, denn Anderson und seinen Leuten bleiben nur 24 Stunden um die Rakentenbasis zu zerstören.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Die Hölle von Okinawa

DVD
Die Hölle von Okinawa Die Hölle von Okinawa
DVD Start:
08.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Hölle von Okinawa Die Hölle von Okinawa
Blu-ray Start:
08.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

DVD Kritik - Die Hölle von Okinawa

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Im April 1945 landen Kampfeinheiten der US-Marine auf der japanischen Insel Okinawa. Da die Informationen über die Stärke der feindlichen Truppen, ihre Ausrüstung und die Standorte ihrer Lager dünn gesät sind, wird der junge Offizier Andersen (Richard Widmark) mit seiner Einheit losgeschickt, um Gefangene zu nehmen und nützliche Informationen einzuholen.
Die Mission wird für Andersen und seine Leute zu einem wahren Höllentrip, denn der Feind kämpft verbissen um jeden Meter Boden und setzt mit seinen Manövern den Amerikanern ziemlich arg zu. Die Soldaten müssen an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen, um aus der Schlacht um Okinawa heil heraus zu kommen.
Lewis Milestone (1895 bis 1980) inszenierte 20 Jahre nach seinem Meisterwerk „Im Westen nichts Neues“ (1930) den Film „Die Hölle von Okinawa“ und steuerte somit einen erneuten Beitrag zum (Anti-) Kriegsfilmgenre bei.

„Die Hölle von Okinawa“ macht es dem Betrachter schwer zu entscheiden, ob es sich hierbei um einen nüchternden Kriegsfilm, oder einen wertenden Anti-Kriegsfilm handelt, der in eindeutiger und kritischer Haltung Stellung zum Thema Krieg bezieht. Die Entscheidung fällt insofern nicht leicht, da der Film ohne wenn und aber diverse Szenen und Einstellungen hat, die den Wahnsinn und die Unmenschlichkeit des Krieges in Dialog und Bildsprache in Szene setzen. Diese sind jedoch qualitativ und quantitativ nicht annähernd so aussagekräftig, wie es Milestone bereits in „Im Westen nichts Neues“ noch zelebrieren konnte. Obligatorische Elemente, wie das zeigen einiger verängstigter und aufgewühlter Soldaten und Kritik an den Befehlen unbeholfener Generäle zu üben sind zwar vorhanden, dies reicht jedoch nicht aus, um den Zuschauer emotional zu involvieren und ihm ein mulmiges Gefühl an die Hand zu geben.
Besonders nach heutigen Maßstäben kann dieser Film den Zuschauer diesbezüglich nicht mehr abholen, da die Maßstäbe im Anti-Kriegsfilmgenre durch Beiträge wie „Der schmale Grat“, „Full metal jacket“ oder „Platoon“ mittlerweile sehr hoch liegen.

Rein für sich genommen, bietet der Film jedoch ordentliche Unterhaltung, da er sich was Kameraführung, Schnitttechnik und Schauwerte anbelangt, keine groben Aussetzer leistet. Die Bilder sind übersichtlich, Schnitttechnik und Kamerafahrt sorgen für abwechslungsreiche Szenen und die Drehorte wirken jederzeit authentisch. Schwächen sind hingegen im Drehbuch auszumachen, da der Mittelteil des Films sehr dröge und langatmig inszeniert ist. Die Handlung tritt auf der Stelle und wird nur sehr langsam vorangetrieben. Zudem bewegen sich die Dialoge an manchen Stellen irgendwo zwischen Belanglosigkeit und Sinnlosigkeit, so dass es stellenweise wirkt, als ob man hier einfach nur etwas Zeit füllen wollte.
Die Kampfszenen sind gut gefilmt und ordentlich choreographiert, so dass es an manchen Stellen durchaus gelingt, eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Leider wird dieses Potential zu selten ausgeschöpft.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Filmmusik, die so gar nicht zu einem Anti-Kriegsfilm passen will, da sie eher nach Marschmusik klingt und den Zuschauer damit zunächst in eine ganz andere Stimmung versetzt, als er es eigentlich sein sollte.
Die Schauspieler machen ihre Sache durch die Bank gut, wobei Richard Widmark hier klar heraus sticht, da seine Figur auch den meisten Tiefgang bietet.

Die Bild- und Tonqualität der DVD liegen im mittleren Bereich. Außer dem Filmtrailer und ein paar weiteren Trailern gibt es leider kein weiteres Bonusmaterial.

Fazit: Ein etwas in die Jahre gekommener (Anti-) Kriegsfilm, der für sich genommen ordentliche Unterhaltung bietet, dem Vergleich mit anderen Größen dieses Genres aber nicht mehr standhalten kann.


by Till Huber
Bilder © Eurovideo