Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition - DVD

DVD Start: 04.12.2008
FSK: ab 12 - Laufzeit: 144 min

Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach etwa einem Jahr kehren die Pevensie-Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) nach Narnia zurück. Dort sind indes 1300 Jahre vergangen und der blutrünstige König Miraz (Sergio Castellitto) beherrscht das Land. Die Kinder helfen dem rechtmässigem Erben Prinz Kaspian (Ben Barnes) dabei den Thron zurückzuerobern.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte, Serbisch, Kroatisch, Slowenisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar von Regisseur Andrew Adamson und den Hauptdarstellern
Die Sets von Narnia: Ein Klassiker erwacht zum Leben
Ein großer Film in einer kleinen Stadt
In Narnia: Das Abenteuer geht weiter
Zusätzliche Szenen
Die Pannen von Narnia
Prävisualisierung von Narnia
Sprechende Tiere und laufende Bäume: Die magische Welt von Narnia
Geheimnisse des Duells
Peter Dinklage wird zu Trumpkin
Warwick Davis: Der Mann hinter Nikabrik

Video on demand - Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia

DVD und Blu-ray | Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition

DVD
Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition
DVD Start:
04.12.2008
FSK: 12 - Laufzeit: 144 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia - Special Edition

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Die „Chroniken von Narnia-der König von Narnia“ war einer der aufwendigsten Filme des Jahres 2005, der allerdings unter einem seltenen Phänomen litt: entweder man hasst oder man liebt ihn. Filme, die es schaffen die gesamte Welt in nahezu zwei Lager zu spalten, sind selten und verdienen doppelte Aufmerksamkeit, so auch der Nachfolger „ Die Chroniken von Narnia-Prinz Kaspian“.

Zu Beginn sei direkt ein besonderer Tipp gegeben: es lohnt sich den Film sowie das Bonusmaterial in englischer Originalsprache anzuschauen, da die deutsche Synchronisation den gesamten Film zu einem Kinderfilm herunter degradiert, wobei die schauspielerischen Leistungen in keinster Weise mit denen des Originals vergleichbar sind. Viele Film-Freunde haben Angst vor der englischen Sprache, weil sie fürchten nicht viel zu verstehen, doch da der neue Narnia-Streifen auch Kinder als Zielgruppe hat, ist der Sprache zu über 90% leicht zu folgen, selbst wenn man des Englischen nicht so mächtig sein sollte.

Nun zum Film selbst: wie auch bei dem Vorgänger wird auch dieses Werk wieder zwei Lager entfachen, nämlich die einen, die es für eine kindliche Adaption mit Herr der Ringe-Elementen halten und auf der anderen Seite diejenigen, die sich auf die Bildgewalt und das gesamte Setting einlassen können. Die vorliegende Kritik tendiert eindeutig zu der (größeren) zweiten Gruppe, da der Film an sich zu viel richtig macht, als das man ihn als kindliche Spielerei einfach abtun könnte – so viel Objektivität muss sein.

Was macht den Film von daher empfehlenswert? Nun zum einen sind es die wirklich außerordentlich glaubwürdigen und guten darstellerischen Leistungen der 4 Hauptcharaktere und auch die anderen Personen spielen ihre Rollen mit einer derartigen Überzeugung, dass man bereits nach wenigen Minuten mitten im Geschehen ist und mitfiebert, was den jungen Helden alles widerfährt – vorausgesetzt natürlich man kann sich darauf einlassen. Aber nicht nur die jungen Darsteller wissen zu überzeugen, denn auch die Charaktere der Tiere haben außerordentlich viel Profil, man könnte sie nach dem Film allesamt sehr einfach beschreiben, weil sie sich nicht nur komplett unterscheiden. Sowohl u.a. der Zwerg als auch der Dachs und die Maus bilden derartig starke Persönlichkeiten aus, die wirklich sowohl prägnant als auch sehr lustig sein können.

Dies ist generell eine Stärke des Films, denn er strotzt zwar vor individuellen Personen und deren Aufeinandertreffen, dennoch wirkt alles sehr harmonisch und es macht dem Zuschauer wirklich Spass auf die Leinwand zu schauen.Ebenfalls ein Plus in Bezug auf die Harmonie sind die Effekte, denn dort sehen nicht nur die Tiere außerordentlich gut animiert aus, sondern sie gliedern sich von der Optik nahezu perfekt in das Setting. Schien das beim Vorgänger noch stellenweise ein wenig hölzern und aufgesetzt von Zeit zu Zeit, ist diesmal alles wunderbar abgestimmt. Hierzu passen auch die überraschend philosophischen und gar nicht mehr so kindlichen Dialoge, die stellenweise lustig, andererseits aber auch bewegend sein können. In diesem Film wird nicht nur etwas gesagt um des Redens Willen, sondern weil es wirklich etwas inhaltlich wichtiges gibt und das ist hoch anzurechnen, da man es sich auch hätte sehr leicht machen können.

Ein Erfolgsrezept für diesen gelungenen Film ist die Tatsache, dass die Produzenten nach durchschnittlichen Kritiken des Vorgängers dennoch sowohl an dem Ensembles als auch an dem Regisseur Andre Adamson festgehalten haben, was sich auf jeden Fall widerspiegelt. War der Regisseur im ersten Teil der Chroniken von Narnia noch darauf bedacht die Charaktere einzuführen und einen möglichst guten Einstand für die weiteren Teile der 7-Bücher-umfassenden Romanvorlage zu erschaffen, kann er sich hier ausleben. So kommt es zustande, dass die Tiere nicht nur noch besser aussehen, sondern auch das Thema „Schlacht“ deutlich in den Vordergrund geschoben wird, wobei natürlich Vergleiche mit dem Schlacht-Primus „Herr der Ringe“ aufkommen, jedoch versucht Adamson sein ganz eigenes Ding zu machen – das ist auch gut so. Es gibt bereits zu viel schlechte „HdR“-Kopien und obwohl man merkt, dass er sich von den Kamera-Fahrten hat inspirieren lassen, hat er genau das richtige Timing dem ganzen einen neuen Schliff zu geben, gerade dann als der Zuschauer sich an „HdR“ erinnert.

Kritik selbst kann man jedoch auch üben und so muss sich jeder Fan des neusten Teils von den Abenteuern aus Narnia den Vorwurf gefallen lassen, dass er trotz aller Bemühungen erwachsen zu sein, dennoch einen sehr kindlichen Look hat, was viele Kino-Gänger abgeschreckt haben könnte. Obwohl dies vollkommen unbegründet ist, wirkt er aufgrund seines Settings, seiner Hauptcharaktere wie eine Disney-Version von anderen Filmen, was sehr schade ist, da der Film so viel mehr sein könnte. Auch fällt negativ auf, dass die angesprochene Harmonie zwar zwischen den 4 Geschwistern, dem Setting, den Effekten und im Allgemeinen vorhanden ist, jedoch fällt es schwer den „Prinz Kaspian“-Darsteller sofort in diese Welt einzugliedern, da er optisch mehr Schönling als Schauspieltalent ist. Allerdings sei hierbei erwähnt, dass man schon sehr auf diesen Prinzen achten muss, damit man deren schauspielerischen Grenzen sieht, da alles gut kaschiert ist und die anderen Schauspieler derartig überzeugend sind.

So bleibt abschließend nur eine Empfehlung auszusprechen sich diese Collectors-Edition ( wegen dem hervorragendem Bonusmaterial) unbedingt zu holen, sie jedoch in der Originalsprache anzusehen, da sonst viel vom Flair kaputt gemacht und der Film um 2,5 Punkte-Stufen nach unten korrigiert werden müsste. Der Film macht einfach Spass, entführt einen in eine fremde Welt, nimmt den Zuschauer ernst und hat von der ersten Minute an die Ambition wirklich zu unterhalten und zu bewegen – das schafft er auch.


by Sven Hensel
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment




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