Die Tochter des Teufels - DVD

DVD Start: 07.12.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

Die Tochter des Teufels DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Während ihre Mitschülerinnen fröhlich nach Hause in die Winterferien aufbrechen, warten Kat (Kiernan Shipka) und Rose (Lucy Boynton) im katholischen Mädcheninternat Bramford vergeblich auf die Ankunft ihrer Eltern. Mit zwei alten Betreuerinnen bleiben sie allein in der abgelegenen Privatschule zurück. Während Rose dies für nächtliche Treffen mit ihrem Freund nutzt, setzt Kat das Alleinsein an dem Ort, an dem Gerüchten zufolge das Böse haust, mehr und mehr zu: Düstere Alpträume, unheilvolle Visionen und mysteriöse Anrufe verfolgen sie.
Offenbar zur selben Zeit reist die in sich gekehrte Joan (Emma Roberts) per Anhalter Richtung Bramford und wird von einem freundlichen älteren Ehepaar mitgenommen. Doch je näher sie ihrem Ziel kommen, umso seltsamer wird das Verhalten des Mädchens …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Making-of, Audiokommentar des Regisseurs

DVD und Blu-ray | Die Tochter des Teufels

DVD
Die Tochter des Teufels Die Tochter des Teufels
DVD Start:
07.12.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Tochter des Teufels Die Tochter des Teufels
Blu-ray Start:
07.12.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Die Tochter des Teufels

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Teuflische Adoleszenz
Der deutsche Titel des Filmes, „Die Tochter des Teufels“, ist sehr reißerisch und nimmt nicht nur eine Wendung in dem Streifen vorweg, sondern ist auch noch inhaltlich falsch. Im Original heißt der Horrorfilm schlicht „February“, also „Februar“, und wurde auch mal als „The Blackcoat`s Daughter“ verliehen, was eigentlich auch keinen Sinn macht, denn „Blackcoat“ ist ein englischer Begriff für einen Büroangestellten. So ist „February“ viel schöner als Titel, da er nicht nur eine Stimmung evoziert, sondern auch anzeigt, wann die Handlung spielt. Die ist recht übersichtlich. Ein Mädcheninternat steht kurz vor den Winterferien und alle machen sich auf den Weg zu ihren Familien. Nur Kat (Kiernan Shipka) und Rose (Lucy Boynton) müssen noch eine Weile warten, da ihre Eltern nicht aufgetaucht sind, sondern sich verspäten. So befinden sich die beiden Mädchen mit zwei Erzieherinnen allein in der weitläufigen und zugeschneiten Anlage. Und die Atmosphäre wird immer bedrohlicher, als Kat einige merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legt. Währenddessen ist ein Ehepaar auf dem Weg zu ihrer Tochter als sie eine junge Anhalterin (Emma Roberts) mitnehmen. Diese kommt wohl gerade aus einem Krankenhaus, jedenfalls entfernt sie heimlich ein Identifizierungsband von ihrem Handgelenk, und ist dankbar für die Hilfe. Je weiter man voranfährt, desto merkwürdiger verhält sie sich aber.

Emma Roberts spielt Joan
Emma Roberts spielt Joan © Koch Media
Eigentlich klingt das nach nichts und die größte Spannung besteht darin wie denn alles zusammenhängen mag. Es ist nicht spektakulär was hier passiert. Es gibt kein Gemetzel, kaum Adrenalinschübe, kein Serienkiller und keine Effektorgie mit Monstern, Zombies, Geistern und so weiter. Und doch schwingt das alles mit. Der Zuschauer kennt schließlich sein Genre und weiß spätestens seit „Shining“ das der Aufenthalt in eingeschneiten weitläufigen Anlagen selten gut ausgeht. Es ist hier vor allem die Atmosphäre die einen packt und nicht mehr loslässt. Orte die immer gut belebt vorzufinden sind wie Schulen, Kaufhäuser oder Krankenhäuser entfalten eine unheimliche Atmosphäre wenn man sie leer, also außerhalb des gewohnten Rahmens vorfindet. „Die Tochter des Teufels“ spielt sehr geschickt damit und man erwartet Elemente des Geisterfilmes wie unheimliche Geräusche, sich schließende Türen, etc. Das kommt durchaus vor, wird aber immer mit einem Kniff versehen. Zudem ist die Veränderung von Kat sehr schleichend und sorgt durch das grandiose Schauspiel von Kiernan Shipka (manchen wohl aus der TV-Serie „Mad Men“ bekannt), für ordentliche Gänsehaut. Sie wirkt so unschuldig und rein, aber wenn sie mal zu einem unpassenden Moment lächelt oder einen ominösen Satz dahinhaucht, dann fröstelt es einen. Ebenso ergeht es einem bei Emma Roberts („Nerve“), deren Charakter man nicht einzuordnen weiß. Sie ist einem sympathisch, aber langsam, ganz langsam, beginnt man sich vor ihr zu fürchten. Hier kommt das Grauen auf leisen und hübschen Sohlen bis es immer stärker wird. Und ganz am Ende erst gibt es eine Wendung welche alles erklärt und den Zuschauer äußerst verstört zurücklässt. Erst dann erkennt man die Hinweise welche den ganzen Film über eingestreut waren und ist versucht, den Horror direkt noch einmal zu erleben. Ein stark strukturierter, hervorragend gespielter und gut fotografierter, stimmungsvoller leiser Horror wie man ihn leider viel zu selten vorfindet. Ein Geheimtipp. Kaum zu glauben, dass der Film von Oz Perkins ein Debüt ist. Von dem Regisseur kann man noch viel erwarten. Und von den drei Hauptdarstellerinnen auch.

Kiernan Shipka spielt Kat
Kiernan Shipka spielt Kat © Koch Media
Der Ton und das Bild sind sehr gut, wenngleich letzteres manchmal etwas schärfer hätte sein können. Als Extras gibt es neben den obligatorischen Trailer noch einen Audiokommentar des Regisseurs und ein interessantes Making Of, welches aber auch viel gegenseitiges Lob enthält, sich also der Werbung nicht ganz entziehen kann.


Fazit:
Ein Geheimtipp. Das Grauen kommt hier auf leisen Sohlen und ist geschickt strukturiert und vor allem sehr gut gespielt.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media