Die Mumie (2017) - DVD

DVD Start: 19.10.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 106 min

Die Mumie (2017) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine einst mächtige Königin (Sofia Boutella) wird in unserer heutigen Zeit zu neuem Leben erweckt. Vor Jahrhunderten von Jahren wurde sie in einer Gruft tief unter der Wüste begraben.
Damals wurde sie zu Unrecht ihrer Bestimmung beraubt – und nun übersteigen ihre unermesslich gewachsene Bosheit und zerstörerische Wut jede menschliche Vorstellungskraft…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
D, GB, TR, HI: Dolby Digital 5.1
Untertitel:
D, GB ,TR, HI, DA, FI, IS, NO, SV, AR
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Unveröffentlichte und Erweiterte Szenen
In der Realität verwurzelt
Leben in der Schwerelosigkeit: Den Flugzeugabsturz erschaffen
Ahmanet vorstellen
Cruise in Aktion
Die Entstehung von Jekyll und Hyde
Choreografiertes Chaos
Nick Morton: Auf der Suche nach einer Seele
Ahmanet Reborn: Die animierte Graphic Novel
Filmkommentar mit Regisseur/Produzent Alex Kurtzman und den Darstellern Sofia Boutella, Annabelle Wallis und Jake Johnson

DVD und Blu-ray | Die Mumie (2017)

DVD
Die Mumie (2017) Die Mumie (2017)
DVD Start:
19.10.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Die Mumie (2017) Die Mumie (2017)
Blu-ray Start:
19.10.2017
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DVD Kritik - Die Mumie (2017)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Frische Bandagen Mumien hatten schon immer eine Faszination welche nicht nur die Morbidität ansprach, sondern auch zum Nachdenken über die eigene Sterblichkeit anregte und was wohl danach kommen mag. Im Ägyptenrausch befindliche Aristokraten des viktorianischen Zeitalters veranstalteten sogar Partys in deren Verlauf Mumien ausgewickelt worden sind. Kein Wunder also, dass die einbalsamierten Leichen auch schon früh Teil der Horrorfilme Hollywoods wurden. 1932 erschien „The Mummy“ mit Boris Karloff in der Hauptrolle und damit ein Klassiker des Horrorfilmes. Dabei stand er nicht allein, sondern das Filmstudio Universal schuf in den 1930ern viele derartige Klassiker wie „Dracula“, „Frankenstein“, „Der Unsichtbare“ und andere Monster was bis in die 1950er reichte zu Filmen wie „Der Schrecken vom Amazonas“. Angesichts des Erfolges der Konkurrenz wie Disney und Marvel mit dem Cinematic Universe hat man sich jetzt bei Universal entschlossen ein Dark Universe zu schaffen. Im Zuge dessen sollen alle Klassiker des Horrorfilmes neu verfilmt werden. Mit dem Ziel diese auch miteinander zu verbinden und so eine Einheit, ein eigenes Universum zu schaffen. „Die Mumie“ von 2017 ist der Auftakt dazu und nicht direkt als ein Remake des Filmes „Die Mumie“ von Stephen Sommers aus dem Jahre 1999 zu betrachten.

Nick Morton (Tom Cruise)
Nick Morton (Tom Cruise) © Universal Pictures
Es gibt einige wiederkehrende Elemente. So etwa ein Abenteurer, diesmal Superstar Tom Cruise, der aus Versehen das Böse erweckt. Eine junge Archäologin, stark: Annabelle Wallis, welche sich permanent mit ihm im Clinch befindet und eine Jagd quer über die Kontinente. Natürlich kommt auch das Aussagen der Lebenskraft hinzu mit der sich die Mumie regeneriert und ein von der Mumie gesteuerter Sandsturm. Das war es eigentlich schon mit den Gemeinsamkeiten. Vor allem ist der Humor hier nur sehr selten zu finden. Es gibt einige recht lustige Szenen, aber der Grundton ist insgesamt düster und der Horror wird mehr in den Vordergrund gestellt. Dabei hat es dann zwar nichts mit dem legendären „Die Rache der Pharaonen“ mit Christopher Lee zu tun der sehr auf die Atmosphäre setzte, sondern mit Action. Es geht nicht schaurig atmosphärisch zu, sondern ist von der „Underworld“-Reihe geprägt. Sprich: es gibt beeindruckende Action welche starke Anteile von Horror besitzt. Manches mag man hier als gut getrickst abtun, aber in den Specials wird erläutert, dass die Tricks alle real sind. Auch die Szenen in der Schwerlosigkeit sind in der Tat in einem solchen Zustand gefilmt worden, was sie nachfühlbar und intensiv werden lässt. Digitale Effekte wurden hier so weit wie möglich vermieden. Von der Story her bezieht man sich eher auf den Film von 1932 denn auf den von 1999. Die Mumie will ihre große Liebe wieder auferstehen lassen. Hier aber mit einem umgekehrten Vorzeichen: da die Mumie diesmal eine Frau ist, ist das Objekt der Begierde, der dann die Inkarnation des Todesgottes Set werden soll, ein Mann. Tom Cruise muss also keine Maid in Nöten retten, sondern er selber ist die Maid. Dabei ist er hier kein strahlender Superheld, sondern hat durchaus einen unsympathischen Charakter der sich allmählich wandelt und so auch dem Zuschauer näher kommt.

Ahmanet (Sofia Boutella) ist wütent
Ahmanet (Sofia Boutella) ist wütent © Universal Pictures
Überhaupt ist eine der Stärken des Filmes die Ambivalenz der Charaktere. Neben Tom Cruise, der als Mit-Produzent übrigens stark die Actionszenen beeinflusst hat, verschafft Annabelle Wallis ihrem Charakter Tiefe. Aber das wird noch getoppt durch Sofia Boutella als Ahmanet die ihren Charakter nicht als reines Monster auftreten lässt, sondern, wie schon in den 1930ern üblich, die tragische Seite, das dramatische des Wesens vermitteln kann. Deutlich wird das auch von Russell Crowe gemacht, der hier einen Charakter spielt, der als Bindeglied des Dark Universe fungieren wird und in sich die Eigenschaften aller Monster auf die Spitze treibt. Zugegeben: die Story ist etwas mau und lebt nicht gerade von unerwarteten Wendungen, aber die Schauwerte sind absolut sehenswert und die Effekte beeindruckend. Zudem ist der Film, was bei einem Actionhorrorfilm schon eine Seltenheit ist, hervorragend gespielt. Man wünscht dem Film den nötigen Erfolg, damit auch die weiteren Filme des Dark Universe möglich bald zu sehen sind. Übrigens gibt es in einer Szene schon Hinweise auf die anderen Streifen.

Archäologin Jenny Halsey (Annabelle Wallis)
Archäologin Jenny Halsey (Annabelle Wallis) © Universal Pictures
Zu Zeiten in denen auch große Blockbuster auf Extras verzichten oder diese auf Special Editions verschieben, um später noch einmal zur Kasse bitten zu können, ist die Ausstattung hier mehr als lobenswert. Neben einem Audiokommentar gibt es etwa mehrere Making Ofs welche diesmal nicht nur reine PR-Mätzchen sind, sondern wirklich in die Entstehung gehen, entfernte Szenen, Charakterdeutungen und so weiter. Natürlich ist ein Werbeeffekt gegeben und ein gegenseitiges Lob wenn der Cast vorgestellt wird, aber gerade die Specials über die Actionszenen sind hervorragend. Was man auch vom Ton und dem Bild sagen kann, bei denen kein Wunsch offen bleibt.


Fazit:
Zwar ist die Story an sich etwas mau, wenn sie zwischen zwei legendären Vorbildern pendelt, aber die Schauwerte sind hervorragend und zudem ist der Film stark gespielt. Auf Rollenklischees wird weitgehend verzichtet und die Charaktere sind keine Schablonen. Ein vielversprechender Auftakt zum Dark Universe.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures