Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels - DVD

DVD Start: 27.03.2015
FSK: ab 18 - Laufzeit: 87 min

Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die verwaisten Geschwister Marlee (Tracy Wells) und Jeffrey (Carlton Beener) finden nach dem Tod ihrer Eltern ihr neues Zuhause in einem Kloster. Doch eine unheimliche Stimmung liegt dort in der Luft. Ein antiker Spiegel, in dem eine dunkle Kraft zu wohnen scheint, ist die Wurzel allen Übels...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Maritim Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)

DVD und Blu-ray | Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels

DVD
Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels
DVD Start:
27.03.2015
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Devil Dance - Im Spiegelbild des Teufels

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Raben und Spiegel - Manchen dürfte der Film auch unter dem Titel „Raven Dance“ bekannt sein und ist die Fortsetzung zu dem Streifen „Mirror Mirror“ der zeitgleich auf DVD veröffentlicht wird. Leider ist die technische Ausstattung wie meist bei älteren Filmen etwas mau geraten. Sofern das Produktionsjahr von 1994 so alt zu nennen ist. Jedenfalls ist der Ton etwas zu leise ausgefallen und das Bild eher durchschnittlich. Als Extra gibt es leider auch nur den Trailer zu sehen.

Auch wenn der Film eine Fortsetzung ist, der Originaltitel lautet „Mirror Mirror 2: Raven Dance“ so kann man ihn getrost auch ohne Vorwissen des anderen Filmes sehen. Das einzige was beibehalten worden ist, ist der Spiegel der Zugang zu einem Dämon und vice versa erschafft und diejenigen die sich darin betrachten und Wünsche äußern in seine Gewalt bringt. Nun hat man den Spiegel einfach in ein Kloster gestellt. Wie und warum er dahin kam ist irrelevant. Ansonsten wird eine komplett neue Geschichte erzählt. Und was hatte man für Voraussetzungen! Ein Kloster an sich ist natürlich schon geeignet für eine schaurige Atmosphäre die mit Gothic Horror Einflüssen punkten kann. Oder besser: könnte, denn dieses Potential wird hier verschenkt. Es wird aus dem Setting rein gar nichts gemacht. Was auch den möglichen religiösen Subtext betrifft. Wenn ein Dämon in einem Kloster, das gelichzeitig ein Waisenhaus ist, wütet, so sind Fragen nach Moral, Schuld und Gut und Böse ja sehr naheliegend. Außer für diesen Drehbuchautor, der nichts damit machen kann. So wird die vorgegebene Atmosphäre verschenkt und alle Symbolik und theologische oder zumindest moralische Fragen weit weg geschoben. Ein Spiegel an sich ist natürlich ein starkes und vieldeutiges Symbol, wobei er hier irgendwie weit weniger stringent benutzt wird wie noch in „Mirror Mirror“. Die Heldin gerät unter seinen Einfluss, aber weniger indem sie ihn nutzt. Stattdessen verfielen die Macher auf eine Erbschleichergeschichte und erhöhen den Krimianteil. Die böse Stiefschwester will mit ihrem Verbündeten, einem Arzt, ihre zur Waise gewordene Schwester so unter Druck setzen das sie sie für unzurechnungsfähig ernennen lassen kann, was ihr Zugang zu dem Geld verschaffen würde. Hier gelingen in der Tat einige sehr gute Szenen, da man nicht immer sagen kann, was nun real ist, Traum, eine List der Bösen oder der Einfluss des Spiegels. Die Grenzen zwischen Realität, Wahn und Traum verschwimmen zeitweise auf geschickte Art und Weise. Leider ist die Story nicht glaubhaft und die Figuren handeln nicht immer logisch und gegen Ende ergibt dann rein gar nichts mehr einen Sinn, weil die Inszenierung sich mit den Ereignissen ins Gehege kommt. So wird jemand als potentiell übernatürliches Wesen in Szene gesetzt, was er aber wohl doch nicht ist, was mit einigen Vorgängereinstellungen überhaupt nicht passen will. Aber bis zum Ende muss man erst mal durchhalten. Denn das Hauptmanko des Filmes ist die Tatsache, dass er schlicht und ergreifend langweilig ist. Er ist zwar ungekürzt, aber die Morde sind stümperhaft inszeniert und nur zweimal gibt es eine leichte Splatterszene. Einzig Tracy Wells in der Hauptrolle vermag zu fesseln. Zwar ist sie nicht gerade eine herausragende Darstellerin, besitzt aber genug Ausdrucksstärke und ist zudem eine gute Tänzerin, um den Zuschauer auf ihre Seite zu ziehen. Leider war ihre Karriere nach diesem Film beendet und sie drehte nur noch zwei TV-Filme im selben Jahr, um sich dann zur Ruhe zu setzen. Mit 23 Jahren.


Fazit:
Trotz vieler Möglichkeiten und guter Prämissen, wurde der Film in den Sand gesetzt. Langweilig, viele Fehler und eine Unentschiedenheit was man hier eigentlich erzählen will, können nur die Morde und die Hauptdarstellerin überzeugen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Maritim Pictures