Der unbekannte Charlie Chaplin (New Edition) - DVD

DVD Start: 15.10.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 155 min

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Inhalt

Eine dreiteilige Dokumentationsreihe der Filmhistoriker Kevin Brownlow und David Gill. Sie präsentieren noch nie gesehene Szenen, die aus Chaplins Filmen rausgeschnitten wurden und eigentlich vernichtet werden sollten sowie anderes kostbares Filmmaterial. "Der unbekannte Charlie Chaplin" gibt wertvolle Einblicke in die Machart von Chaplins Filmen, der stets ohne Drehbuch arbeitete. Außerdem vertiefen Interviews mit Freunden, Verwandten und ehemaligen Arbeitskollegen den Blick in das unbekannte Wesen Charlie Chaplin.

Begleitet mit der fantastischen Musik von Carl Davis wird die DVD zum filmhistorischen Genuss. Besonders erwähnenswert ist dabei die Einarbeitung einiger Titel, die Chaplin selbst kreiert hatte. "Der unbekannte Charlie Chaplin" ist ein beeindruckendes, exklusives Werk über den einzigartigen, unvergessenen Chaplin und zweifellos ein Juwel unter den Dokumentationen über Filmgeschichte.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
Bildergalerie, Die Entstehung von "Der unbekannte Charlie Chaplin", Making Of "Der Graf", Trailer, Kurzfilm "Chaplin meets Harry Lauder"

DVD und Blu-ray | Der unbekannte Charlie Chaplin (New Edition)

DVD
Der unbekannte Charlie Chaplin (New Edition) Der unbekannte Charlie Chaplin (New Edition)
DVD Start:
15.10.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 155 min.

zur DVD Kritik
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DVD Start:
14.06.2010
FSK: 0 - Laufzeit: 155 min.

DVD Kritik - Der unbekannte Charlie Chaplin (New Edition)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Charlie Chaplin war seinerzeit einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Persönlichkeiten im Filmgeschäft. Mit monumentalen Werken wie „Goldrausch“, „Lichter der Großstadt“, „Moderne Zeiten“ oder „Der große Diktator“, faszinierte Chaplin mehrere Generationen für das Medium Film und machte sich selbst zu einer der wichtigsten Personen in der Geschichte Hollywoods.
Chaplins Filmkarriere und sein Privatleben wurden bereits mehrfach in Dokumentationen beleuchtet und lieferten Fans jede Menge Backgroundinformationen. Die Frage lautet nun: Kann uns „Der unbekannte Charlie Chaplin“ etwas Neues bieten, oder wird hier nur Altbekanntes wieder aufgewärmt?

Die dreiteilige Dokumentationsreihe „Der unbekannte Charlie Chaplin“ wurde im Jahr 1983 von den Kevin Brownlow und David Gill fürs amerikanische Fernsehen produziert. Nachdem die Filmhistoriker davon Wind bekamen, dass sich Filmdosen mit bislang unbekanntem Material aus Chaplins Schaffenszeit im Privatbesitz verschiedener Personen befanden, war die Idee für diese Dokumentation geboren. Nach Monatelangen Verhandlungen wurde das Material ausgehändigt und gesichtet. Auf diesem, bislang noch nie veröffentlichtem Material aufbauend, sollte der Filmemacher Charlie Chaplin von einer noch gänzlich unbekannten Seite gezeigt werden.

Bei der Flut unzureichend recherchierter Dokumentationen ist „Der unbekannte Charlie Chaplin“ ein Paradebeispiel für investigativen Filmjournalismus. Anhand von verloren geglaubten Probeaufnahmen, nie fertig gestellter Filme, loser Filmschnipsel und aufschlussreicher Interviews mit Beteiligten, wurde die Methodik des Regisseurs Charlie Chaplin in mühevollster Kleinarbeit rekonstruiert. So zeigt sich, dass Chaplin für keinen seiner Filme ein Drehbuch hatte, sondern immer intuitiv und ausprobierend Szene für Szene drehte und somit Unmengen von Aufnahmen und Drehtagen benötigte. Aber auch sein Hang zum Perfektionismus und seine kreative Genialität sind Themen dieser Reihe und werden immer wieder anhand verschiedener Aufnahmen konkret beschreiben.
Bei aller Hingabe für den technischen Aspekt seiner Filmkarriere, verliert die Dokumentation aber auch nie den Menschen Charlie Chaplin aus dem Auge. Besonders in verpatzten Filmszenen und kurzen Aufnahmen vom Set, wird die ehrgeizige und impulsive, aber auch die charismatische und freundliche Seite von Chaplins Charakter gezeigt. Dabei gibt sich „Der unbekannte Charlie Chaplin“ nie dem Populismus hin oder verkommt zu einer uneingeschränkten Chaplin-Huldigung. Kritische Themen wie sein Verhältnis und sein Umgang mit den Darstellern oder seine unökonomischen Arbeitsweise werden konstruktiv angesprochen und sogar Filmtricks werden entlarvt.

Die Bildqualität ist bei der Berücksichtigung des Alters der Filmausschnitte zufriedenstellend und birgt einen cineastischen Retro-Charme in sich. Als Extras bietet die DVD zwei sehr interessante Making-Of’s, einen Kurzfilm, den Trailer und eine Bildergalerie.

Fazit: Sticht aufgrund ihres inhaltlichen Mehrwertes aus der Masse der Chaplin-Dokumentationen deutlich hervor. Ein absolutes Muss für Cineasten und Chaplin-Fans.


by Till Huber
Bilder © KSM GmbH