Der letzte schöne Tag - Ausgezeichnet! Die Gewinner-FilmEdition - DVD

DVD Start: 19.04.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Der erste schöne Tag im Herbst ist für Lars Langhoff und seine beiden Kinder Maike (13) und Piet (7) der letzte schöne Tag für lange Zeit. Die Anästhesistin Sybille Langhoff kann gegen den Wunsch zu sterben nicht länger ankämpfen. Bevor sie sich das Leben nimmt, ruft sie ihren Mann und die Kinder an, um noch einmal ihre Stimmen zu hören. Doch das können Lars und die Kinder nicht ahnen. Keiner bemerkt etwas, für sie ist es nur ein ganz normales Telefonat. Später werden sie sich schwere Vorwürfe machen, denn noch am selben Tag begeht Sybille Suizid. Niemand im Umfeld Sybilles hat von ihrer Todessehnsucht gewusst, und so hinterlässt ihr Tod die Familie völlig geschockt und ratlos, und auch Sybilles Abschiedsbrief wirft eher Fragen auf, als dass er sie beantwortet.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Booklet mit Interviews der Darsteller und Macher

DVD und Blu-ray | Der letzte schöne Tag - Ausgezeichnet! Die Gewinner-FilmEdition

DVD
Der letzte schöne Tag - Ausgezeichnet! Die Gewinner-FilmEdition Der letzte schöne Tag - Ausgezeichnet! Die Gewinner-FilmEdition
DVD Start:
19.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Der letzte schöne Tag - Ausgezeichnet! Die Gewinner-FilmEdition

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


„Der letzte schöne Tag“ von Regisseur Johannes Fabrick beginnt dort, wo viele Filme gerade erst enden und zeichnet den atmosphärisch beklemmenden und emotional erschöpfenden Kampf einer Familie, die den Suizid ihrer Mutter verarbeiten muss. Nachdem sich Sybille ein letztes Mal bei jedem Familienmitglied telefonisch gemeldet und eine zeitversetzte Email für ihren Mann Lars (Wotan Wilke Möhring) verfasst hat, nimmt sich die an starker Depression leidende Mutter von zwei Kindern in einem Wald das Leben. Lars, der keine Zeit findet um das Drama wirklich verarbeiten zu können, findet sich schnell in einem zermürbenden Dickicht aus Trauer, Wut, Bürokratie und gesteigerter Verantwortung wieder. Nicht nur, dass er sich um alle kleinkarierten Formalitäten der Trauerfeier zu kümmern hat, so muss er auch eine starke Schulter für seine beiden Kinder sein, obwohl Lars selbige ebenfalls dringend nötig hätte.

Der Film bringt viele Facetten der Suizid- und Depressions-Thematik unaufgeregt und authentisch auf den Punkt, sowohl was die Inszenierung als auch das Drehbuch angeht. Kitsch, Klischees und Hollywoodromantik sucht man in diesem Fernsehfilm vergeblich, stattdessen werden wir mit einer beängstigend realistischen Konstruktion eines glaubhaften Vorfalls konfrontiert, der uns aufgrund seiner Nachvollziehbarkeit emotional berührt und uns Empathie geradezu aufzwingt. Die Charaktere agieren so, wie viele Menschen in einer solchen Situation reagieren würden und schämen sich auch nicht dafür, wenn sie an einer Stelle keinen Gefühlsausbruch zeigen, wo sgeneigter Cineast aufgrund vielfältiger Hollywooderfahrung einen solchen erwarten würde.

Statt sich auf die Aufarbeitung der Beziehung zwischen Lars und Sybille zu fokussieren, stehen in diesem Film vor allem die alltäglichen Dinge nach dem Selbstmord im Vordergrund, die in anderen Filmen oftmals keine Berücksichtigung erfahren. Organisation der Beerdigung, Rückkehr in den Alltag, Reaktionen von Freunden und Angehörigen, sowie die Rolle der Peer-Group und der sozialen Netzwerke.
„Der letzte schöne Tag“ berührt uns nicht nur emotional, sondern er gibt uns darüber hinaus noch wichtige Tipps an die Hand, ohne sie jedoch als Allheilmittel anzupreisen. Insofern ist der Film ein kleines Stück Filmkunst für Kopf, Herz und Seele.

Die Schauspieler agieren allesamt auf einem sehr hohem Niveau, ohne dass sie sich dem Overacting zuwenden. Besonders Wotan Wilke Möhring, dem gerne mal etwas Lethargie nachgesagt wird, zeigt uns beispielsweise während der Beerdigungsszene eine bislang kaum wahrgenommen Facette seiner Schauspielkunst, die sowohl beeindruckt als auch schockiert. Auch die beiden Jungschauspieler, Matilda Merkel und Nick Julius Schuck, liefern tolle Momente ab und schaffen es gekonnt, die Sprünge zwischen den verschiedenen emotionalen Gefühlsebenen glaubwürdig rüber zu bringen.

Der Film liegt in guter Bild- und Tonqualität vor. Als Extras gibt es Trailer und ein sehr informatives Booklet, wo mitunter auch Informationen zum Thema Depression aufgeführt sind. Genau wie der Film, war man sich auch hier seiner Verantwortung bewusst.

Fazit: Beängstigend realistische Fallstudie mit tollen Darstellern. Beklemmend und berührend zugleich.

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by Till Huber
Bilder © Edel Germany GmbH