Der letzte Exorzismus - DVD

DVD Start: 03.03.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 83 min

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Inhalt

Der weit gereiste Prediger Cotton Marcus wird von Schuldgefühlen geplagt. Seine Teufelsaustreibungen sind reine Illusion, doch seine bibeltreuen Anhänger glauben an ihn und zahlen gut für seine Arbeit. Bei einem letzten Exorzismus will er den Schwindel durch ein Fernsehteam aufdecken lassen. Die Mission führt sie in den Süden der USA, wo die Farmerstochter Nell vom Teufel besessen zu sein scheint. Die Show beginnt, doch nicht wie Marcus geplant hatte. Eine dunkle Macht offenbart sich Marcus und dem Team und ihm muss schnell etwas einfallen, um Nell, sein Team und sich selbst vor diesem Dämon zu retten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Audiokommentar von Daniel Stamm und den Schauspielern Ashley Bell, Patrick Fabian und Louis Herthum, Audiokommentar von den Produzenten Eli Roth, Eric Newman und Tom Bliss, Einführung zum Film von Eli Roth, Interaktiver Bereich, Interview mit Daniel Stamm und Patrick Fabian, Interview mit Eli Roth und Ashley Bell, Wendecover

Video on demand - Der letzte Exorzismus

DVD und Blu-ray | Der letzte Exorzismus

DVD
Der letzte Exorzismus Der letzte Exorzismus
DVD Start:
03.03.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

zur DVD Kritik
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FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.
Blu-ray
Der letzte Exorzismus Der letzte Exorzismus
Blu-ray Start:
03.03.2011
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DVD Kritik - Der letzte Exorzismus

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Show, Religion und Schuld
Alle Exorzismusfilme haben ein großes Problem. Denn sie müssen sich mit einem der besten Horrorfilme aller Zeiten messen: „Der Exorzist“. Jeder der auch nur dasselbe Thema hat, muss sich einen direkten Vergleich gefallen lassen. „Der letzte Exorzismus“ natürlich auch. Die Filme können dem nur entgehen, wenn sie einen neuen Ansatz suchen. „Der letzte Exorzismus“ ist das gelungen. Zum einen wird durch die Handkamera eine durchgehend subjektive Perspektive geschaffen wie sie auch Filme wie „The Blair Witch Project“, „Cloverfield“ und „Diary of the Dead“ haben. Das ermöglicht dem Zuschauer intensiv an dem Geschehen teil haben zu können. Zum anderen weil die Story so manche Wendungen eingeht und so mit den Erwartungen des Zuschauers spielt. Beides, die Wendungen und die Handkamera, macht den Film sehr spannend. Der Zuschauer weiß einfach nicht genau, was noch kommen wird. Ob die Frau nun wirklich besessen ist, oder nicht. Oder wer dann. Und welche Rolle andere Figuren spielen. Die guten Darsteller tun ihren Teil dazu bei, dass man als teilnehmender Beobachter nie mehr weiß als die Protagonisten und im Ungewissen gehalten werden. Eine weitere gute Unterscheidungsebene zu „Der Exorzist“ wird durch den anderen Subtext geschaffen. „Der Exorzist“ war teilweise eine Metapher auf die erwachende Sexualität. „Der letzte Exorzismus“ ist eine auf den Niedergang der Institution Kirche. Er verhält sich vor allem der amerikanischen Kirche gegenüber sehr kritisch und bemängelt den großen Showanteil. Viel Blendwerk soll verhindern, dass die Gläubigen die mangelnde Substanz bemerken. So predigt die Hauptfigur das Rezept über Bananenbrot mit so einer Inbrunst, dass die Gläubigen trotzdem „Halleluja“ und „Amen“ rufen. Auch der Exorzismus wird als Blendwerk angesehen und von dem Reverend mit diversen Tricks inszeniert. Nur in der Hinsicht wo es wirklich auf deren Glauben, auf die Kirche und auf deren Möglichkeiten ankommt, versagen ausnahmslos alle. Das ist insofern tragisch, da ja die Gläubigen das Bedürfnis nach der Kirche haben, aber von ihr nicht mehr ernst genommen werden. Die Zahl der Exorzisten und der Ausübungen des Exorzismus steigt im Übrigen massiv an. Ein weiteres Thema des Filmes, welches hier sehr gut ausgearbeitet ist, gehört zu dem Subgenre: Frömmigkeit und Demut, die anderen aufgezwungen werden und durch diese Unterdrückung entsteht Schuld und diverse psychische Störungen. In diesem Film weiß man nicht immer, ob es wirklich ein Dämon ist oder die puritanische Frömmelei, welche das Leiden auslöst. Und diese Unentschiedenheit und Kritik verleiht dem Film seine große Spannung und seinen Reiz.

Von der Bildqualität kann man aufgrund des Ursprungsmaterials nicht sonderlich viel erwarten, aber es ist schön scharf. Ein aus subjektiver Perspektive gedrehter Film lebt in nicht unwesentlichem Maße vom Ton. Hier ist er in ein paar Sequenzen etwas zu leise. Die Figuren im Film hören noch vor dem Zuschauer etwas und somit verpuffen ein paar, kleine, Spannungsmomente. Aber es gibt viele gute Extras: ein etwas banaler Einführungskommentar von dem Produzenten Eli Roth (der als Regisseur ja auch „Hostel“ und „Cabin Fever“ drehte), gute Audiokommentare von den Produzenten, dem Regisseur und zwei Darstellern, ein Making Of welches zum größten Teil eine Werbemaßnahme ist, eine lobenswerte Dokumentation über Exorzismen, Interviews mit Regisseur Daniel Stamm, Eli Roth und zwei Darstellern, Trailer und Extras für den PC, die aber nicht auf jedem Rechner laufen werden.

Spannend, intelligent und voller Wendungen. Dem Subgenre „Exorzismusfilme“ kann durchaus noch neue Facetten abgerungen werden. Die subjektive Kamera zieht den Zuschauer in das Geschehen und sorgt für eine permanente Ungewissheit.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment




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