Der Sezierer - Nicht alle Toten schweigen - DVD

DVD Start: 06.12.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Schweigsam und gelassen übt der Sezierer im städtischen Leichenschauhaus sein grausiges Handwerk aus. Die heruntergekommene Stadt voller Gewalt und Terror liefert ihm mehr als genug Arbeit. Auch in seiner Freizeit umgibt er sich lieber mit dem Tod - er stopft Tiere aus. Doch dann löst das Tattoo eines Gemäldes auf dem Bauch einer toten Frau seltsame Erinnerungsfetzen in ihm aus. Zur gleichen Zeit begegnet er Kane, einem Jungen auf der Flucht vor dem Mörder seiner Mutter. Das aggressive und verängstigte Kind bringt etwas lang Verborgenes in dem erstarrten Mann in Bewegung. Plötzlich regen sich überraschende Gefühle, Erinnerungen erwachen. Der Sezierer ergreift Partei, er mischt sich ein - und schlägt zurück!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Originaltrailer
- Trailershow

DVD und Blu-ray | Der Sezierer - Nicht alle Toten schweigen

DVD
Der Sezierer - Nicht alle Toten schweigen Der Sezierer - Nicht alle Toten schweigen
DVD Start:
06.12.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
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Blu-ray Start:
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FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.
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DVD Kritik - Der Sezierer - Nicht alle Toten schweigen

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Aus der Kälte
„Der Sezierer“ wird als Psychothriller vermarktet, was den Inhalt aber nicht trifft. Vielmehr ist der Film ein Drama mit Krimielementen. Als Hauptfigur dient hier ein Sezierer der städtischen Leichenhalle, der innerlich schon abgestorben und somit perfekt für seinen Job geeignet ist. Wenn er seine tägliche Arbeit als Sezierer beendet hat, pflegt er zu Hause sein Hobby indem er Tiere ausstopft. Der Mann ist ziemlich unsicher und verängstigt und schleicht schnellen Schrittes durch die Straßen einer völlig heruntergekommenen Gegend einer amerikanischen Großstadt, die von Gangs beherrscht werden. Der einzige menschliche Umgang ist der mit einer Prostituierten. Ansonsten will er nur seine Ruhe und trauert seiner Mutter hinterher. Der Mann ist so zugeknöpft und akkurat, dass er sogar im Oberhemd in sein Bett geht. Zudem ist er physisch kalt. Als ob die Toten in seiner Leichenhalle die Kälte auf ihn übertragen hätten. Andererseits ist er innerlich schon längst abgestorben und lebt in der Vergangenheit. Nicht nur seine offenbare Obsession von seiner Mutter, auch seine Kleidung und die Einrichtung seiner Wohnung zeugen von einem Verharren im Vergangenen. Der Rapper von dem Wu Tang Clan Method Man macht seine Aufgabe bemerkenswert gut und zeigt die Unsicherheit und die Angst dieses Mannes hervorragend. Nur während der Arbeit hat der Mann ein Selbstbewusstsein und die langsame Entwicklung ist glaubhaft dargestellt. Als ein auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassener Mann als Träger eingestellt wird, gerät die abgeschlossene Welt etwas aus den Fugen. Auch ein von einem Gangster gejagter Junge wird für den Sezierer seine Konsequenzen haben. Als Thriller kann man den Film nicht unbedingt bezeichnen, da die Gewalt und nervenzerrende Spannung nicht zu finden ist. Aber als Drama, über einen Mann der langsam auftaut und sich öffnet, ist der Film gelungen. Gegen Ende des Filmes in einer der besten Szenen schwitzt er sogar. Die ersehnte Ruhe und Ordnung ist trügerisch, denn dem, was einen einschüchtert und Angst bereitet, kann man nur wirkungsvoll begegnen, wenn man sich ihm stellt. Die nicht näher bezeichnete amerikanische Großstadt ist eine Trümmerwüste. Die Straßen sind voller Müll, so gut wie jedes Haus eine Ruine. Eine absolute Trostlosigkeit und grausame Menschen beherrschen nicht nur die Szenerie, sondern auch das Gemüt der Menschen. Alle versuchen gerade so über die Runden zu kommen. Wer versucht anderen zu helfen, muss mit negativen Konsequenzen rechnen. Aber dieses ist dennoch notwendig, um nicht innerlich abzusterben. Insofern ist der Film ein guter Vertreter des Neo-Noir-Films, wenngleich filmsprachlich dafür nicht allzu viel getan wird. Eine zentrale Bedeutung bekommen Mutterfiguren, denn sowohl die Mutter des Helden, als auch eine Ermordete waren Mütter und zwei andere Figuren übernehmen ebenfalls Mutterrollen. Andere zentrale Themen, die am alleroffensichtlichsten sind, sind Vergebung und Rache. Insgesamt macht das einen guten Film, der aber ähnlich wie die Hauptfigur etwas zu unterkühlt ist. So fühlt sich der Zuschauer nicht sonderlich mitgerissen.

Das Bild ist schön klar und auch der Ton ist gut. Als Extras gibt es leider nur den Trailer. Und das ist zu wenig.

Etwas zu unterkühlt, um den Zuschauer wirklich zu überzeugen, liegt aber dennoch ein gelungenes Drama mit Krimielementen vor. Der Rapper Method Man kann in seiner komplexen Rolle durchaus überzeugen.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite