Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen - DVD

DVD Start: 28.04.2016
FSK: ab 12 - Laufzeit: 97 min

Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Das Wasser herrlich blau, die Strände weiß, die Touristen zahlreich: Ocean Beach ist ein echter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, leider aber nicht nur für die. Denn als zunehmend Menschen verschwinden und deren abgenagte Knochen wieder an Land gespült werden, wird schnell klar, dass etwas unbeschreiblich Großes sein Unwesen in den maritimen Tiefen treibt: Ein gigantischer Polyp, für den Meeresbiologe Dr. Turner (John Huston) bald schon die Verantwortlichen ausgemacht hat: Denn eine skrupellose Baufirma hat die Bucht verseucht. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem eine Segelregatta zahlreiches Jungvolk anlockt ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen

DVD
Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen
DVD Start:
28.04.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen
Blu-ray Start:
28.04.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 4/10


Wehrhaftes Meeresfrüchtchen
Nein, „Der Polyp“ ist kein neuer Polizeifilm, sondern ein Klassiker des Tierhorrorfilmes, der in der sogenannten „Creature Feature“ Reihe veröffentlicht wird. Wie es aber so bei den allermeisten Tierhorrorfilmen der Fall ist, so muss auch dieser eindeutig dem Trashbereich zugerechnet werden. Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen SzenenbildUnd das gleich in mehrfacher Hinsicht. Was allerdings etwas überrascht sind die namhaften Darsteller die für diesen Unterwassermurks engagiert werden konnten. Was sie allerdings geritten hatte hier teilzunehmen, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Shelley Winters war mal eine angesagte Darstellerin und trat auch in einigen Western auf wie dem Klassiker „Winchester 73“ oder einem der Urväter des Psychothrillers „Die Spur des Jägers“, bis sie vornehmlich in dem B-Film Sumpf versank und sich auf Gastauftritte und TV-Serien beschränkte. Viel namhafter als Winters sind aber der Regisseur John Huston, der so welche Meisterwerke schuf wie „African Queen“ und auch oft, wie hier, als Darsteller auftrat. Vor allem konnte mit Henry Fonda ein Superstar gewonnen werden. Man kann es nicht anders werten, als das die beiden Herren noch ein bisschen ihre Rentenkasse aufwerten wollten und Shelley Winters überhaupt froh war noch eine Rolle zu bekommen. So hart das klingt. Aber die Rollen für die drei Stars sind für den eigentlichen Film gar nicht relevant und hätten locker gestrichen werden können, da sie nichts zu der Handlung beitragen, sondern eher für Komik (Winters) und etwas politisch-wirtschaftliche Kritik sorgen (Huston vs. Fonda). Und doch sind die drei das beste am ganzen Film und deren Gage hätte man wohl eher für die Special Effects nehmen sollen, denn diese sind selbst für die damalige Zeit der 1970er schlecht ausgefallen. So sind Modelle deutlich erkennbar und die Plastikbestandteile des Tintenfisches auch. Dabei hat der Film durchaus seine Momente. So ist der nächtliche Angriff auf ein Schiff sehr spannend ausgefallen und gerade die Szenen unter Wasser sind schön geworden. Allerdings lässt sich nun wahrlich nicht verschweigen, dass der Film allzu deutlich im Kielwasser von „Der weiße Hai“ schwimmt und ihn teilweise sogar kopiert. Da kann auch eine blutige Szene nichts daran ändern, dass hier für ein Trashvergnügen die Selbstironie fehlt. Immerhin gibt es mit der Kritik an dem Raubbau an der Natur einen typischen Aspekt der 1970er als langsam das Umweltbewusstsein immer stärker zum Tragen kam. Allerdings ist das sehr aufgesetzt, da der Polyp nicht durch Gifte mutiert wurde oder prähistorisch ist. Er ist einfach sauer, dass Arbeiten unter Wasser sein Revier verletzten. Und nachdem er ein Baby verspeiste (übrigens ein Novum für Hollywood: normalerweise sind Babys als Opfer ein Tabu), hat er Geschmack gefunden am Menschenfleisch und rächt sich im Namen aller Calamari die in Restaurants auf den Tellern landen. Offensichtlich hatte er aber auch den Drehbuchautor verspeist, denn die Story ist mehr als schwach und viele Handlungselemente werden gar nicht aufgelöst. Zudem gibt es einen sehr peinlichen Dialog des Helden mit seinen Killerwalen. Überhaupt scheint Bo Hopkins nicht immer bei sich zu sein, da er viel zu spät auf seine Mitspieler reagiert. Aber sein häufigster Drehpartner ist auch nicht viel besser, da er irgendwie immer an etwas vorbeischaut und die Blickwinkel zur Kamera überhaupt nicht stimmen. Der Polyp - Die Bestie mit den Todesarmen SzenenbildDa hätte man sich mehr auf die Action und die Spannung konzentrieren sollen. So schlecht der Film auch an sich ist, allein schon wegen der guten Darsteller und einiger Unterwasserszenen können sich Alles-Seher durchaus einen Blick gönnen. Es gibt in dem Subgenre durchaus noch schlechtere Streifen.

Dem Bild sieht man leider das Alter an, aber es gibt immerhin keine großen Mängel. Der Ton ist durchaus gelungen. Auch wenn man sich fragen kann, ob ein Polyp wirklich die Geräusche wie im Film macht und wie man das unter Wasser hören sollte. Die Extras sind für ein Klassiker dieses Subgenres, wie schlecht er auch sein mag, enttäuschend: es gibt gerade mal drei verschiedene Trailer, einen Radiospot und eine Bildergalerie.


Fazit:
Ein Klassiker des Tierhorrorfilmes, der abgesehen von einigen Stars im Rentenalter und schönen Unterwasserszenen aber nichts zu bieten hat. Vor allem die Story ist schwach und viele Szenen und Rollen sind schlicht überflüssig.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media